Neues Parksystem in Asunción wird für Chaos sorgen

Asunción: Ordnung in die Parkgewohnheiten der Besucher und Einwohner der Hauptstadt zu bringen war der Hintergedanke eines tariflich geordneten Systems, welches von der Stadtverwaltung verabschiedet wurde. Doch es bahnen sich Probleme an.

Wer nicht in Asuncion wohnt und trotzdem einen Parkplatz braucht und findet muss 3.500 Guaranies pro Stunde zahlen und zwar an ehemals selbstständige Parkplatzwächter, die mittlerweile von dem Konsortium verpflichtet wurden. Wer Einwohner von Asuncion ist darf zumindest 2 Stunden umsonst parken und zahlt ab der dritten Stunde 1.750 Guaranies für jeweils 60 Minuten. Wer also in Asunción wohnt und arbeitet und ohne Auto nicht kann, muss alle zwei Stunden sein Auto umparken, um den Gebühren zu entkommen.

Nicht nur dass dies für Unbehagen sorgt, kommt noch hinzu, dass die argentinisch-paraguayische Firma Parxin von den Aufpassern eine tägliche Arbeitszeit von mindestens 10 Stunden erwartet. Diese Anzahl an Arbeitsstunden ist dem Komitee, angeführt von Vicente Gómez viel zu viel. Acht Stunden, so Gómez sollte das Maximum sein.

Ab dem 05. Juni 2017 sollen demnach 400 Aufpasser, angestellt von Parxin, 9.700 kostenpflichtige Stellplätze überwachen. Zudem gibt es noch private Parkplätze im Zentrum, die jedoch teurer sind. Mittels einer Handy APP kann man zudem Parkflächen reservieren, so berichten Medien einheitlich.

Wochenblatt / Última Hora

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8 Kommentare zu “Neues Parksystem in Asunción wird für Chaos sorgen

    1. Echt witziger Kommentar.
      Leider aber zeigt er den ganzen Wahnsinn auf: In Paraguay wird es nie ein normales, leistungsfähiges Verkehrssystem geben, denn jedes benötigt grosse Investitionen. Die sind aber nicht möglich, weil Geld da ist, um geklaut zu werden. Also bleibt per Saldo alles beim Alten.
      Ist jedoch wunderbar für europäische Rentner, die das alles nicht brauchen. Ich habe nicht mal ein Auto.

      1. Ich war der Meinung das die Eisenbahnen ab 2018 funktionieren gemaess der Wahlversprechen der Colorados?
        Wurden nicht Gelder gesprochen fuer diese Hochgeschwindigkeitslinien, angetrieben mit Dampf!
        Oder habe ich das Land verwechselt……

  1. Paraguay, hier speziell Asuncion, verfügt ganz offensichtlich über „hoch gebildete und weit vorausschauende Politiker“. Wie anders könnte es sonst sein, daß sich in PY niemand ernsthaft über die Zukunft von Stadt- und Nahverkehr macht, noch über die Lösung innerstädtischer Parkplatzprobleme.Es wird gehandelt wie immer nach dem Motto ABWARTEN UND NICHTS TUN. Von „Park and Ride“ Systemen und dem dringend notwendigen Bau öffentlicher Parkhäusern hat hier offensichtlich noch niemand etwas gehört. Es wird gewartet, bis der innerstädtische Verkehr total zusammen bricht und mit ihm das gesamte Geschäftsleben im Stadtzentrum. Als Sofortmaßnahme könnte man beschließen, daß sämtliche Behördenangestellte ihre Fahrzeuge am Stadtrand auf speziellen Parkplatzen abstellen müssen und mit den Bussen zu ihren Behörden fahren. Denn genau diese überproportional anwachsende Spezies machen schon einen beträchtlichen Teil der Verkehrsteilnehmer aus, blockieren öffentliche Parkplätze und lähmen damit gleichzeitig das innerstädtische Geschäftsleben.

  2. Ich kann jedem, der ins Zentrum muss, nur raten, nicht mit dem eigenen Pkw dort hin zu fahren.
    Wenn ich ins sog. Microzentrum muss, dann lasse ich meinen Pkw irgendwo auf der Höhe Victoria stehen und nehme
    mir ein Taxi. Das kostet mich, bspw. bis zum Super Centro, im Schnitt 40.000 G$ für die einfache Strecke. Zurück ebenso.
    Manchem mag das viel Geld erscheinen, aber mir ist es das Wert. Entspannt seine Erledigungen machen, ohne Streß bzgl. Parkplatzsuche oder mit der PMT.
    Und wenn man keine sperrigen Sachen hat, dann ist der Bus erste Wahl.
    Erstens ist es jedes Mal wieder ein Erlebnis und zweitens saubillig.
    Von Paraguari (Departemento. Ich wohne nicht in der gleichnamigen Stadt) bis nach Fernando de la Mora bezahle ich im Mittel 25.000 G$ einfach Strecke. Das ist 3x billiger als mit dem Auto.

    Ich finde, dass die neuen Parkgebühren viel zu niedrig sind. Das muss richtig Geld kosten, das muss schmerzen.
    Aus meiner Sicht sollten es mindesten 15.000 G$ die Stunde sein, sonst hat dies, auf lange Sicht, keinen erzieherischen Effekt.
    That’s my two cents.

  3. Asuncion ist so voll von Autos, für mich ist das Stress pur zu fahren. Nur Sonntags kann man einigermaßen gut (wenig Verkehr) fahren.

    Aber da die „Direktorendichte“ in der Innenstadt so hoch ist, geht von denen natürlich keiner mit dem Bus zur Arbeit. Man will sich ja keine Blösse geben.Auch die, die sich wichtig fühlen, fahren mit der Karre und zahlen natuerlich kraeftig Geld für Parkgebühren in den dunklen, widerlichen Parkhauesern oder den kleinen Höfen in der prallen Sonne – Stress und Stau gibts gratis dazu.

    Es ist zwar nicht angenehm Bus zu fahren, vor allem wenn die beschleunigen und bremsen wie die Verrückten und die Busse übervoll mit Fahrgästen ist, aber immer noch angenehmer als mit dem Auto (wo man auch noch diese Banditen namens Cuidacoches bezahlen muss).

  4. Irgendwie müsste man mit dem Smartphone auch berechnen können, wie viele Parkplätze benötigt werden und diese der Bevölkerung zur Verfügung stellen. Scheint wohl ein Problem wie mit der Müllentsorgung zu werden: Jeder produziert Müll, aber die Müllabfuhr kommt nicht in jedes Viertel.
    Jedenfalls müssten sich die Städteplaner schon Gedanken darüber machen, ob, wenn der ökonomische Fortschritt weiter anhält, im Zentrum nicht mehr Parkplätze bedingt werden.
    Man könnte ja vieles von den Europäern abschauen, etwa Park&Ride, doch muss eine wohl eigene Lösung her. Ist ja alles viel zu teuer. Obwohl man langfristig gesehen Geld damit verdienen könnte. Wäre doch keine schlechte Idee etwas außerhalb eine große bewachte Wiese mit ÖV-Anschluss bereitzustellen.

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