Nichts passiert am Ypacaraí See

Die Seam veranstaltete ein Treffen mit allen beteiligten Institutionen über die Wiederherstellung des Ypacaraí Sees. Heraus kam nur eines: Passiert ist bis jetzt nur wenig oder fast gar nichts. Es gibt anscheinend nur eine Option.

Alle Bürgermeister in der Region befürworten den Vorschlag einer Ringkanalisation. Das Umweltsekretariat Seam gab die Erfolge der Regierung bei der Erholung vom See bekannt. Die meisten Bürgermeister aber waren enttäuscht. Denn es wurde einmal wieder viel über Studien, Pläne und einer Überwachung geredet, konkrete Aussagen blieben aber auf der Strecke.

Fernando Negrete (PLRA), Bürgermeiser von Ypacaraí, sagte, es wäre wie immer gewesen. Viel Gerede um den heißen Brei. „Die einzige Lösung für den See ihn nicht zu verschmutzen, ist es, diesen Vorgang zu stoppen“, sagt er. Er fügte an, nur wenn alle Anliegergemeinden über eine Kanalisation verfügen würden, könnte das Desaster beendet werden.

In Areguá und Itauguá sind diese Arbeiten eingestellt. Der Vertrag mit dem Bauunternehmen wurde gekündigt. Hugo Ruiz vom Ministerium für Kommunikation und öffentliche Bauten (MOPC) erklärte, im besten Fall würde es im Jahr 2017 zu einer neuen Ausschreibung für diese Vorhaben kommen.

Von der Seam kam auch ein Statement über den Zustand vom See. „Der Ypacaraí See wird Jahre brauchen bis er sich erholt. Wir müssen weiterhin unsere Anstrengungen beharrlich fortsetzen“, lautete eine Erklärung. Gegenwärtig ist das Wasser tiefblau dank der natürlichen Einflüsse wie Regen und der Kälte.

Quelle: ABC Color

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9 Kommentare zu “Nichts passiert am Ypacaraí See

  1. Wie waehre es den Abfall zu stoppen und Bussen auflegen das waehre ein anfang den das ist das meiste was dazukommt und wenn man in den seitenstreifen und abwasserkanaelen schaut sind Muell ueber Muell und das laufft alles im See

  2. Sollte der See wirklich einmal sauber werden, kommen viele auf die Idee, wiederum Abwasser in den See zu leiten, egal wie, denn eine Ringkanalisation wird Gebühren verlangen. Also für die Katz sein. So ist die Mentalität hier in diesem Lande

  3. umweltschutz ist hier ein fremdwort, abgesehen davon lässt sich damit nicht die eigenen taschen füllen, darum wird das nie was, ausser viel blablablabla. aber dafür werden sie ja auch reichlich bezahlt. viel plappern ist einfach das liebste was diese politiker machen und davon bekommt man auch keine schmutzigen hände.

    1. man sollte strafe geben bei mull werfen entlang den weg,aus autos in der strasse
      uberall mull werfer, strafe 100.000 gs, direkt zahlen oder gefangnis.

      ein kontrole auf gass vom autos spezial bussen,lkw ist notig, mit regen kommt
      nur schmutz in pool nach unten,auch in den lungen….?

  4. Ich hab zu dem Thema Informationen aus erster Hand.

    “Alle Bürgermeister in der Region befürworten den Vorschlag einer Ringkanalisation.”

    Wir vom MOPC tun das auch, das Konzept ist von erfahrenen Ingenieuren aus Italien und Paraguay erarbeitet worden, es wird momentan das Projekt erstellt um dann baldmoeglichst auszuschreiben. Das waere schon laengst fertig, wenn nicht die Interamerikanische Bank die das Geld aus einer Spende der EU administriert (!, nicht finanziert!) nicht so krass herauszoegern wuerde. Die “Experten”, die im Ausland sitzen funken staendig dazwischen, es muss dies und jenes noch untersucht werden. Es ist zum Kotzen, meiner Chefin hab ich schon gebeten, dass der Vizeminister intervenieren soll, aber der hat (noch) wichtigeres zu tun.

    “Fernando Negrete (PLRA), Bürgermeiser von Ypacaraí, sagte, es wäre wie immer gewesen. Viel Gerede um den heißen Brei. „Die einzige Lösung für den See ihn nicht zu verschmutzen, ist es, diesen Vorgang zu stoppen“, sagt er. Er fügte an, nur wenn alle Anliegergemeinden über eine Kanalisation verfügen würden, könnte das Desaster beendet werden.”

    Kanalisation ist absolut notwendig aber nicht die einzige Loesung. Es muss auch der kontaminierte Grund des Sees rausgebaggert werden. Das Problem ist nur: Wohin damit? Die Projektgruppe hat eine kuenstliche Insel mit einem grossen “Loch”, vorgeschlagen, wo der ganze Schlamm reingeworfen werden koennte. In den Niederlanden kostete ein aehnliches Projekt 100 Millionen Dollar!

