Nicht alles ist perfekt …

Asunción: Nachdem die Verkehrspolizei die Bevölkerung gewarnt hat, dass im September auf allen Straßen des Landes Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden, sorgt dieses Thema im sozialen Netzwerk für Aufregung. Eines der am meisten diskutierten Themen der Autofahrer ist die fehlende, oder beschädigte Beschilderung auf den Straßen. Gerade die Schilder für die Geschwindigkeitsbegrenzungen würden fehlen und später zu Bußgeldern führen.

Der Direktor der Verkehrspolizei, Luis Christ Jacobs, antwortet darauf, dass es genug Verkehrsschilder auf den Straßen gibt. „Ich sage nicht, dass alles perfekt ist“, aber „jeder weiß, dass es eine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt“. Niemand kann sagen, das wusste ich nicht, da hat kein Verkehrsschild gestanden.

„Wenn sie einen Unfall haben, wissen sie auch, dass die überhöhte Geschwindigkeit schuld war“. kommentiert Luis Christ Jacobs.

Er gibt zu, dass an vielen Punkten des Landes die Verkehrsschilder gestohlen, zerstört, oder übermalt wurden, doch dieses liegt in der Verantwortung des Ministeriums für öffentliche Bauten und Kommunikation (MOPC). Diese Behörde ist zuständig für die Wartung und die Neuaufstellung von Verkehrsschildern, doch auch jeder Bürger steht hier in der Verantwortung.

„Die Verkehrsschilder, die über die Straße gehen, haben sich als sehr haltbar erwiesen, diese Schilder, alle paar Kilometer, mit der Angabe der maximalen Geschwindigkeit wäre gut“ so Christ.

Die Geschwindigkeitsbegrenzungen sind in dem neuen Verkehrsgesetz wie folgt geregelt:

– außerhalb von Ortschaften für Kraftfahrzeuge max. 110 Km/h (früher 80 Km/h),
– innerhalb von Ortschaften für Kraftfahrzeuge max. 50 Km/h,
– welches bei dichter Besiedlung auf max. 20 Km/h runtergesetzt werden kann.
Lastkraftwagen und Omnibusse haben eine Begrenzung von 90 Km/h außerhalb von Ortschaften, max. 40 Km/h innerhalb von Ortschaften und ebenfalls 20 Km/h in dicht besiedelten Gebieten.

Die „Patrulla Caminera“ wird Ende August über die Radaranlagen verfügen. Wir werden vor Beginn der Kontrollen nochmals über die Presse warnen, kündigt der Direktor Luis Christ Jacobs an.

(Wochenblatt / Abc)

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22 Kommentare zu “Nicht alles ist perfekt …

  1. Gibt es hier in Paraguay überhaupt eine Regelung bis wo ein Tempolimit gilt?
    Vor der Ampel in Caacupe steht z.b. ein 40 Km/H Schild und 2 Kilometer weiter in Richtung CDE hält einen die Caminera an wenn man 55 fährt da es ja noch inner Ortschaft ist das man zu schnell war da ja das LETZTE SCHILD 40 Km/H war.
    Mal davon ausgeganen ich komme aus einer Nebenstraße 1 Km weiter erst auf die Ruta 2 und die halten mich an, woher zum Kukuk soll ich wissen das da ein Schild war wenn ich da gar nicht gefahren bin :/

    1. Genau, es sollte an jeder Strasseneinmuendung ein Schild stehen, welches die Hoechstgeschwindigkeit angibt, am besten alle 10 meter, dann weiss wirklich jeder bescheid. (koennte ja sein, dass jemand aus seiner Hofeinfahrt kommt und von nichts weiss)
      Was meiner Meinung nach aber wirklich wichtig waere, wenn es bei einer ausserordentlichen Geschwindigkeitsbegrenzung auch einen Hinweis gaebe, wo die zu Ende ist.

  2. Innerhalb von Ortschaften galt bisher 4o Km/h und jetzt 5o Km/h Die Ortschaften kann man erkennen an der Bebauung rechts und links, klar es fehlen Schilder die eine Ortschaft ankündigen, aber wenn mann sich nach der Bebauung richtet ist man auf der sicheren Seite. Und wenn man an eine Schule kommt, steht meistens der Hinweis „Escuela“ und dann sind nur 20 Km/h erlaubt.

    1. WEnn du nach Bebauung gehst, dann hast du überall Ortschaften, weil zig kleine Gehöfte immer an irgendwelchen Straßen liegen. Das ist also schon mal Theorie.

