Verkäuferin für Kinderbekleidung darf keine Kinder haben

Asunción: Das Unternehmen Gotitas verkauft Kinderbekleidung. Mithilfe einer Stellenausschreibung sucht man eine Verkäuferin, die aber keine Kinder haben darf.

Über soziale Netzwerke wurde die von der Firma veröffentlichte Stellenausschreibung viral. Es wird eine Verkäuferin mit oder ohne Erfahrung, Verfügbarkeit in Vollzeit und ohne Kinder gesucht.

Diese Stellenanzeige wurde hart kritisierte. „Das Dümmste, was ich heute gesehen hab. Die Hälfte der Bevölkerung in Paraguay muss arbeiten, um ihre Kinder zu ernähren und die andere Hälfte um nicht in Informconf eingetragen zu werden“, sagte Hugo Gómez, einer der vielen empörten Kommentatoren auf die Stellenanzeige in sozialen Netzwerken.

Der Direktor für Arbeitnehmer, Enrique Lopez Arce sagte, er habe die Stellenanzeige ebenfalls gelesen.

„Es sollte keine Diskriminierung geben, weil Arbeit ein Menschenrecht ist. Die Firma kann wählen zwischen der Anzahl der Personen, die sich präsentieren, aber sie sollte nicht einen Sektor, der bedürftig ist, wie Mütter, diskriminieren. Sie sind vor allem diejenigen, die für eine ganze Familie sorgen“, sagte er.

Arce wies darauf hin, dass das Unternehmen, je nach dem was bestätigt werden könne, Sanktionsmaßnahmen ausgesetzt sei. „Es gibt Maßnahmen, wir müssen den Umfang sehen“, sagte er.

Wegen der Lawine der Kritik äußerte sich Gotitas in seinem offiziellen Facebook-Account: „Vor der Veröffentlichung, die im Umlauf ist, möchten wir klarstellen, dass es nicht die Absicht der Firma war, ihnen diese Nachricht so zu übermitteln. Es war ein Fehler in der Art, wie wir uns ausdrücken und wir entschuldigen uns. Es wird nicht wieder passieren! Es war ein spezifischer Job … der Reisen im Inneren erfordert (sic)“.

Wochenblatt / Hoy

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3 Kommentare zu “Verkäuferin für Kinderbekleidung darf keine Kinder haben

  1. Das Unternehmen will halt eine Verkäuferin a tiempo completo, was heisst, von 8 bis 20 Uhr anwesend, Mo-Sa, auch wenn kaum Kunden da sind und sich die Verkäuferinnen in diesen Geschäften mit ihrem Smartphone weitgehend beschäftigen.
    Da stören Kinder ja nur, obwohl gerade Mütter geeignet für den Job wären.
    Aber manchmal, oder oft, sieht man vor lauter Unternehmensprofitierung die Vernunft nicht.

  2. Was ist dagegen einzuwenden junge selbstständige Frauen – ohne bindende Bindung und vorzeitigem Wurf – für eine temporäre Tätigkeit anzufordern? Im Gegenteil, auch hierzulande sollten Frauen sich darum bemühen, unabhängig zu werden.

  3. Wenn wie vom Unternehmen behauptet der Job Reisetätigkeit enthält, ist das Bewerbungsprofil verständlich.
    Unabhängig davon finde ich es ungeschickt ein solches Profil auszuschreiben (siehe Reaktion). Den Familienstand kann man auch über das Bewerbungsgespräch erfahren. Diesen Mehraufwand wollte das Unternehmen eben nicht auf sich nehmen und hat sich damit vermeidbarer Kritik ausgesetzt.
    An wen das Unternehmen künftig zahlen will, liegt immer noch in dessen Entscheidung.

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