Neuer Vorschlag zur Verbrechensbekämpfung: Zwei Personen auf dem Motorrad verboten

Asunción: Angesichts der Vielzahl von Straftaten, die in den letzten Wochen verzeichnet wurden, schlug Innenminister Arnaldo Giuzzio erneut vor, zwei Personen auf einem Motorrad zu verbieten. Diese Einschränkung wäre insbesondere in den Nachtstunden eine Möglichkeit, Verbrechern das Handwerk zu legen.

Der Vorschlag von Giuzzi sieht vor, Stunden festzulegen, in denen die Nationalpolizei Kontrollen von Motorradfahrern, vorzugsweise nachts, intensiviert, um mögliche verdächtige Personen ausfindig zu machen, wenn sie zu zweit unterwegs sein sollten. Gerade in solchen Fällen verüben die sogenannten “Motochorros“ viele Überfälle auf Passanten oder rauben Geschäfte aus.

Wenn die Zirkulation von zwei Personen auf Motorrädern verboten wird, werden dann Angriffe durch Motochorros verhindert? So lautete die Frage bei einer Umfrage der Zeitung La Nación. Bei den Antworten stimmten 49 % dafür, weshalb sie “Ja, die Kriminalität wird von Tag zu Tag schlimmer“ angaben; während 41% der Meinung sind, dass “ein anderer Weg zur Eindämmung der Kriminalität gefunden werden sollte” und nur 9% für die Option “Nein, viele haben ihr Motorrad als einziges Fortbewegungsmittel” votierten.

Der Vorschlag des Innenministers wurde während der Einweihung des neuen 911-Überwachungszentrums in der zentralen Polizeistation von San Lorenzo bekannt. Bei der Gelegenheit enthüllte Giuzzio auch, dass seine Institution an Strategien arbeite, die darauf abzielen, Übergriffe durch solche neue Systeme zu reduzieren. Gleichzeitig betonte er aber, dass eine Unterstützung von Nachbarschaftsorganisationen im Rahmen einer Bürgerwehr weiterhin erforderlich sei.

Wochenblatt / La Nación / Beitragsbild Archiv

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10 Kommentare zu “Neuer Vorschlag zur Verbrechensbekämpfung: Zwei Personen auf dem Motorrad verboten

  1. Wenn die Banditen erst einmal merken, daß wenn sie zu Fuss statt mit einem Motorrad unterwegs sind noch erfolgreicher sind und nahezu niemals erwischt werden hat die Maßnahme exakt das Gegenteil bewirkt. Die Identifizierung wird durch die Regierung bereits jetzt massiv durch die Maskenpflicht und damit der Vermummungspflicht behindert.

  2. Wenn hier die Blitzüberfälle bis richtig anfangen, wird es dem Bürger dann verboten Abends gemeinsam in einem Haus zu sitzen, damit keine Raubmobs über ihn herfallen? Ich bin für die komplette Legalisierung von Feuerwaffen. Das ist das einzige was in einer Tiefkultur wie wir sie heutzutage weltweit haben, für Ruhe und etwas, nur etwas gegenseitigen Respekt sorgt. Die Herrscher dieser Welt wollen uns nicht ohne Grund entwaffnen…denn das ist das einzige was ihre Waffe gegen uns stoppen kann. Ihr sadistischer Transformermasterplan wird nichts, wenn sich die Weissen verteidigen könnten und sie zu jeder Zeit die Masse an asozialen Ausländer aus ihren Ländern zurück nach Afrika treiben könnten oder der kriminellen Jugend bei Vergewaltigungs- und Raubüberfällen die Hohlbirnen weg pusten dürfte. Was wäre das Ruhig auf diesem Trabanten. Die Apis Bullen weltweit wären auch viel freundlicher…die Weltherrscher wesentlich bedeckter in ihrem Verhalten! Wenn ich die Freundlichkeit und Höfflichkeit eines Militär oder Bullen hier in Paraguay oder Bolivien mit der derer in Europa vergleiche..bin ich für eine Pflichtbewaffnung eines jeden Bürgers! Ob er sie benutzt ist ihm überlassen. Auf jedenfall werde ICH weiterhin jemanden abends auf dem Moped mitnehmen wenn es mir beliebt. Ich stecke nichts mehr zurück weil andere zu doof oder feige sind nach sich, ihrer Familie und ihrem Leben zu kuken! Wer nicht nach sich kukt, nach dem wird gekukt! Das, meine Freunde sehhen wir gerade weltweit. Hilfe Papa Firmen”staat”…wer hat Angst vor der pösen Grippe?!

