Oh du schöne Kartoffel

Asunción: In Paraguay spielt die Kartoffel nicht die Hauptrolle beim Ackerbau. Das soll sich aber nun ändern, um den Import während eines Großteils des Jahres zu reduzieren.

Das MAG erwarb aus Argentinien 114.700 Kilo Saatkartoffeln, die auf 100 Hektar in den Bezirken La Colmena, Ybytymí, Ybycuí und Caballero ausgesät werden sollten.

Die Kartoffel ist eines der pflanzlichen Produkte, die das meiste des Jahres importiert werden müssen, um den Bedarf des täglichen Grundnahrungsmittelkorbs in Paraguay zu decken. Der Verbrauch beträgt 40.000 Kilo pro Tag.

In den Bezirken La Colmena, Ybytymí, Ybycuí und Caballero, Departement Paraguarí, wird ein vom Ministerium für Landwirtschaft und Viehzucht (MAG) angeführter Anbauplan umgesetzt.

Es soll 300 Erzeugern in diesen Bezirken zugutekommen. Für den Samen wurden 114.700 Kilo Spunta-Kartoffel (eine neue Sorte, die genetisch modifiziert wurde, um sie widerstandsfähiger gegen Krankheiten zu machen) aus Mar del Plata, Argentinien, für 997.890.000 Guaranies gekauft.

Damaso Baruja, einer der Produzenten, der an diesem Programm vom MAG beteiligt ist, erklärte, dass im Juli die Samen ausgesät werden, sodass im kommenden Oktober die erste Produktion geerntet werden könne.

Man erwartet einen Ertrag von 20.000 Kilo pro Hektar. Baruja schätzt, dass, wenn dieses Ziel ohne widrige klimatische Bedingungen erreicht werde, die Produktion rund 20 Millionen Kilo Kartoffeln betragen könnte. Mit dieser Ernte ist man in der Lage, die Binnennachfrage der Kartoffel in Paraguay für einige Monate des Jahres zu decken.

Baruja schätzt, dass die Erzeuger 6,5 Milliarden Gs. für die Produktion erhalten können, was ein wichtiges Einkommen für die Landwirtschaft in der Region Paraguarí darstelle.

Er erinnerte daran, dass die Kartoffelernte ab 2009 in den Bezirken von Paraguarí mit einer Fläche von 2 Hektar reaktiviert wurde und eine Produktion von 25.000 Kilo erreichte. Für das Jahr 2010 wurde die Anbaufläche auf 75 Hektar mit einer Produktion von 1.350.000 Kilo erhöht.

Wochenblatt / ABC Color

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

18 Kommentare zu “Oh du schöne Kartoffel

  1. Gute Idee? Meine Fresse, nebenan liegt Bolivien, das Oberprofikartoffelland, aber nein, es müssen genmanipulierte Kartoffeln sein, gleich am Anfang? Was für ein Land voll Schwachköpfe? Aber seit mein Kumpel das „ABI“ hier nachholt und ich weiss, wie es in der Schule hier abgeht, wundert mich überhaupt nichts mehr.

      1. Ganz einfach und im Doppelsinne des Kapital-ismus‘ gedacht:
        Teures Saatgut und wieder neue Kranke:
        Das gibt ’nen lukrativen Auftrieb für Giftproduzenten und Investitionen in neue Kranken-häuser!

      2. Wirtschaftslobby. Das ist es was heute als frei bezeichnet wird. In der Weise funktioniert der Staat dann gut. Das ist heute aber generell so. Wenn man im Gegensatz für Schulen oder Umwelt etwas machen wollte, dann kommen die Ausreden, denn da steht keiner dahinter.

