Mutmaßlicher Kinderschänder wegen “Justizpanne“ auf der Flucht

Caazapá: Der mutmaßliche Kinderschänder seiner Stieftochter, seit sie 6 Jahre alt (jetzt 16) war, “profitierte“ von einer “Justizpanne“ der Richterin Roxana Ramirez Prado, die Hausarrest anordnete. Nun ist der Täter auf der Flucht, nachdem eine Berufungsverhandlung gegen den Beschluss angesetzt war.

Den Berichten zufolge gelang es dem Mann, seine Stieftochter 10 Jahre lang zu missbrauchen, weil er mit der Mutter der Minderjährigen verheiratet war. Die Frau musste arbeiten, um die Familie zu ernähren, während der Mann zu Hause blieb und so das Kind 10 Jahre lang wiederholt vergewaltigte.

Im Januar dieses Jahres konnte das jetzt 16 Jahre alte Mädchen es jedoch nicht mehr ertragen und reichte eine Anzeige mit Hilfe eines Cousins ein. Der Mann wurde verhaftet und der Untersuchungsrichterin aus Caazapá, Roxana Ramírez Prado (Beitragsbild), vorgeführt, die Hausarrest anordnete, weil der Beschuldigte behauptete, er müsse arbeiten.

Die Staatsanwaltschaft legte über ihren Vertreter César Jiménez Vázquez Einspruch gegen den Gerichtsbeschluss ein und die Mitglieder des Berufungsgerichts Guido Melgarejo, Édgar Urbieta und Margarita Miranda beschlossen, den Beschluss, der dem Angeklagten Hausarrest zugestand, zu widerrufen.

Nach Angaben von Verwandten des misshandelten Mädchens ergriff der Beschuldigte die Flucht, sobald er von der Entscheidung des Berufungsgerichts erfuhr. Die Angehörigen des Opfers machen die Richterin Maria Roxana Ramirez Prado für diese Tatsache verantwortlich.

Reporter versuchten mit Prado zu sprechen, aber ihr Telefon ist ausgeschaltet.

Wochenblatt / ABC Color

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5 Kommentare zu “Mutmaßlicher Kinderschänder wegen “Justizpanne“ auf der Flucht

  1. Unglaublich. Und das Beste ist, diese Frau wird auch morgen noch Richterin sein. Selbst wenn sie abgesetzt ist, sie muss „ja arbeiten“ und kann sonst – außer Feuerchen machen – nichts. Also muss sie wohl weiter ähm arbeiten.
    Ich meine, ich bin ja nur ein einfacher Karottenpflücker, der nichts von Recht versteht – im Gegensatz, was diese Frau als Staatsanwältin doch sollte. Und ich meinte, wenn jemand ein kleines Vergehen begeht, so halte ich Hausarrest durchaus für angebracht. Aber bei diesem Scheusal kann man nicht von einem kleinen Hühnerdieb sprechen. Vermutlich kann sie es aber gar nicht wissen – den Unterschied zwischen Schwerstkriminellen und Hühnerdieben – vermutlich hierzulande Recht studiert. Und sowas ist als Frau wahrscheinlich auch noch Mutter.

  2. ach naja. da muss man doch nun kein fass aufmachen. verglichen mit den belgischen „justizpannen“ beim thema kinderschändung kann man nur sagen dumm gelaufen. wenigstens wurde er verurteilt und das kind lebt noch.
    insgesamt ist das kindeswohl den paraguayern wichtig. einige zeitlich begrenzte ausnahmen berücksichtigt wie gartenfeuerchen machen, ernährung, bildung.

  3. Der paraguayische „Justizapparat“ scheint doch ständig von Pech & Pannen verfolgt zu sein. Wie groß also ist die Wahrscheinlichkeit, daß man hier zu seinem Recht kommen kann – und vor allem, wie lange wird das dauern und wieviel wird das kosten? Wer allerdings Mitglied der Freimaurerloge ist, hat eine deutliche höhere Chance in diesem Lotteriespiel namens Justiz auf „einen Sechser“. Ob das nicht ein guter Grund wäre, eine Mitgliedschaft in der Freimaurerloge zu beantragen?

    1. Ob die Ausländer, ohne aktives und passives Wahlrecht, aufnehmen? Da muss man schon Macht besitzen, um da aufgenommen zu werden, damit sich Seilschaften mit dir lohnen, besonders mit dem Berlusconi von Paraguay, Cartes. Ein kleines Mittelstandsunternehmen mit 40 Mindestlöhnern reicht da bei weitem nicht. Die Manager großer Kooperativen, die die Ersparnisse von zehntausenden gutgläubigen Anlegern verbraten, passen da schon eher rein.

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