Nicht nur der Albtraum eines Mediziners

Asunción: Was man als Albtraum eines jeden Mediziners Bezeichnen kann ist auch negativ für Familie und Freunde. Wird ein Arzt wegen unterlassen Hilfeleistung angeklagt, dann meist weil jemand dabei zu Schaden kam.

So auch in diesem Fall, wo drei Ärzte, José Ovando, María Vázquez und Óscar Feliciano Cabrera sich trotz mehrmaligen Hinweisen nicht um den 2-jährigen Renato gekümmert haben. Dieser verstarb und das Krankenhaus übergab den Eltern den Leichnam ohne Organe, womit eine zweite und unabhängige Autopsie unmöglich war. Videoaufzeichnungen lassen keinen Zweifel an der Verharmlosung der Mediziner und dem Unwille helfen zu wollen. Zudem besteht der Verdacht, dass die Mediziner dem Kleinen ein Medikament verabreicht haben, was das Gesundheitsministerium kürzlich verboten hatte. Die Bestätigung dafür steht jedoch noch aus.

Die Staatsanwältin Natalia Silva bestätigte gegenüber der Presse heute Morgen die drei Mediziner angeklagt zu haben. Sie waren trotz Verzweiflung der Mutter im Krankenhaus Migone nicht bereit dem Kind zu helfen,. Sie zogen es vor mit dem Handy zu spielen oder zu essen.

Die Mindeststrafe für unterlassene Hilfeleistung liegt bei nur 6 Monaten, wodurch im Bestfall Hausarrest angeordnet werden kann, da alle drei in Paraguay sesshaft sind.

Wochenblatt / Abc Color

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4 Kommentare zu “Nicht nur der Albtraum eines Mediziners

  1. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    Echt selten dass in Paraguay die „Goetter in Weiss“ angeklagt werden. Tja, es fehlten halt die Organe, so ist jedes Mittel recht den Patienten ins Sterbezimmer zu hieven und dort auszuschlachten bevor er tot ist.
    Der Organhandel duerfte nach dem Drogenhandel der rentabelste Handel sein.
    Die automatische Organentnahme wird also froehlich praktiziert – man werde blos nicht krank in Paraguay.
    Modus Operandi: Whassa und Faibuhh twittern bisser am rankratzen ist, dann schnell ein Medikament spritzen und bevor er stirbt in den Ausschlachtraum mit ihm wo man sich dann an den Organen bedient – danach kann er ja dann ruhig sterben.

    1. „Die automatische Organentnahme wird also froehlich praktiziert“, das Gesetz gilt allerdings erst für Personen ab 18 Jahren und nicht für eine 2-jähriges Kind.
      Der Sachverhalt ermöglicht bei genügend Phantasie den Spielraum von der unerlaubten Organentnahme bis zum vorsätzlichen Mord.

      1. nicht nur bei genügend Phantasie, es ist beides gewesen, unerlaubte Organentnahme und dem zufolge Mord. Das Gesetz ist nur auf dem Papier, dabei haben die aber vergessen, das Alter weg zu lassen, was eh niemanden interessiert. Geld ist Geld. Viele Kinder auf der Welt sind betroffen, denen ein Organ fehlt oder nicht funktioniert. Die Reichen zahlen alles um Ihre Kinder zu “ retten“.

  2. Sehr gruselig, die Geschichte, da ist man gleich so beruhigt wenn man dran denkt, ins Krankenhaus zu kommen?
    Der hippokratische Eid ist ja auch eher eine Richtlinie?

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