    1. Was Sie hier fordern, gibt es doch im Prinzip schon! Jeder, der nicht vorbestraft ist, kann ganz legal eine Waffe erwerben. Ganz egal ob es sich dabei um einen Vollidioten handelt oder nicht. In nur den seltensten Fällen konnte eine überfallene Person sich mittels Waffe wehren und schützen, weil Überfälle i.d.R. völlig unvorbereitet und blitzschnell erfolgen. Wer vorbestraft ist, kommt dennoch problemlos jederzeit an eine Waffe. Dafür sorgt der Schwarzmarkt. Ich wäre dafür, den Waffenverkauf gänzlich zu verbieten und jeden illegalen Waffenbesitzer mit wenigstens 10 Jahre Haft zu bestrafen. Bei jeder Verkehrskontrolle sollten obligatorisch auch Untersuchungen nach Waffenbesitz stattfinden. Nur so sehe ich eine Möglichkeit den Waffenbesitz insgesamt wieder unter Kontrolle zu bringen. Das angebliche Argument, daß der Staat sich “wehrlose” Bürger wünscht halte ich für lächerlich. Das sind nur die Argumente der Waffenlobby. Selbst wenn jeder Bürger eine Pistole oder ein Gewehr besitzen würde, was wollten die Bürger gegen eine entfesselte Staatsmacht mit Militär ausrichten? NICHTS! Oder sollen sich die Bürger mit modernen Kriegswaffen und Panzern aufrüsten?

      1. Mehrere moderne Kriegsmächte haben in Afghanistan versagt.
        Und ja, ein entwaffnetes Volk ist ein wehrloses Volk.
        Jeder Mensch hat meiner Meinung nach das Recht sich selbst zu verteidigen.
        Warum sollte es Menschen geben die sich selbst das Recht auf Waffen aller Art für ihre politische Ziele gönnen, wie die POlitiker, aber anderen das gleiche Recht verbieten?
        Kein Polizist kann dich verteidigen, wenn ein Angriff auf dein Leben erfolgt, weil er nicht da ist.
        Nur du selber kannst dich verteidigen, wenn man dich läßt.
        Was mit einem wehrlosen Volk passiert, sieht man gerade in Deutschland. 70% Steuern und Abgaben, die veruntreut werden und allen in den Rachen geworfen werden, nur nicht dem eigenen Volk zugute kommen.
        Dazu ein voranschreitender Rechteabbau. Zersetzung der Demokratie.
        Das ist eines der wenigen Dinge die Paraguay noch gut macht. Dass man sich verteidigen darf.
        Denn du hast es selbst gesagt: die Kriminellen kommen immer an Waffen.

  3. Meiner Meinung nach sollten man drakonische Strafen haben, für kriminelle Straftaten, die evtl. Täter wirklich abschrecken. Es sollte doch bewiesen sein, das alles andere nicht funktioniert. Ich sehe dies zumindest so….

