Obligado: Private Darlehen mit kommunalen Mitteln vergeben

Obligado: Es kommt zu Auffälligkeiten in der Stadtverwaltung von Obligado unter der Regie des ehemaligen Bürgermeisters Lauro Becker.

Nach einem Audit soll Becker (Beitragsbild) einen privaten Kredit in Höhe von 74 Millionen Guaranies aus kommunalen Mitteln selbst vergeben haben. Die Ausgaben anderer Fonds sind ebenfalls schwer erklärbar.

Der jetzige Bürgermeister, Gil Amarilla (ANR), prangert in einer Anzeige angebliche Unregelmäßigkeiten in der Verwaltung seines Vorgängers, Lauro Becker (ANR), an.

Becker, der in der Zeit von 2010 bis 2015 die Position innehatte, verlieh nach eigenen Angaben des jetzigen Gemeindeverwalters Gil Amarilla einen Kredit von mehr als 74 Millionen Guaranies mit kommunalen Mitteln.

Durch ein unabhängiges Audit, das mit der Resolution Nr. 194/2018 beschlossen wurde, beauftragte die Stadtverwaltung von Obligado den Rechnungsprüfer Martín Scheid mit der Untersuchung eines Zeitraums von 12 Monaten, der dem Jahr 2015, unter dem letzten Mandat von Becker, entspricht.

Unter den zahlreichen Unregelmäßigkeiten, die bei der Sonderprüfung aufgedeckt wurden, ist am auffälligsten, dass der frühere Bürgermeister ein Darlehen von 74.026.023 Gs. mit Mitteln der Gemeinde Obligado gewährt hat.

Vier Schuldscheine mit der Unterschrift des früheren Bürgermeisters Becker bestätigen, dass er laut dem Audit von einem Privatkredit profitierte, bei dem öffentliche Mittel verwendet wurden, die seiner Verwaltung unterstanden.

„Wir haben nur ein Jahr überprüft, aber es tauchten dabei schon mehrere Unregelmäßigkeiten auf. Das brachte uns in ernsten Schwierigkeiten, wie unter anderem bei Gehältern beim Personal und einigen Projekten in der Gemeinde. Wir schulden Baufirmen und anderen Institutionen Geld“, sagte Amarilla.

Eine weitere Unregelmäßigkeiten sind bezogene Gelder von Yacyretá Binational (EBY). Sie wurden erstmals in Höhe von 245.000.000 Guaranies ausbezahlt, für den Bau von Straßen und Pflasterarbeiten im Bereich zwischen Graneros del Sur zum Gesundheitsposten des Bezirks, in der Stadt Cantera gelegen. Ein Betrag in Höhe von 55.965.000 Gs. wurde für das Projekt überwiesen, aber es gibt keine Aufzeichnungen über den Verbleib der restlichen Summe.

Eine Anzeige wegen Veruntreuung von Mitteln aus dem Nationalfond für öffentlichen Investitionen und ländliche Entwicklung aus dem Fond Fonacide durch den ehemaligen Bürgermeister Lauro Becker (ANR) lag bereits im Mai 2016 der Staatsanwaltschaft vor.

Laut der Anklageschrift habe Becker insgesamt 1.008 Millionen Guaranies an Geldern im Jahr 2015 über den Fond Fonacide erhalten, lediglich über 10 Millionen Guaranies gibt es Aufzeichnungen über die korrekte Verwendung.

Wochenblatt / ABC Color / Mas Encarnación

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6 Kommentare zu “Obligado: Private Darlehen mit kommunalen Mitteln vergeben

  1. Falls der mutige Rechnungsprüfer diese Überprüfung ohne Vergeltungsmaßnahmen überlebt, dann sollte er in Hohenau bei dem jetzigen Bürgermeister Morales gleich weitermachen. Es heisst zwar „wer nichts tut der macht auch keine Fehler“, aber angeblich ist da die Kohle auch weg ohne daß er was sinnvolles für seine Bürger getan hat.

    1. Und darum gehen Sie nicht in die Kirche? Sollten die Pfarrer die Menschen, die in die Kirchen gehen vorher auf Herz und Nieren prüfen, gar ein polizeiliches Führungszeugnis verlangen? Das wäre ohnehin nicht im Sinne Jesu. Jesu war immer an der Seite der Sünder und lud sie ein. Jeder der seine Sünden aufrichtig vor Gott bekennt, Buße dafür tut und auf den rechten Weg umkehrt wird Vergebung erlangen. Wer aber den Namen Gottes und seine Botschaft mißbraucht, in den Schmutz zieht und sich über Christen lächerlich macht, der will nicht umkehren und wird seiner Strafe nicht entkommen. Daran besteht kein Zweifel, auch wenn das die Gottlosen weit von sich weisen um sich selbst zu beruhigen. Denn ihr Gewissen schlägt dennoch und läßt sie nicht zur Ruhe kommen – auch wenn sie die Klappe groß aufreißen und so tun, als ob sie sich nicht vor der Zukunft und dem Tod fürchten würden. Da sah ich schon ganz andere „tolle Hechte“ am Ende ihrer Zeit, wie sie vor Angst schlotterten.

      1. @Simplicus-Manni:
        Ich muss Ihnen jetzt einmal sagen, warum ich meinen Kommentar so und nicht anders geschrieben habe.
        In jungen Jahren, da war ich jeden Sonntag in der Kirche und habe auch an kirchlichen Zirkeln beteiligt und mich engagiert.
        Als ich jedoch feststellte, dass der Dekan ein großer Verbrecher (Betrug, Geld- und Machtmissbrauch) und Mädchengrabscher war, hatte sich das Thema Kirche für mich erledigt. Und zwar unwiderbringlich.
        Ihnen, ungeliebter Manni, kann ich nur unterstellen, dass Sie genau zu dieser Sorte „Christen“ gehören, wie ich sie in meiner Jugend negativst erlebt habe.
        In die Kirche rennen und so tun als ob. In Wahrheit verlogen und heuchlerich bis auf die Knochen.
        Und mal ehrlich, Sie verstehen bzw. wollen solche Einstellung und Sichtweisen überhaupt nicht verstehen.
        Ein Freigeist sind Sie nicht.
        Denn, ein Freigeist kann zuhören, analysieren und abwägen.
        Nur immer wieder die gleich Leier zu spielen, wenn man 50 Guaranies einwirft, ist einfach nur dumpf.

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