  3. Das sehe ich jetzt nicht so eng.
    Dank wochenblatt.cc wissen wir ja, 110 km/h und 50 km/h.
    Meist kann man eh nicht schnell fahren weil der Vordermann gerade am SMS schreiben ist oder man nie weiß, wann die nächste Schwelle einem das Auto zerlegt.
    Aufpassen muss man halt wirklich, wenn schon 3x 50 km/h signalisiert ist, dann kommt bestimmt eine Kontrolle. Das war aber auch schon in der Schweiz so.
    Aufpassen bzw. abbremsen muss man halt auch wenn die ersten Häuser kommen.

    In Mariano R. Alonso hatten sie auch beim öffentlichen Spital ein Einbahnstraße-Schild montiert. Diese war jedoch von da, woher ich eingebogen bin, so verdreht, dass ich es gar nicht sehen konnte. Ich habe das der Polizei gesagt, Fotos gemacht und mit Gegenanzeige gedroht. Sie haben mich schlussendlich und ganz ohne Schmiergeld „laufen“ lassen.

    Also Leute, passt auf auf den Straßen, verhaltet euch möglichst korrekt, auch wenn so manch Paraguayer wie eine Wildsau auf dem Pannenstreifen überholt: Ich sage mir dann immer, das ist dann derjenige, der an eine anderes Kaliber als mich gerät, Unfälle baut oder Bussen bezahlt.

    Ich versuche halt korrekt zu fahren, mit Licht auch am Tage und angegurtet, Feuerlöscher unter dem Sitz nicht abgelaufen, Abschleppseil im Kofferraum, geschlossene Schuhe, Fahrerlaubnis perforiert (jährlich) und Habilitation gültig (schon anfangs Monat, da hat es noch wenig andere auf der Muni). Spanisch sprechen hilft auch sehr. Bei mir sagen die Polizisten immer: „Todo muy bien“.

    1. Dann bist du bisher noch nicht an die „richtigen“ Polibandis geraten. Da ist nämlich nichts Todo Bien – da geht es nur ums Geld. Diese Trottel wollen sogar einen Verbandskasten sehen und gucken dann dumm, wenn man sagt, dass man weiß, dass dies hier nicht obligatisch ist.

      1. Ja das stimmt schon. Wohl auch aufgrund meiner paraguayschen Mitbewohnerin, die einen solch riesiges kilombo macht, bis der Polizist einem weiter fahren lässt. Ein Stadtpolizist wollte mich büßen, weil sie nicht angegurtet war. Ich sagte ihn, dass ich immer angegurtet sei, ihr das schon tausend Mal gesagt hätte und das mich nichts angehe.

        Übrigens den Verbandkasten habe ich oben vergessen zu erwähnen. Mir wurde gesagt, dass ich einen solchen von Gesetzeswegen haben müsste. Habe ich vorsichtshalber immer einen im Auto.

  4. Brigitte Reinhard

    Reply

    Danke für den Artikel. Vor ein paar Jahren hat das Wochenblatt das Verkehrsgesetz mal in deutscher Sprache veröffentlicht. Vielleicht wäre es ja möglich, dass mal wieder zu tun mit dem neuen Gesetz.

  5. Hinweis für Besserwisser oder Strohköpfe, mit Bebauung einer Ortschaft meine ich nicht rechts und links oder ab und zu eine Hütte am Strassenrand.

  6. Ich bin seit bald 20 Jahren in diesem Land und habe noch nie den geringsten Aerger mit der Caminera gehabt. Die Methode ist einfach: NIE einen einzigen Meter selber fahren! Bus, Taxi und Laufen erspart einem vieles.

    1. Ich bin noch einiges laenger hier , und nehme auch viel Bus !
      Aber fahre auch so meine 200 bis 300 km pro Woche , und
      Aerger hatte ich deshalb auch noch nicht.

      1. @ Monika
        Gibt eigelntlich irgendwetwas ehrliches, das sie von sich geben?
        In einem Kommentar schreiben sie von ihren Fahrten in und um ASU sowie den dummen Verkehrsteilnehmern, dann wiederum fahren sie gar kein Auto.
        Eine Frau ohne Mann, die 100.000 pro Tag an die Empleada zahlt, zu jung für die Rente ist, die von niemanden Geld bekommt, die nicht arbeiten muss aber trotzdem nach ASU zur Arbeit fährt!

        Für wie blöd halten sie die Leute in diesem Quasiforum eigentlich. Es gibt auch ohne sie schon genug inhaltslose heiße Luft.