  2. Die Kartoffelsorte SPUNTA stammt aus dem Herkunftsland Niederlande. Die Reifezeit der Sorte ist mittelfrüh. Die Züchtung SPUNTA wurde erstmals zugelassen im Jahr 1967. Die Farbe der Schale der Kartoffel ist hellocker und die Färbung des Fleisches der Kartoffelknollen ist hellgelb. Die Knollenform ist lang. SPUNTA ist resistent gegen: Blattroll-Virus ziemlich resistent, A-Virus resistent, X-Virus mäßig resistent, Yn-Virus ziemlich resistent, Krautfäule ziemlich anfällig, Knollenfäule anfällig, Krebs (fysio 1) krebsfest, Schorf ziemlich anfällig, Blaufleckigkeit gute Resistenz. Der Geschmack der Kartoffelsorte SPUNTA ist mittel bis gut und der Ertrag ist sehr hoch. SPUNTA ist eine mittelfrühe Sorte Speisekartoffel, festkochend, mit dünner Schale und gelbem Fleisch. Sie eignet sich – wie alle festkochenden Sorten – ideal für Kartoffelsalat, ist aber auch eine hervorragende Pell- und Bratkartoffel. SPUNTA ist auch für den Anbau auf roter Erde, wie z.B. in Zypern geeignet. (verschiedene Quellen).
    Die Aussage zur gentechnischen Veränderung (Labortechnik) ist deshalb mehr als anzuzweifeln.
    Ob die Kartoffel mit ihrer Eigenschaft festkochend beim Verbraucher ankommen wird, bleibt abzuwarten.
    Was meines Erachtens nicht bedacht wurde, ist auch die Lagerung der Kartoffelernte welches bereits heute offensichtlich ist. So gelangen Kartoffel oft nur Tage vor dem ersten Triebansatz an den Verbraucher.
    So soll mit rund 20 Millionen Kilo Kartoffeln, die alle im Oktober geerntet werden sollen das Land für mehrere Monate versorgt werden. Rechnerisch ja. Um die geerntete Kartoffel über Monate einzulagern, bis diese zum Verbraucher kommt, bedarf es aber einer Umgebung von unter 10 Grad, dunkel, luftig und trocken. Gerade ab Oktober ist es aber im Land heiß und feucht. Zudem ist SPUNTA auf Grund ihrer dünnen Schale nur bedingt lagerfahig.
    Beim Anbau von SPUNTA in anderen heißen Ländern wie Zypern tritt das Problem der Lagerung nicht auf, da die Ernte
    sofort im Exportweg an die Verbraucher kommt.
    Erforderlich wäre also eine an den durchschnittlichen Verbrauch angepasste Permakultur und Ernte.
    Die Idee des Anbaus von SPUNTA ist vom Ansatzt her gut, aber m.E. nicht völlig durchdacht.
    Jedenfalls ich freue mich auf die erste festkochende Kartoffelsorte; eine gelungene Abwechslung zu Papas blancas, negras und cepillados. Ob SPUNTA im Supermarkt auch unter ihrem Namen zu finden sein wird?

  3. Entwarnung! Die Kartoffelsorte SPUNTA wurde 1967 in Holland zugelassen, damals gab es noch keine Genmanipulation! Seit 2014 duerfen in Europa keine Genmaipulierte Kartoffeln angebaut werden, die Sorte SPUNTA wird heute noch angebaut. Gen veraendert muss nicht zwingend Genmanipuliert sein, jeder Salatkopf ist mit der Zuechtung Gen veraendert worden erst da hat es ein Salatkopf gegeben wie wir ihn heute wollen. Leider wird in Paraguay Gen veraendert immer als Propaganda fuer Genmanipuliert benutzt. Hier wird der traurige Rueckschrit von Genmanipulation leider immer noch als grosser Vortschritt angenommen dank den milionen Dolar wo von Monsanto, Singenta ect. fliessen. Wir duerfen uns also auf die SPUNTA Kartoffel freuen, falls es zur Ernte kommt.

    1. Danke wenigstens einer der sich auch zuerst informiert hat. Ich freue mich auf die erste festkochende Kortoffelsorte.
      Die vorhandenen, breiig verkochenden „Stärkeknollen“ erfordern schon besondere Tricks um Kartoffelsalat, Pell- oder Röstkartoffeln zuzubereiten.

