Nicht darauf vorbereitet

Asunción: Andrea Ávalos wurde gestern Morgen um 03:30 Uhr hochschwanger ins IPS Zentralkrankenhaus gebracht. Ihr Freund Lucio begleitete sie. Gleich nach der Ankunft ging es für Andrea in den Kreissaal.

Lucio López, der zukünftige Vater, der draußen wartete, erhielt 15 Minuten später die traurige Nachricht, dass sein Kind tot geboren wurde. In Trauer versunken begann er mit dem Papierkram um den Leichnam abzuholen und ein Beerdigungsinstitut zu beauftragen. Gegen 07:00 Uhr übergab man ihm den Leichnam, nahm ihn nach San Lorenzo, wo er einen kleinen weißen Sarg kaufte. Er organisierte die Verabschiedung im Familienkreis, als auf einmal das Telefon klingelte.

Er solle doch bitte schnell zurückkommen, mit dem Leichnam des Babys, denn man habe sich geirrt. Das tote Kind sei nicht seines, sagte man Lucio. Erst um 09:30 Uhr wurde sein kerngesunder Sohn geboren. Er gab das verstorbene Kind zurück und stiftete den anderen trauernden Eltern den Sarg, den er schon bezahlt hatte. Ohne in direkten Kontakt mit den Betroffenen zu treten, hofft er, dass sie etwas hilft. Sein Sohn sollte eigentlich Lucas Giovanni heißen. Die Mutter änderte dies jedoch kurzerhand in Ángel Francisco, da das sein Namenstag war.

Wochenblatt / Extra

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2 Kommentare zu “Nicht darauf vorbereitet

  1. ..und das soll nun ne rührseelige Geschichte sein?
    Dann hier in diesem Lande so gepfuscht wird, dass ein Vater fälschlicherweise ein totes Kind bekommt statt sein Lebendes?

  2. Da ist er wieder, der „rote Faden“: INKOMPETENZ & MANGELNDES VERANTWORTUNGSBEWUSSTSEIN! Das sind ja keine Einzelfälle, sondern nur die Spitze des Eisberges. Wehe, man fällt solchen Verantwortlichen in die Hände.

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