        1. Ich kann mich nicht erinnern etwas ueber „dumme“ Verkehrsteilnehmer geschrieben zu haben, ebenso nicht das ich nicht arbeiten muesste, ebenso nicht das ich immer nach ASU zur Arbeit fahren muesste ?

          Im weiteren ist mir das eigentlich egal was die Leute im allgemeinen und im speziellen Leute die sich hinter einem Pseudonym verstecken von mir halten.

        2. Was ich geschrieben habe ist, dass ich mir mein Geld erarbeitet habe, da sie mit dem altmodischen Quatsch daher kamen ich sei als Ehe-anhaengsel hier. Ich bin Ingenieurin und Betriebswirtschafterin und habe mir mein Haus und meine freie Zeit in Paraguay selbst erarbeitet. Es ist unnoetig, dass Sie ihn Zukunft auf meine Kommentare antworten den ich werde auf den Kindergarten-Troll-kram den Sie von sich geben nicht mehr antworten.

        3. Georg Froehlich

          Reply

          @Aetzer
          vor einiger Zeit schrieben sie. Asu.45 ist ein Schulmeister, kann es nicht sein, das sie der Schulmeister sind ? Oder machen sie sich gerne zum Esel ?

          Aber jeder wie er will.. Amen..

          1. Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden

            Wenn diese Dame das beachten würde, dann wäre das „Forum“ frei von sinnfreien Inhalten, die nur dem Schreib- und Selbstdarstellungsbedürfnis der frustierten „Herr“lichkeiten und Dämm……

  7. Mal angenommen, man fährt auf einer Ruta, auf der außerorts noch Schilder – max. 80 km/h – stehen, was auf der Ruta 3 zum Beispiel noch oft der Fall ist – was dann? Sind die „alten“ Schilder noch gültig, oder kann man die vergessen?

    Die Wahrscheinlichkeit ist erfahrungsgemäß doch sehr hoch, daß „freundliche“ Helfer von der Polzei, falls man mit 110 km/h geblitzt worden ist, aus der unsicheren Lage heraus versuchen werden einen abzuzocken, oder kann man sich dann auch wirklich auf das neue Verkehrsgesetz berufen? Besser noch: Gibt es hierzu eine belastbare offizielle Aussage?

    Da hilft möglicherweise dann nur noch eine Handy-Live-Filmaufnahme der Aktivitäten dieser Herrschaften! Hat sich bei anderen dubiosen Vorkommnissen in der Vergangenheit bereits bestens bewährt!

    Wie sagte der Direktor der Verkehrspolizei noch? “ Nicht alles ist perfekt“!!!
    In diesem Sinne also: Allzeit unbehelligte Fahrt!

    1. Wenn mir das passiert, weiß ich nun dank wochenblatt.cc, dass das neue Verkehrsgesetz in kraft ist und 110 km/h gilt. Soweit reicht mein Spanisch, dass ich mitteilen kann, dass es nicht mein Problem sei, wenn sie die Schilder noch nicht ausgewechselt haben.

      Grundsätzlich ist das glaub so:
      Wenn die Bullen vorort Geld eintreiben wollen, ohne dass ein Fiscal dabei ist, der auch ne ordentliche Quittung ausstellt, dann sind es Abzocker.

      Weiß auch nicht genau, aber ich glaub, wenn sie – zurecht – darauf bestehen, dann muss die Busse auf der Muni bezahlt werden. Vor Ort nur wenn Fiscal anwesend sind.

      Wenn mir die Polizei einmal so kommen würde, so würde ich einfach auf einen Combrobante/Recibo bestehen (Quittung, und zwar mit anständigem Logo, Unterschrift und Stempel).

      Ich denke, die meisten machen das so in Paraguay:
      So lange einen Aufstand machen, dass man unschuldig sei, bis man „unter der Hand“ zu einem Ergebnis kommt. Ist dann viel billiger, lohnt sich für den Polizisten aber.

      1. Fuer den Polizisten lohnt es sich immer , denn er ist immer prozentual Beteiligt !!
        Diese Multa muss bei der Caminera bezahlt werden. Beim Muni bezahlt man nur
        von derr Munipolizei ausgestellte Strafen.
        Ueberhoehte geschwindigkeit gehoert nicht dazu.
        ….und wo 80 steht muessen Sie auch 80 fahren. 110 gilt dort , wo es spezifisch nicht
        ausgeschildert ist.

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