    “In Areguá und Itauguá sind diese Arbeiten eingestellt. Der Vertrag mit dem Bauunternehmen wurde gekündigt. Hugo Ruiz vom Ministerium für Kommunikation und öffentliche Bauten (MOPC) erklärte, im besten Fall würde es im Jahr 2017 zu einer neuen Ausschreibung für diese Vorhaben kommen.”

    Leider hat man ein recht kleines Kanalisationsnetz fuer Aregua und Itaugua ausgeschrieben, aber hier hat die beauftragte Baufirma total versagt, sodass das MOPC gezwungen war die Vertraege zu kuendigen. Auch hier hatte die Interamerikanische Bank ihre Finger im Spiel. Den Zwang ein kondominiales System (Rohrleitungen im Gehweg , welches in einem Schacht an der Ecke jeder Cuadra zusammenkommt, anstatt auf Kanalleitung unter der Strasse direkt einzuleiten) OHNE(!) Finanzierung der Leitungen der Hausanschluesse und OHNE Finanzierung der Rehabilitation der Gehwege, hat unglaublich viel Zeit gekostet um die Anwohner zu ueberzeugen.
    Das kommt dabei raus, wenn “Experten” aus dem Ausland, die ironischerweise selbst nur das normale System in ihren Laendern haben, ihre Meinungen anderen aufdruecken moechten.

    “Von der Seam kam auch ein Statement über den Zustand vom See. „Der Ypacaraí See wird Jahre brauchen bis er sich erholt. Wir müssen weiterhin unsere Anstrengungen beharrlich fortsetzen“

    Ja, es wird Jahre dauern, aber das was SEAM macht, wirkt absolut planlos. Gerade die sind es die staendig Studien machen ohne grosse Vision. Teilweise gibt es mehrere Ueberlappungen. Die Komunikation von SEAM ist eine absolute Katastrophe. Das Personal wirkt aufgrund der Problematik total ueberfordert. Ein Kollege von mir meinte, SEAM waere dazu ein Hort der Korruption.
    Sie wollen eine Tankstelle errichten? Macht 5000 Dollar (Guaranies werden nicht akzeptiert) und die Licencia Ambiental wird gemacht.

    “Gegenwärtig ist das Wasser tiefblau dank der natürlichen Einflüsse wie Regen und der Kälte.”

    Kaelte ja, Regen nein. Die letzten Wochen hat es ganz wenig geregnet. Es ist eher so, dass wenn es viel regnet, kommt der ganze Abfall erst richtig reingeschossen. Wenn es wenig regnet, kann sich der Abfall in den Feuchtgebieten (Humedal) aufgrund der Pflanzenvielfalt abbauen – eine natuerliche Klaeranlage sozusagen.
    Ein Vorschlag von der Projektgruppe war es, einen kleinen Damm aus natuerlichen Erdstoffen zu errichten um die Aufenthaltszeit des Wassers im Humedal zu erhoehen. Bei sehr starken Zufluessen wird der einfach ueberschwemmt um Hochwasser von naheliegenden Haeusern zu vermeiden.

  5. Dass nichts geschieht ist meiner Meinung nach völlig normal für Paraguey. Ohne Geld, am besten im Voraus, passiert hier gar nichts. Nicht einmal die Oma hütet ihr Enkelkind, wenn es von der Mutter kein Geld gibt.
    Im Falle des Sees ist es auch besser nichts zu tun. Das wäre für die Geldgeber bzw. Spenden aus USA, Korea, Taiwan und EU auch völlig sinnlos: Das Geld für die Fertigstellung wäre schneller nicht mehr auffindbar, als das Projekt die Hälfte erreicht hätte.
    Dies ist nicht böse gemeint. Jedoch zeigen mir die gemachten Erfahrungen der letzten Jahren: Ein Thema wird medial aufgegriffen, ein bis zwei Wochen durch das Basura-TV gezogen, danach hört man nichts mehr davon, etwa wie erfolgreich etwas fertig gestellt worden wäre oder sich nur ein Mü etwas geändert hätte.
    Wir wurde von den Munispalidades schon erzählt, dass man einführen möchten, dass alte Batterien abgegeben werden können, weil sie viel Grundwasser verunreinigen, dass man die laute Kindergartenmusik eindämmen wolle, dass das Verbrennen seines Mülls verboten sei, dass das Wegwerfen von Müll nachts aus dem Auto verboten sei. Das geht den Menschen doch einfach am Allerwertesten vorbei.
    Die einzige Veränderung der letzten Jahre ist für mich, dass fast alle, aber nur fast, Autos mit Nummernschild und eingeschaltetem Licht in der Nacht herumfahren. Willkommen im Jahre 1816.

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