Nur wer die besten Überlebenschancen hat, kommt auf die Intensivstation

Ciudad del Este: Im Departement Alto Paraná ist es nun soweit, dass Ärzte abwägen, wer die besten Überlebenschancen mit Covid-19 hat und auf die Intensivstation darf.

„Wenn es einen 80-jährigen Patienten mit Grunderkrankung gibt, der wahrscheinlich nicht die Intensivstation verlassen wird und ein anderer schwerwiegenden Fall besteht, der jedoch 20 oder 25 Jahre alt ist und keine Komorbiditäten aufweist, wählt der Arzt den Patienten mit den meisten Überlebenschancen aus. Das sind in der Regel junge Leute. Es ist eine schwierige Situation, in der sich heute die Kollegen befinden, vor allem diejenigen, die für die Intensivstationen verantwortlich sind“, sagte Dr. Idalia Medina (Beitragsbild), Leiterin der medizinischen Assoziation von Alto Paraná.

Sie fügte hinzu, dass man hoffe, mehr Intensivbetten aus dem privaten Sektor nutzen zu können.

„Es ist das, was wirklich Sorgen macht. Hier geht es um die Feiertage zum Ende des Jahres, dann kommen die Leute aus dem Urlaub. Selbst auf den normalen Stationen in Krankenhäusern wird Sauerstoff verwendet und das zeigt uns, dass die Patienten erst kommen, wenn sie sich bereits in einem schlechten Zustand befinden“, betonte Medina.

„Wenn wir so weitermachen, werden wir nicht damit fertig. Es gibt viele Menschen, die nach Foz de Iguazú (Brasilien) fuhren, ohne ihre Einwanderungspapiere zu erledigen. Die Bestimmungen werden nicht eingehalten, viele Menschen gehen immer noch in den Urlaub. Und wenn die Intensivstationen zusammenbrechen, wird dies leider zu mehr Todesfällen führen“, erklärte sie weiter.

Medina schloss mit der Feststellung, dass die Patienten bis zur letzten Minute warten würden, um die sogenannten “Komorbiditäten“ zu sehen, selbst wenn sie an chronischen Krankheiten leiden und erst dann ins Krankenhaus gehen, wenn der Fall bereits schwerwiegend sei.

Wochenblatt / ADN Paraguayo

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7 Kommentare zu “Nur wer die besten Überlebenschancen hat, kommt auf die Intensivstation

  1. Die naechste Nebelkerze wurde hier gezündet. Es duerfte alles beim alten sein wie seit Jahrzehnten, das die zuständigen Aerzte und pflegekraefte ueberlastung behaupten, und Menschen sterben lassen, waehrend sie im klimatisierten buero auf den Feierabend warten?

  2. Mindestens ein Mal pro Woche kommt irgend jemand und redet vom Kollaps der Intensivstationen, praktisch seit Beginn der Pandemie.
    Laut aktuellem Beitrag von abc color sind noch landesweit 10 Intensivbetten im öffentlichen und 48 Betten im privaten Sektor frei. Muss man halt bei Bedarf rechtzeitig noch mehr Betten aus dem Privatsektor anmieten. Haben ja Geld genug dafür kassiert.

  3. In einer wirklichen pandemie hätte man keine zeit für volksreden. Schon gar nicht seit 11 monaten. Es ist eine medienblase. Wie ich schon lange sage, muss internet, handy ganz dringend social media eingeschränkt oder ganz abgedreht werden. Ansonsten bleibt der alltag so wie er jetzt ist und von zentraler linker stelle aus wird alles gleichgeschalten damit die konzerne und ihre milliardäre fein kassieren können.

  4. Ursprung des Corona-Virus: China zeigt mit dem Finger auf „Fort Detrick“ in den USA
    Deutsche Wirtschafts Nachrichten
    das schrieb ich schon vor Monaten
    Bin ich jetzt – im Nachhinein – ein China-Freund oder Putin-Versteher?

  5. Manche sind der Meinung, dass die Familie mit zwei Kindern schon mit ca. 100 € in Monat „relativ“ gut leben kann. Politiker in Paraguay verdienen genau so viel wie die Politiker in Deutschland bzw. Österreich, das Gesundheit System wie im Kongo.

    1. Es liegt auch nicht an der politik sondern am volk welches arbeitet. Deutschland und österreich wären noch wesentlich weiter vorne wenn man nicht als weltsozialamt alles geld austeilen und alles auf 2 beinen hereinlassen würde. Auch das liegt am volk. Links globale konzernpolitik kann man abwählen.

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