Online-Handel wächst

Der Online-Handel stieg in 2014 an, nicht nur bei internationalen Einkäufen, sondern auch innerhalb Paraguays wurden mit 69.000 Transaktionen 4,2 Millionen US-Dollar umgesetzt, trotz des gestiegenen Dollars.

Zwischen Januar und Mai des laufenden Jahres verkauften sich online Waren und Dienstleistungen für rund 2 Millionen USD in paraguayischen Online-Stores, die Umsätze generierten vorwiegend Supermärkte, Fluglinien, Kataloghändler, Ticketverkäufer für Veranstaltungen, Elektrohändler und Buslinien. Den 2 Millionen USD liegen 34.000 Operationen zugrunde, die sich wiederum auf 87 Händler verteilen, sieben Prozent der Kunden bestellten aus dem Ausland und 93% lokal.

Im Vergleichszeitraum 2014 wurden mit 28.000 Verkäufen lediglich 1,6 Millionen USD verdient, die sich auf 77 Händler verteilten, lediglich 90% der Käufe kamen aus Paraguay. Der Umsatz stieg also somit um 25 Prozent während sich das Transaktionsvolumen um 22% nach oben bewegte.

Auch der Einkauf in internationalen Shops aus Paraguay stieg. Wurden in 2014 noch mit 451.399 Verkaufsabschlüssen 32.760.575 USD erzielt waren es 2015 immerhin 41.268.386 USD, eine Steigerung um 26%.

Die Daten basieren auf der Auswertung von Kreditkartenabrechnungen des paraguayischen Kreditkarten-Monopolisten Bancard.

Die Ungnade der frühen Geburt

shops.com.py

Der Schreiber dieser Zeilen machte 2010 eine leidvolle Erfahrung mit der Entwicklung einer speziell auf Paraguay abgestimmten Plattform für Online-Shops. Die Firma Bancard verwehrte uns damals den Zugang zu ihrem Abrechnungssystem, mit dem Argument, man wolle die Zahl der Entwicklerfirmen, mit denen man zusammen arbeite, verringern.

Wir wurden für die Integration auf bestehende Partnerfirmen verwiesen, denen sämtlich das Know-how für die von uns verwendeten Technologien fehlte und andererseits unbezahlbar teuer waren. Wir sind dann auf eine nordamerikanische Kreditkartenfirma ausgewichen, die sogar deutlich günstiger war, aber die verdienten Beträge nur mit zweimonatiger Verzögerung nach Paraguay überwies.

Potentielle Kunden hatten große Angst vor Online-Betrug und standen vor der Frage, wie die Distribution der Ware landesweit sicher gestellt werden kann. Der Tenor war: Es ist noch zu früh für Online-Handel in Paraguay. Wir gewannen einige Kunden aus dem Ausland, aber nicht einen einzigen in Paraguay. Alle Einkäufe im Land in 2014 verteilten sich auf 113 Online-Anbieter, so gesehen ist es immer noch zu früh; für eine rentable Plattform hätten wir mindestens 400 Shops benötigt.

Quelle: 5días

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1 Kommentar zu “Online-Handel wächst

  1. Solange in Paraguay kein wirklich funktionierender Paketdienst, geschweige denn eine funktionale Post, exisitiert, wird der Onlinehandel sich nicht in einem tragfähigen Rahmen entwickeln.
    Daneben sollte man nicht vergessen, dass bisher nur ein geringer Prozentsatz der Bevölkerung Zugang zum Internet hat, auch wenn die Zahlen von Claro, Tigo, usw. suggerieren mögen, dass alle Zugang zum Inet haben.
    Und viele Unternehmen aus Paraguay die ein eigene Website betreiben, nennen nicht einmal die Preise ihrer Produkte. Von den oft chaotischen Zuständen auf deren Websites möchte ich jetzt nicht näher eingehen. Es ist einfach oft erschreckend was dort geboten wird. Aus meiner Sicht sollten es viele Unternehmen besser unterlassen.
    Paraguay ist und bleibt immer noch ein Dritte Welt Land. Auch wenn es nach Außen hin nicht so scheint. In den Köpfen sind sie es definitiv.

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