Ohne Verschuldung keine Reaktivierung

Asunción: Mario Abdo hält an etwas fest, was weltweit als einziges Mittel für eine Aufblühen der Wirtschaft hergenommen wird. Paraguay ist trotz der Kritik nicht schlecht positioniert. Doch wie lang noch?

Mit Währungsreserven in Höhe von 8,8 Milliarden US-Dollar und einer externen Schuld von 10,7 Milliarden liegt man bei ungefähr 31% des Bruttoinlandsprodukts, was im Vergleich zu großen Ländern, eigentlich recht gering ist. Andere Länder haben jedoch eine größere Industrie, etwas was Paraguay dringend fehlt.

Bisher nahm man rund 1,6 Milliarden US-Dollar an neuen Schulden auf, um fehlende Staatseinnahmen wett zu machen, Löhne weiterzuzahlen und Unterstützungen für Arbeitnehmer zahlen zu können. Die besagten Unterstützungszahlungen sollen bis Ende des Jahres bezahlt werden, Zeitpunkt zu dem man hofft wieder vollkommene Normalität einkehren zu lassen.

Die Verschuldung an sich ist nicht das Problem, sondern die transparente Umsetzung der Maßnahmen mit besagtem Geld. Nur wenn davon nicht eine Drittel oder mehr in dunkle Kanäle fließt, kann überhaupt ein positives Ergebnis erwartet werden. Sollte man keines zustande kommen lassen, braucht es auch keine neue Verschuldung. Abdo erklärte gestern in Ypané, dass die kommenden 350 Millionen US-Dollar Neuverschuldung als Hilfe für die Grenzstädte eingesetzt werden sollen.

„Niemand rettete sich vor der Pandemie. Es gibt kein einziges Land welches sich vor der Quarantäne und der Wirtschaft retten konnte. Wenn wir nicht mit den traditionellen Konstrukten brechen, kann unsere Wirtschaft den Bach hinter gehen“, rechtfertigte Abdo sein Handeln.

Wochenblatt / Abc Color / La Nación

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2 Kommentare zu “Ohne Verschuldung keine Reaktivierung

  1. Der Auftrag zur Ueberschuldung und des Stehlen und Verbrennen von volksvermoegen ist im Sinne der NWO da nur das die Vernichtung des Mittelstandes und zukünftiges Elend der Bevoelkerung garantiert. Das ist weltweit das gleiche Spiel. Dagegen hilft nur das totale Verbot von Krediten an die öffentliche Hand. Das waere durch einen einfachen Verfassungszusatz zu erreichen der Kredite an die öffentliche Hand verbietet und unter Strafe stellt. Damit wuerde dann der Kreditgeber bestraft.

  2. Amos Reichsfreiherr Ochs von Oxenleben

    Als dieser Araber anfing lag die Verschuldung bei 22%. Er hat es also geschafft in nicht mal 2 Jahren fast 10% Schulden anzuhaeufen. Wetten dass der Grossteil dafuer fuer die gigantomanen Bauten des MOPC bestimmt sind schoen nach der Wirtschaftstheorie dass man sich fuer Infrastruktur ruhig verschulden kann. Leider verwandelt sich die Infrastruktur nur selten in vermehrter Produktivitaet sondern das foerdert nur die Bequemlichkeit von elitaeren Kasten und Grossunternehmer. Strassen haben eine hohe „burn rate“ so dass man diese lieber dem Staat ueberlaesst zu bauen. Eine Schwertransporteisenbahn wuerde als biozeanische Verbindung mehr sinn machen als eine 4 spurige Autobahn. Lass die Eisenbahn auf 50 Km/h fahren um so den verschleiss zu minimieren und schick das Ding nur los wenn es vollbeladen ist mit der maximalen Anzahl von Waggons angehaengt. Aber eben dann koennen die Mennoniten nicht den Zug kontrollieren was sie aber bei einer eigenen Transportflotte aus LKW’s koennen – der Zug setzt eine hohe Zivilisation voraus wo der LKW basierte Transport eine individualistische zersplitterte misstrauische Gesellschaft voraussetzt. Der Zug ist eine optimalere Nutzung von Ressourcen denn dieser hat nur einen Motor wo aber die LKW Flotte 30 Motore hat die unterhalten werden wollen. Man koennte auch bei einer Eisenbahn weniger stehlen mittels Regierungsauftraege denn die Schiene duerfte durchaus kostenguenstiger zu unterhalten sein – vorausgesetzt die Zugtechnologie des 2. Weltkrieges wird eingesetzt nur mit staerkerer Diesellock die weit mehr Waggons ziehen kann.
    „Trains would consist of an average of 60 cars and hence, have a carrying capacity of 4,440 tons. A modern railcar has a gross capacity of 286,000 lbs or 125.5 tons moving in trains consisting of 100 cars or more, yielding a total carrying capacity of 12,500 tons, an increase of over 181% in carrying capacity.“
    Jeder LKW kann etwa 30 Tonnen transportieren wo jeder Waggon 125 (4 LKW’s) Tonnen transportieren kann. Der Zug haette 100 Waggons und somit eine Transportkapazitaet von rund 416 LKW’s pro Tag wenn er dann jeden Tag eine Fahrt macht von 500 Km in 10 Stunden. Damit koennte man den ganzen Schwerlasttransport per LKW der 3 Mennonitenkolonien im Chaco mit nur einer Fahrt im Monat machen (etwa 270 Schwerlastertransporte im Monat so dass nur etwa der halbe Zug mit Kooperativsguetern belegt waere) anstatt dass jeden Tag 2 oder 3 LKW’s nach Asuncion gehen. Man haette ja dutzende Zuege mit 100 Waggons die dann von der brasilianischen Kueste bis nach Chile fahren. Bau die Gleise am Autobahnrand ein und schon hat man 2 Fliegen auf einen Schlag.
    Aber eben der individualistische Ganadero will lieber in der Protzkarre dahinkutschern wann er will anstatt im Zug dahinputschern.

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