  4. Na das hat doch was: Wenigstens Einer, der sich auf diese Geburt aus der Hochburg des Gendrecks freut.
    So is’ses richtig: Es gehören schließlich immer zwei zu einem Geschäft: Mindestens einer, der es macht und mindestens ein anderer, der es (freudig) nimmt.
    Wo sind die evidenzbasierten Untersuchungen von genetisch manipulierten Saaten zur bio-logischen Wirksamkeit im lebenden Organismus?
    Da sind deutsche Politiker schon informierter. Die meisten kaufen lieber Demeter- und Bioland-Produkte. Denn diese Verbände haben eine Selbstverpflichtung nicht das zu tun, was sie – EU-gerecht – tun dürften. Wie lange noch wird sich schon zeigen, wenn sich nur genug freuen.

    1. Haben Sie nicht verstanden? Die Sorte wurde vor 1967 durch Kreuzung mit anderen Kartoffelsorten, also auf natürlichem Weg gezüchtet. Zu dieser Zeit existierte die Gentechnik noch gar nicht. Diese Art der Gentechnik wird von Mutter Natur selbst angewandt. Oder was glauben Sie, wie die vielen verschiedenen natürlich entstandenen Pflanzensortn entstanden sind?
      Halten Sie etwa jeden veredelten Obstbaum (durch aufpropfen), jede veredelte Blume (Wildrose / Edelrose) für genmanipuliert?
      Glauben Sie ich bin Fan von Monsanto- und ähnlichen Produkten, von Turbokühen und was sonst noch an krankhaften Vorstellungen zur Gewinnmaximierung so in den Gedanken vorgeht?
      Diese Agrarlobby behauptet doch, dass ihre Laborarbeit nichts anderes als die natürliche Genveränderung und deshalb ungefährlich sei.
      Die Kreuzung von Pflanzen ist seit jeher Bestandteil gärtnerischer Tätigkeit.
      SPUNTA ist ein natürliches Produkt. Als kleine Hilfestellung : https://www.saatbau.it/produkte/saatkartoffel/
      Die erste Zulassung für gentechnisch veränderte Kartoffeln wurde 1994 in den USA erteilt: http://www.transgen.de/datenbank/pflanzen/1962.kartoffel.html
      Erst informieren und dann ggf, ablästern

      1. Zitat: „Halten Sie etwa jeden veredelten Obstbaum (durch aufpropfen), jede veredelte Blume (Wildrose / Edelrose) für genmanipuliert?“
        Ich wüsste nicht, wo Sie in meinem Kommentar etwas zu Kreuzungen, Pflanzenaufpropfungen oder -veredelungen lesen konnten.
        Aufpfropfen, kreuzen oder veredeln hat aber auch gar nichts mit gentechnisch veränderten Modifikationen zu tun…s. hier:

        https://de.wikipedia.org/wiki/Gentechnisch_ver%C3%A4nderter_Organismus
        https://de.wikipedia.org/wiki/Pfropfen_%28Pflanzen%29
        https://de.wikipedia.org/wiki/Pflanzenveredelung

        Ihre Aufregung kann ich ja verstehen, aber offenbar werfen Sie da ganz schön etwas durcheinander.
        Mich würde interessieren, wie Hans darauf kommt, dass genverändert etwas anderes als genmanipuliert. sein soll? Bei beiden Definitionen lande ich bei der Recherche bei Veränderung von Erbgut. Ich weiss ja nicht, ob Sie noch derselbe wären, wenn in Ihrem Erbgut rummanipuliert würde.
        Wer lesen kann, hat nach dem Lesen des Artikels verstanden, dass
        Zitat Wochenblatt:
        „Spunta-Kartoffel (eine neue Sorte, die genetisch modifiziert wurde, um sie widerstandsfähiger gegen Krankheiten zu machen)“.
        Die „n e u e gentechnisch modfizierte Sorte“ soll dann also 41 Jahre alt sein, zumal seinerzeit – wie richtig recherchiert, die Zauberlehrlinge noch keine genetische Modifizierung aus ihrer Wunderkiste hervorgepolkt hatten. Also wie kommt die „genetische Modifikation“ jetzt in die 67er Sorte…redaktioneller Fauxpas oder Wortklauberei?

