Papst beklagt sich über Diskriminierungen

Vatikanstadt: Papst Franziskus bedauerte zu Beginn der Amazonas Synode in seiner Rede die Verachtung der Indigenen und erinnerte an Diskriminierungen, die vor allem Bolivianer und Paraguayer ausgesetzt sind.

Er sagte, es tue ihm weh, dass in seinem Land, Argentinien, die Bolivianer als “kleine Bälle“ und die Paraguayer als “Regenschirme“ bezeichnet werden, vor allem dann, wenn sie als Kopfschmuck Federn tragen würden.

Der Papst forderte in seiner Eröffnungsrede auf, “sich auf Zehenspitzen den Völkern des Amazonas zu nähern. Respektieren Sie ihre Geschichte, ihre Kulturen und ihren Lebensstil, im etymologischen Sinne des Wortes und nicht sozial, wie wir es oft tun“.

Er prangerte an, dass in der Vergangenheit “unter Parolen wie Zivilisation und Barbarei“ die ursprünglichen Völker bis in die 80er Jahre vernichtet worden seien und sprach von der gegenwärtigen Verachtung auch in seinem Land Argentinien, wenn sie sich auf diejenigen beziehen, die die Ureinwohner seien und sie “kleine Bälle“ (Bolivianer), “Regenschirme“ (Paraguayer) oder “schwarze Köpfe“ genannt werden.

„Ich war sehr traurig, hier eine spöttische Bemerkung über diesen Indigenen zu hören, der die Opfergaben mit Federn auf dem Kopf trug (während der Heiligen Messe zur Eröffnung der Synode). Sag mir: Was ist der Unterschied zwischen dem Tragen von Federn, Hüten oder Kappen oder Mützen?“, fragte Francisco und die Anwesenden im Raum begannen zu applaudieren.

Die Synode begann am Montag und geht bis zum 27.Oktober. Der Papst sagte weiter, dass diese Tagung die Gefahr berge, “einfach pragmatische Maßnahmen vorzuschlagen, wenn wir nicht dazu aufgefordert werden, die Völker zu betrachten und einen tieferen paradigmatischen Ansatz hervorzubringen“. „Wir sind nicht hierhergekommen, um Programme für die soziale Entwicklung oder das kulturelle Sorgerecht, museale oder nicht kontemplative Aktionen zu erfinden“, sagte Franziskus.

Er kritisierte die “Abholzung und Ausbeutung“, die einige in die Praxis umsetzen und die “die Poesie und Realität der Völker, die souverän sind, nicht respektieren“. Er erinnerte die Männer der Kirche daran, dass zur Debatte der “synodale Weg“ und nicht die “Räume“, die “runden Tische“ und die “Konferenzen“ notwendig seien und die “Synode kein Parlament oder ein Call Center ist, um zu demonstrieren, wer mehr Macht über die Medien und wer mehr Macht in den Netzwerken hat, um eine Idee oder einen Plan durchzusetzen“.

Wochenblatt / ABC Color

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5 Kommentare zu “Papst beklagt sich über Diskriminierungen

  1. Dieser Papst ist einer der Wenigen, der:
    1.) Jesuit ist und
    2.) keinen goldenen Siegelring trägt.

    Was will der Schhöpfer uns damit sagen?

    1. Kuno Gansz von Otzberg

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      …dass er einer der groessten Oekumeniker aller Zeiten ist und die Katholische Kirche sturmreif geschossen hat fuer den Antichristen.
      Urbi et Orbi!
      Ich hatte mich schon als Papst beworben aber leider wollte mich niemand – die einzige Stimme die ich bekam war meine eigene (da ich die anderen nicht bestach wie anno dazumal Rodrigo de Borgia dann Alexander VI).

    2. Kuno Gansz von Otzberg

      Antworten

      „Papa de la gente“ will das vor allem zeigen.
      Er gibt sich volksnah und universalistisch – so wie eben der moderne Protestantismus auch. Man trete und trampele nur genuegend auf die Bibel herum und schon stuermen die „Believers“ das Bierzelt mit Kirchenturm – senk die Latte, und so kommt sogar der groesste Fettsack ueber die Hochsprunglatte ohne viel pusterei gemuetlich wabbernd hinueber und quacks auf die Sportmatte. Senkung und dann Eliminierung aller Prinzipien, Cafeteria in der Kirche, etc ist die Devise – sowas nennt sich „Heilsoptimismus“.

  2. Dieser Bischof von Rom spinnt doch. Er behauptet, in Argentinien bezeichne man Paraguayer als „Regenschirme“, weil sie Federn als Kopfschmuck tragen. Eine argentinische Abkürzung des Wortes „Paraguayo“ ist „Paragua“ , und Paragua ist nunmal in Spanisch ein Regenschirm. Das hat mit Regenschirm überhaupt nichts zu tun, und der Bischof von Rom als curepa sollte dies eigentlich wissen.

  3. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    Hier die Oekumene aus sicht der Katholiken:
    Das gößte Problem des Konzils – Prof. Dr. Georg May https://www.youtube.com/watch?v=qoijfCCYTn8
    Papst und Kirche heute – Dr. Gregorius Hesse https://www.youtube.com/watch?v=CHUfCjnPoaA&t=259s
    Über die Ökumene – Dr. Gregorius Hesse https://www.youtube.com/watch?v=qsOgakhu3HA&t=5897s
    Siehe auch das neueste Schlamassel mit dem synodalen Schreiben dieses Papstes „Amoris Laetitia“ (2016).
    Kirchenspaltung damals und heute – Prof. Dr. Georg May https://www.youtube.com/watch?v=y2Tse-_5c8U
    Fast 1:1 kann man die katholische Problematik auf den Protestantismus und Mennonitismus uebertragen – die Schwachstelle von allen ist der Poebel, also das gewoehnliche Volk, die Landser.
    Auch bei den Mennoniten haeufen sich die Ehescheidungen und die Kirchen die ehemals fuer 300+ Churchgoers gebaut wurden, sind haeufig nur zu 1/4 gefuellt, es sei denn man bringt da Rockmusik.

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