Nicht alle sind überzeugt

Asunción: Würde es nur ums Volumen gehen, wäre das kein Problem, doch der Export von Rindfleisch wird meist über den Preis pro Kilogramm entschieden. China sticht Taiwan dabei aus.

“Sie bezahlen 1.000 US-Dollar mehr pro Tonne exportiertem Rindfleisch. China bezahlt besser. Den anderen Mercosur Mitgliedern bezahlen sie auch mehr für Fleisch mit Knochen und Innereien“, sagte Korni Pauls, Präsident der paraguayischen Vereinigung der Fleischproduzenten auf der Lebensmittelmesse Anuga.

Laut offiziellen Daten exportierte Paraguay von Januar bis August diese Jahres 50.644 t Rindfleisch nach Russland im Wert von 162 Millionen US-Dollar. Wäre das Fleisch nach China gegangen, hätte man für die gleiche Menge 212 Millionen US-Dollar erhalten.

Eine Vereinigung von Stipendienempfänger in Taiwan widerspricht der erpresserischen Aussagen des chinesischen Vizekonsuls, der den Kauf von viel paraguayischen Rindfleisches in Aussicht stellte, wenn die diplomatischen Beziehungen zu Taiwan gekappt werden. Sie erklärten, dass China die Preise ändern kann wann es will und immer den Ton angeben will.

Wochenblatt / Abc Color / Hoy

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5 Kommentare zu “Nicht alle sind überzeugt

  1. Kuno Gansz von Otzberg

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    Das ist war dass China so ne Art von Raubtiergeschaeftsbeziehung fuehren koennte. So viel ich verstanden habe rettete die Regierung von Taiwan die Regierung Nicanor damals vor dem Bankrott. China entpuppt sich meist als schlechter Geschaeftspartner der auf Kosten anderer sich vor allem Naturressourcen unter den Nagel reisst – Kredite werden vergeben, die sich die Bonzen unter den Nagel reissen oder verschleudern und dann reissen sich die Chinesen das Oel, Haefen und Mineralien unter den Nagel als Kreditabbezahlung (fuers Fiat Geld).
    Ich seh das so dass die hohen Fleischpreise die Russen leergesaugt haben und daher geht der Zeck wieder auf wanderung um sich ein anderes Lebewesen als Wirt zu suchen.
    Ich meine Paraguay verkaufte ja an das riesige Russland fast nur Innereien die da dann wohl zu „Wurschtfleisch“ verarbeitet werden und dann dieses seinen langen Weg westwaerts durch die osteuropaeischen Staaten nimmt Richtung Deutschland wo es dann als „Made in EU“ im deutschen Einzelhandel landet. Auch der neuzeitige Doener ist ja vorrangig „Hackfleisch“.
    Das Problem Taiwans ist ja dasselbe wie das der europaeischen Bauern mit dem Mercosur-EU Freihandelsabkommen. Die Technologie Europas kann eben nur bis zu einem gewissen Punkt die suedamerikanische Menge ersetzen und damit die Rentabilitaet. Der oesterreichiche Bauer mit seinen sagen wir 50 Hektar (29 Rinder im Durchschnitt pro Bauer), auch wenn diese hochtechnologisiert sind bis zum letzten Zentimeter, kann eben nicht so billig produzieren als der suedamerikanische Bauer mit seinen 1000 Hektar (und 1000 Rindern im Durchschnitt), selbst mit geringster Technologie. So stoesst Taiwan eben an seine Landesgrenzen und KANN EBEN NICHT MEHR ZAHLEN. China hingegen mit seiner gigantischen Landmasse kann weitaus mehr zahlen weil es weit mehr Spielraum hat. Daher genau ist das Freihandelsabkommen mit dem Mercosur der Tod fuer die europaeischen Bauern – mit Ausnahme die Russlands weil diese jeder eine grosse Landmasse haben (koennten).
    So auch Paraguay: es stoesst an seine wirtschaftliche Grenzen da die Landesgrenzen halt nicht „gereckt“ werden koennen und praktisch alle Landflaechen schon erschlossen (d.i. gerodet) worden sind.
    Das ist die Problematik.
    Haette das Habsburgerreich doch mal Mexiko (Mexiko gehoerte mal den Oesterreichern) nicht verloren so haette der oesterreichische Bauern heute anstatt 43 Hektar Landflaeche und 29 Rinder eben auch 1000 Hektar Land und 1000 Rinder. Dasselbe beschaden wohl heute die Portuguisen dass sie Angola mal verloren – jetzt bleibt dem Portuguisen nichts anderes uebrig als „am Rio Tejo zu sitzen und Vino Tinto zu trinken“.
    Fuer kleine Laender ist die Stunde der Chance gekommen wenn das Laborfleisch erst Serienreif geworden ist – dann braucht man keine Flaechen mehr um den Fleischbedarf zu decken – Weizen, Soja, etc allerdings brauchen weiterhin noch dieselben Flaechen nur eben da es keine Rinder mehr fuer Fleisch bedarf, so sinkt die Landwirtschaftsproduktion auch um 50% oder das ueberschuessige Korn wird halb so teuer und alle Menschen haben zu essen.
    Das Fleisch sollte jede Hausfrau sich im Bioreaktor Zuhause selber herstellen koennen, dank dem Busenfreund von @Erich Bunte, Jeff Bezos der dir den Reaktor, die Stammzellen von was immer Tier du von Fleisch essen willst und die Mineralien&Vitamine gerne bei Amazon.com verkauft.
    Auch China braucht dann nicht mehr Fleisch teuer zu importieren.

  2. Schon wieder so ein Beispiel: Jahrzente lang war Taiwan recht um hunderte Millionen von US-Doller ohne Gegenleistungen zu kassieren. So spendete z.B. Taiwan die Investitionskosten für das Kongreßgebäude. Offensichtlich hat der Mohr seine Schuldigkeit getan und soll abserviert werden. Nun wollen sie in Paraguay aber den Hals nicht voll genug bekommen (in diesem Fall offensichtlich unter mennonitischer Führerschaft) und würden am liebsten heute als morgen den Partner austauschen. Undank und Rückgratlosigkeit ohne gleichen nenne ich das. Aber gut, so verkommen ist eben die Welt in welcher wir leben. Einfach zum kotzen!

    1. Erst mal abwarten was höher wiegt. Die laufenden Geschenke an Paraguay oder die möglichen höheren Einnahmen für die Viehzüchter und die daraus resultierenden Steuern. Aber Geld und nicht Moral regiert die Welt. Das gilt auch bei den ach so christlichen Mennos. Traurig, ist aber so.

  3. Schaufelverkäufer

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    3,20 $/kg Rind … nicht schlecht, sagt aber auch, dass die Händler mehr verdienen, als die, die nach dem Gold graben (Rinder züchten) … Bestätigt die Regel, dass wer die Schaufeln verkauft, stets mehr verdient.

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