        Und nach meiner Erfahrung schmeckten die in Deutschland im Bioladen erhältlichen „alten“ Apfelsorten, ausweislich benannt mit „Gravensteiner“ und „Boskop“ nicht mehr so, wie bei meinen Großeltern an den alten samenfesten Bäumen im Garten.
        Möglicherweise dürfen ja heutzutage sogar veränderte alte Sorten noch deren Namen tragen, auch wenn man in deren Genetik herumgefummelt hat, so dass auch Äpfel nicht mehr braun werden, wie es bei den alten Sorten gang und gäbe war.
        Also mal langsam mit den angeforderten Eingeständnissen. Offenbar weiss ja wohl keiner so ganz genau, wie das gemeint ist.
        Ich werde mich, selbstverständlich auch aus eigenem Wissensbedürfnis informieren und Ihnen dann über das Ergebnis Bescheid geben. Schließlich ist es ja wichtig zu wissen, was man da auf den Teller bekommen wird.

  5. Jede Zucht an Pflanzen und Tieren geht einher mit Genveraenderungen. Durch Gentechnikverfahren kann man nur schneller und gezielter Veraenderungen erzielen. Wo genau ist nun das Problem?

    1. dorftrottel der kein vernuenftiges deutsch kann

      Antworten

      dat is die angst vor dem unbekannten, vor dingen die man nicht versteht, voellig natuerliches und oft vorkommendes verhalten
      menschen haben berechtigter weise angst vor fremden menschen bzw anderen kreaturen, vor unerklaerlichen phaenomenen, vor dem tod, vor facebook…
      als die sache mit dem gmo vor jahren aufflammte, gabs doch sone umfage, ich glaub sogar eu weit, und unter anderen kam raus dat viele leute die angst vor gmo hatten, hatten auch angst vor dna…
      wat genau schlecht daran is konnten die meisten nicht sagen, sie wussten nur, dat et schlecht is, weil sies gehoert haben.
      is ungefaehr genau so wie mit all den landwirtschaftsspezialisten aus der stadt, die ihre vielen erfahrungen mit der landwirdschaft bei den vielen besuchen der gemueseabteilung im supermarkt erworben haben, bzw dat wissen von youtube kam

  6. „eine neue Sorte, die genetisch modifiziert wurde, um sie widerstandsfähiger gegen Krankheiten zu machen“ wenn dieser Satz stimmt ist es nachträgliche Genveränderung, wenns die Kartoffel ist, welche Anton beschrieben hat, ist es eben keine Genveränderung. Muss der Redakteur wissen?

    1. “spunta” (nuevo variedad modificada genéticamente…) so im Original. Von der Sorte „Spunta“ gibt es also demnach eine neue genmanipulierte Variante.
      Im Original steht auch, „Se busca beneficiar a unos 300 productores“. Ist doch interessant welche Geschäftsgebaren hier zu tage treten. Der Staat „MAG“ kauft 115t Kartoffeln zum Einzelhandelspreis und sucht nun Abnehmer. Auch hat MAG nicht direkt gekauft, sondern über den Zwischenhändler „Alfi Importaciones“ von „Papasud SA“ in Argentinien. Papasud SA wird von der argentinischen Zentralbank als praktisch Konkurs geführt. Wird hier nur wem geholfen?

