Palmsonntag in Zeiten von Covid-19

Santa Maria de Fe: Gestern war Palmsonntag. In Zeiten von Covid-19 sind die katholischen Gläubigen von den Gottesdiensten ausgeschlossen, aber es gibt Fernsehübertragungen oder das Internet ist eine alternative Lösung.

Die Mönche des Klosters San José in der Gemeinde von Santa Maria de Fe, Departement Misiones, feierten gestern die Palmsonntagsmesse in ihrer Einrichtung. Die Abtei befindet sich 242 Kilometer von Asunción entfernt. Gestern wurden die traditionellen Palmen hinter verschlossenen Klostertüren geflochten, die dann in der Eucharistie den Segen erhielten. Die Familien konnten die Liturgie von zu Hause aus durch eine Live-Übertragung mit verfolgen.

Die Messe, die am gestrigen Sonntag um 09.00 Uhr stattfand, wurde über soziale Netzwerke durch das Programm Paracuaria Liturgica übertragen. In allen Pfarreien und Kirchen von Misiones fand die religiöse Feier wegen der Quarantäne durch das Covid-19-Virus hinter verschlossenen Türen statt.

In einer völlig untypischen Karwoche waren die Straßen leer und ohne Palmenverkäufer. Die Gläubigen wurden gebeten, in jedem Haus einen kleinen Altar mit dem Kruzifix, der Bibel, einer oder zwei Kerzen, einem Bild der Jungfrau Maria und den Palmbüscheln vorzubereiten.

„Der Glaube, der in unsere Herzen gesät wurde, webt und flechtet heute einen Strauß von Gebeten, um Dich, Herr, zu bejubeln. Gesegnet ist der, der im Namen des Herrn kommt, Hosanna im Himmel“, sagte Pater Wilber Mendoza, der Abt des Klosters, während seiner Predigt.

Die Mönche führen ein Leben des Gebets und der Arbeit im Kloster. Pater Mendoza wies darauf hin, dass die tägliche Reflexion für die Bekehrung, für die Kranken, für die Leidenden, für die Absichten der Gläubigen, für den Frieden und nun für die Überwindung der Pandemie, die die Menschheit überwältigt, bestimmt sei.

Wochenblatt / ABC Color

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2 Kommentare zu “Palmsonntag in Zeiten von Covid-19

  1. Die beiden großen Berliner Landeskirchen – die Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz sowie das katholische Erzbistum – hatten 2019 massiv Kirchenaustritte zu verkraften
    Nachrichten aus Deutschland
    Für die Einen sind die Kirchenaustrittler kluge Menschen, für die guten Christen sind sie einfach des Teufels.

    1. Ein sehr naher Verwandter von mir, Jg. 1933, gestorben, hat mir erzählt, wie das zu und her ging nach dem natürlichen Tode des Vaters (9 Geschwister, Bauernhof) mit einem jähzornigen Stiefvater, erzkoservativer Christ, getäubelt wie der Teufel, wenn ihm etwas nicht in den Kram passte. Mussten damals zur Beichte die Kinder, ob sie wollten oder nicht, den Pfaffen beschäftigen. Jahrzehntelang „freiwillig“ Kirchensteuern bezahlt. Im homogenen Kirchenverein ist ja das Kleinvieh, welches auch Mist macht, automatisch Mitglied und herzlich eingeladen stetig Kirchensteuern zu bezahlen. Muss man explizit kündigen diese Mitgliedschaft.
      Doch als in den 90-er immer mehr Fälle ans Tageslicht kamen, wie sehr einige dieser frommen Brüder Kinderlein lieben, dann in den 00-er Jahren aus der röm.-kath. Kirche ausgetreten.
      Fazit: Religionsfanatismus kann bleibende Schäden hervorrufen bei unschuldigen Kindern. Gut nimmt der Stellenwert innerhalb der Gesellschaft dieser aufdoktrinierten alten abergläubischen Weltanschauung immer mehr ab.

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