  4. Das ist das “Dragoner” Prinzip aus dem 30 Jaehrigen Krieg des sich die Motochorros bedienen. Man sass zu zweit aufm Pferd und konnte sich so schneller fortbewegen, sprich in entlegenere Gegenden gelangen um da Proviant von den Bauern abzupressen, die Zugochsen zu stehlen und das Saatgut zu requirieren.
    Nachdem die Dragoner vorbeigeschaut hatten, blieb dem Bauern nichts anderes uebrig als seine eigene Frau das naechste Jahr von den Pflug “als Zugochse” zu spannen da das eigenen Ochsengespann von den Dragonern “requiriert” wurden um beim Nachhausereiten schon aufgefressen zu werden. Vor dem die Dragonern aufkamen, musste man sich mit dem Heer eher in Flussgegenden aufhalten da zu wenig Fortbewegungsmittel (Pferde) da waren und so wurde das Inland von den Morodeuren und der Soldateska verschont (da zu abgelegen). Man konnte sich ohne die Dragoner nur bei Flussnahen Doerfern, Liegenschaften und Staedten unfreiwillig und ungefragt “Verproviantieren”, d.i. Forrage fassen da man wenig beweglich war und nur kurze Strecken zuruecklegen konnte. Das aenderte sich mit den Dragonern.
    Die Dragoner machten da den Unterschied da eben dann 2 Mann auf einem Pferd sassen so dass die doppelte Anzahl von Pluenderern schnell in weite Teile des Inlandes gelangen konnten und so das ganze Land gepluendert werden konnte.
    Im 30 Jaehrigen Krieg hiess es: „Dragoner sind halb Mensch, halb Vieh, aufs Pferd gesetzte Infanterie!“
    Dieses Prinzip der “Dragoner” machen sich auch die Motochorros zu nutze. Die Idee ist abgesessen zu kaempfen und per Pferd (also Motorrad) schnell zur Kampfstelle zu gelangen. Angelangt sitzt man ab, kaempft den Kampf und sitzt wieder auf und ab gehts mit dem motorisierten Pferd.
    Es macht durchaus sinn wenn die Regierung es verbietet das 2 Dragoner auf dem motorisierten Drahtesel sitzen da “Esel” umkippt wenn der einzige Dragoner absitzt und der Motor geht aus. Da das Motorrad nicht anspringen wird da der Vergaser geflutet wird beim Umfallen der Pferdes so bleibt dem Dragoner nichts anderes uebrig zu Fuss das Weite zu suchen und so verliert er sein Pferd bei jedem Ueberfall.
    Diese Regelung duerfte die Motochorros durchaus sehr stoeren da eben bei nur einem abgesessenen Dragoner so quasi “das Pferd durchbrennt” und der Tunichtgut dann weiter zu Fuss muss wo der Ueberfallene oder die Polizei ihm gut ereilen kann.
    Gerade um schnell vor Ort zu sein zu Zweit wurden die Dragoner mal erfunden. Gekaempft wurde abgesessen um dann wieder zu Zweit aufs Pferd zu huepfen.
    Erlaubt man nicht mehr 2 Dragoner auf einem Pferd so wird die Sache schwierig da der Drahtesel nicht mehr flutchbereit ist um schnell wegzukommen. Zudem zu Fuss abgesessen ohne Pferd ist es fuer die Motochorros viel zu anstrengend die einzelnen Opfer zu besuchen und deren Ueberfallrequenz duerfte drastisch sinken da sie nicht schnell marodieren koennen ueber weite Strecken.
    Die Idee des Dragoners ist ja gerade auch ins Inland zu gelangen um da zu brandschatzen und zu Pluendern da man sich ohne Pferd nur wenig bewegen konnte und an den Flussufern halten musste.
    Das ist ne gute Idee solange man auch unter den Sturzhelmen sehen kann obs Maennlein oder Weiblein ist.
    Prof. Dr. Herfried Münkler: Der Dreißigjährige Krieg – https://www.youtube.com/watch?v=EqGnYSie_5w
    Marsch des Hannoverschen Cambridge-Dragoner-Regiments – https://www.youtube.com/watch?v=RUAq6CN4YxM

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