  7. @sonnenfreund
    Im Artikel steht „genetisch“ verändert.
    Nach Kenntnisnahme der ersten Kommentare (Monsanto-Gendreck / Wirtschaftslobby), bin ich misstrauisch geworden und habe danach gesucht, wie die Aussage im Artikel „genetisch“ verändert zu verstehen ist.
    Meine Suche habe ich anhand der benannten Kartoffelsorte SPUNTA aufgebaut, da Kartoffelsorten weltweit, mit ihren Eigenschaften registriert sind. Nachdem SPUNTA erstmals 1967 – also weit vor der Zeit der angeprangerten Gentechnik der heutigen Zeit, wie von Monsanto usw. angewandt – angebaut wurde, war das die Entwarnung.
    @Wolfgang hat Recht, jede Zucht führt zu einer Änderung der Gene. Pflanzen erwerben durch Mutation andere Eigenschaften. Diese Eigenschaften werden durch Kreuzung der verschiedenen Pflanzen zu einer neuen Pflanze vereint.
    Die Gentechnik unterscheidet sich dadurch, dass zur Veränderung der Pflanze im Labor auch andere Materialien wie Viren und Bakterien in deren Code eingeschleust werden. Diese neue Pflanze ist dann patentfähig und für den Hersteller sehr rentabel, falls er denn zunächst über einen genehmigungsbedürftigen, erfolgreichen Anbauversuch im Freiland eine Anbaugenehmigung erhält. Die Rentabilität tritt dadurch ein, dass der Pflanzer keine Saatpflanzen zurückbehalten darf
    und seine Neuaussaat direkt vom Vertriebssystem des Patenthalters und zu dessen Bedingungen zu beziehen hat.
    Das Risiko der Gentechnik liegt darin, dass der Pflanze artfremdes Erbmaterial eingeschleust wird, da die Folgen dieser Manipulation für Umwelt und Gesundheit nicht mit Sicherheit bewertet werden können.
    https://www.mpg.de/792583/F002_Fokus_018-025.pdf
    https://www.planet-wissen.de › Natur › Forschung › Gentechnik
    https://m.simplyscience.ch/gene-und-ernaehrung/articles/gentechnisch-veraenderte-pflanzen.html
    Ob es in diesem Land möglich ist ausschließlich von nicht gentechnisch manipulierten Lebensmitteln zu leben wage ich zu bezweifeln. Bedenken Sie Soja und wo diese überall enthalten ist.
    Mein weiterer Kommentar, hat sich lediglich auf die m.E nicht vorhandene Planung, wie bringe ich 20 Mio. Kilo Kartoffel Einmalernte an den Verbraucher, ohne dass diese vorher verderben, bezogen.
    PS: Im Hinblick auf die Kommentare von @Christian2005 und @ Tom.
    SPUNTA mag in Argentinien ein neues Produkt sein, das falsch, wenn auch möglicherweise auch aus Unkenntnis beworben wird. Die verbessserten Eigenschaften wurden 1967 veröffentlicht. Auch und gerade der aufgezeigte, hier erfolgte Handelsablauf spricht aber gegen patentierte Gentechnik.
    Letztendliche Sicherheit wird wohl erst dann eintreten können, wenn bei der Botschaft Argentiniens eine Anfrage nach der Zulassung zum Anbau von SPUNTA eingereicht und beantwortet wird. Vorerst sprechen jedoch mehr Anhaltspunkte gegen den Einsatz von Gentechnik

  8. Lese gerade die beiden neuen Kommentare, sehr gut, danke Tom und Anton für’s Mitschauen.
    Das wäre mein Ergebnis:
    Wolfgang: Das/die Problem/e, die entstehen könnten, wenn man erbgutveränderte Nahrung mit Vorsatz vom natürlich vorgegebenen Komplettsortiment entfernt und als potentiell ganzheitlich versorgendes Produkt zu sich nimmt, in der Hoffnung, sich mit allem Nötigen zu versorgen, was die Natur normalerweise an die Bäume hängt, sind eben noch nicht getestet worden. Da es aber kein Körperteil „Genetico“ als ablesbares Medium gibt, werden dann Magen, Darm, Knochen, Gelenke, Augen… oder was auch immer durch einen Ganzheitlichkeitsmehr- oder -minderwert Symptome aufzeigen, die überhaupt nicht mehr zuordenbar sind, da dazu keine Langzeittests gemacht wurden. Und ein Schild hängt uns auch nicht um unseren Hals, auf dem stünde, woher Symptome stammten. Also ist es doch besser, man vermeidet vorher, als dann das Nachsehen zu haben. Landwirtschaftliche Produkte haben viele Inhaltsstoffe, die ein gesundes Leben braucht. Wenn man etwas entfernt oder hinzufügt, fehlt oder verändert etwas…ist es nicht mehr das, was das Leben auf dieser Welt schon lange ermöglicht hat.

 Menschen lassen sich doch auch nicht ein Gen zum Wachsen eines Fells (selbst vom natürlich vorkommenden Lebewesen) einpflanzen, weil sie es besser finden, nun keinen Pelzmantel mehr kaufen müssen. Und wenn man dies täte, was richtete das inkorporierte Fell-Gen als lebendiger Organismus dann in der Folge an, dort – wo es nicht physio-LOGISCH vorgesehen ist? 

Sicher ist die Klage gegen Percy Schmeiser noch allen im Sinn, der sich gegen einen Saatgutriesen gerichtlich erfolgreich durchgesetzt hat, als man ihm vorwurf, er hätte das wunderbare Saatgut des Monopols gestohlen, weil der Wind seine Felder mit gentechnikfreiem Raps kontaminiert hatte, abgesehen davon, wie man zu Raps als Lebensmittel steht.
 Ein Schelm, der Böses denkt, sind dann also Genehmigungen für Gentechnik-Versuchsfelder, die man ausgerechnet neben die Felder der saatguterhaltenden Firmen setzt und so den Verkreuzungen mit den patentierten Züchtungen freien Lauf lässt… 


Und Anton, Ihren Link zu einer Firma, die das Produkt vermarktet, halte ich für nicht hilfreich, da alles, was nicht (neudeutsch) kennzeichnungspflichtig ist – nun also erlaubt ist, es eben auch nicht mitgeteilt werden muss. Andersherum gedacht: Würde etwa ein Scheidungswilliger vor Gericht die guten Seiten seines Partners nennen? Also wer wird zweifelhafte Eigenschaften seines Produktes benennen, wenn er etwas verkaufen will, denn die Nichtakzeptanz der Gentechnik ist weltweit sehr groß, obwohl https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/33130/#gsc.tab=0.
 Aber wie schon geschrieben, wenn es nur genug Leuten egal ist, wird es gemacht, denn wo ein Käufer, da ein Verkäufer.


    Christian2005, es scheint alles eine Sache der Rethorik zu sein, so dass evtl. bei einer Beschreibung einer Sorte nicht mehr Bezug auf genetische Veränderungen genommen werden muss:
 https://netzfrauen.org/2016/05/07/faktencheck-kartoffeln/


    Vielleicht ist das auch eine sog. CIS-Sorte, die ihren Namen behalten hat, 
aber neuerdings mit Gensequenzen beaufschlagt wurde: https://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCne_Gentechnik#Cisgenese

    Also gut hört sich das jedenfalls für mich nicht an und ich konnte keine Fa. entdecken, deren Anliegen die Saatguterhaltung ist, welche eine Sorte „Spunta“ anbauen würde.

 Die Fa. Dreschflegel erklärt z.B. auf ihrer Internetseite, wie man herkömmlich bei Kartoffeln die Sortenvielfalt erhält, Zitat: …“Kartoffelneuzüchtung über Sämlinge und nicht über genetische Modifikationen.“
    Die klassische Erhaltungsorganisation ARCHE NOAH schreibt… „Das heißt die Sorten in unserem Archiv werden in ihren Eigenschaften so erhalten wie sie zu uns gekommen sind, ohne diese zu verändern. Das bedeutet, dass das gesamte genetische Potential – darunter gute Eigenschaften wie zum Beispiel Kältetoleranz, ebenso erhalten werden wie ggf. weniger gute Eigenschaften wie geringe Wüchsigkeit. An erster Stelle steht die Überlegung nach der Nutzung. Etwa am Beispiel der Karrotte: Möchte ich eine leckere Lagerkarotte? Eine Saft-Karotte? Oder eine Sommersorte? Sobald das Ziel klar ist, kann mit den ersten Schritten – Sichtung und Selektion – begonnen werden. Verschiedene Sorten innerhalb einer Kulturart werden auf die vorab ausgewählten Eigenschaften gesichtet und durch Selektion auf diese Eigenschaften hin entwickelt. Dies ist ein sehr langwieriger Prozess, der meist viele Jahre dauert.“
    Nun zwei Links zur freundlichen Beachtung und wer auch immer voneinander abgeschrieben hat, eine Zeitung dieser Couleur wird doch wohl ihre Texte mit Quellen hinterlegt haben(?):
    http://www.essenz.at/blog/die-kartoffel-ein-vielseitiger-und-koestlicher-bodenschatz/ Dr. Claudia Nichterl, Ernährungswissenschafterin, Ernährungsberaterin nach TCM, Buch-Autorin, Inhaberin des Essenz Kochstudios in Wien

    Und da muss ja wohl was dran sein, denn textgleich schreibt genau dasgleiche: https://www.brigitte.de/gesund/ernaehrung/gesund-essen–power-gemuese–das-sollten-sie-jetzt-essen–10182892.html

    „Schon gewusst? Wer den Kampf um die beliebte Kartoffelsorte „Linda“ mit verfolgt hat, weiß, dass Kartoffel nicht gleich Kartoffel ist. Der Geschmack ist sehr unterschiedlich. Werden Ihnen „Diamant“, „Spunta“ und „Jaerla“ angeboten, lehnen Sie ab! Bei diesen holländischen Sorten handelt es sich um Schnellzüchtungen, die mit viel Chemie unterstützt und ohne Aroma auf den Markt kommen. Wenn Sie blaue Kartoffeln sehen, sollten Sie dagegen zugreifen – und das intensive Aroma dieser uralten Sorte genießen.“

    Und hier also noch etwas zu Schnellzüchtungen: http://www.praxis-aquasana.ch/behandlung/ernaehrung
    – rapid sinkende Nährwerte in Nahrungsmitteln (Frucht- Gemüseinhalte beinhalten durch „Schnellzüchtung“ oft bis 60% Wasser, d.h. viele sekundären Pflanzenstoffe fehlen)!
    Es gibt übrigens Forscher, die genetische Modifikationen vornehmen, um den konventionellen Züchtungsprozess zu beschleunigen und Pflaumenbäume gentechnisch so verändert, dass sie nur im Gewächshaus überleben können, welches durch Einschleusung eines Gens in ihrem Leben viel früher in ihrem Dasein beginnen zu blühen als konventionelle Sorten und dann noch hören sie nicht mehr auf zu produzieren. 
Willkommen in Frankensteins Labor! Wo ist so etwas noch naturgewollt? Die Natur muss der Mensch nicht manipulieren. Die weiss selbst, was gut für sie ist, Beweis: Sie war schon da, ohne dass manipuliert wurde. Oder hat sie Fehler gemacht? 
Aber unser aller Bill wird uns dann schon helfen, wenn wir alles verpfuscht haben werden:
 http://www.engdahl.oilgeopolitics.net/print/Saatgutbank%20des%20Bill%20Gates%20in%20der%20Arktis.htm

    Gern lese ich nachhaltige Fakten, wenn ich falsch liege.

    All‘ das findet sich im Weltnetz, wenn man denn sucht.
    Weitere Eingeständnisanforderungen nur noch gegen Vorkasse, an wen auch immer 🙂

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.