Paraguay: Die Mennoniten wollen auswandern

Nach den jüngsten Ereignissen fühlt sich vor allem die mennonitische Bevölkerung ungeschützt. Eine vermehrte Unsicherheit macht sich breit. Dies bestätigte Edwin Reimmer, Mitglied der Vereinigung der mennonitischen Kolonisten in Paraguay.

Dies ist aber nicht nur bei den Mennoniten der Fall, auch andere Eingewanderte denken über ihr weiteres Vorgehen nach. „Die Mennoniten sehen Paraguay als ihre Heimat an und wollen hier leben, produzieren und arbeiten. Mittlerweile haben wir aber eine Situation, die die Dinge kompliziert“, erklärte Reimmer. Er beschwerte sich, dass es Gruppen von Mennoniten gäbe, die ernsthaft darüber nachdenken würden, Paraguay zu verlassen. „Wenn eine Gruppe, die friedlich in dem Land arbeitet und versuchen sollte das Land zu verlassen, ist das ein schlechtes Image für Paraguay und ein schwerer Rückschlag in Richtung Zukunft“, betonte Reimmer.

Er erinnerte nochmals an die zwei entführten Mennoniten, Abraham Fehr, der 357 Tage gefangen gehalten wird und Franz Wiebe, der am vergangenen Mittwoch verschleppt wurde.

Reimmer betonte, dass, aufgrund der großen Anliegen der mennonitischen Siedler bezüglich weiterer Entführungen, sollten Maßnahmen so schnell wie möglich umgesetzt werden. Deshalb müsse man mit der Regierung gemeinsam Strategien für eine Bekämpfung der Kriminalität entwickeln. Sollten wirklich Mennoniten oder andere ausländische Volksgruppen den Rückzug antreten wäre das wohl ein deutlicher Rückschritt. Denn ohne die Eingewanderten würden wahrscheinlich einige Paraguayer noch unter anderen Umständen leben.

Quelle: ABC Color

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20 Kommentare zu “Paraguay: Die Mennoniten wollen auswandern

  1. “ Denn ohne die Eingewanderten würden wahrscheinlich einige Paraguayer noch unter anderen Umständen leben.“

    aber mit sicherheit wäre paraguay ohne die mennoniten ein 4. weltland und lebten in der steinzeit……

  2. Wie wäre es wenn wir „Mennoniten“ anfangen würden umzudenken. Ich denke da an gutes tun an den Armen Nachbarn und nicht nur am Eigenem Gewinn festhalten? Eine Feindliche Gesinnung Ihnen gegegnüber wird nicht Lösungen bringen.

      1. Ganz einfach – schau dich mal z.B. in Loma Plata um oder in anderen großen und modernen Mennonitenansiedlungen.
        Die Mennoniten haben Riesiges geleistet, ohne dessen Paraguay heute – wie schon von anderen kommentiert – ein 4. Weltland wäre.
        Aber….. die Mennoniten sind auch wiederum keine „Gutmenschen“, die zum Wohle anderer arbeiten und sich abrackern. Sie arbeiten für ihren Gewinn und dafür „halten“ sie sich Indianer fast wie zu Urzeiten die spanischen Eroberer. Gewinnmaximierung geht über Menschengesundheit, Gemeinwohl der Mennoniten über Gemeinwohl der Gesamtbevölkerung.
        Aber – wo ist das denn nicht der Fall? Es geht immer um die Gewinnmaximierung, auch im goldenen, schwarz-roten Deutschland.
        Und wenn der Staat nicht am Schutz der Mennoniten interessiert ist, weil in erster Linie gesehen wird, dass man sich vielleicht deren Ländereien angeignen kann, dann gehen die Mennoniten eben woanders hin. Sie waren eh schon in Deutschland, Russland, Kanada usw.
        Sie werden immer auf die Füße fallen, weil sie arbeitsam und intelligent sind und ihre Ellenbogen zu verwenden wissen.

    1. Heinrich
      Wenn ich meinen Hintern auf Arbeit bewege, arbeite ich auch, möchte ich was dafür sehen. Es gibt da nichts um zu verteilen.Selbst wenn sie umverteilen; ist das keine Lösung des Problems.Sie verstärken noch den Neid!
      Geschenke sehen immer gut aus,Hilfe zur selbst Hilfe wäre angebracht.
      Landreform, INDERT-Titel nicht mehr 10.Jahre fest sondern 30.Jahre,wird das ganze nicht mehr selbst Bewirtschaftet von der Familie,fällt das Land wieder an die INTERT.Abgabe zur Nutzung/Verkauf an andere Untersagen.
      (Einige Landlosebauern sind die 5.Kolone einiger Großgrundbesitzer.) Das kann nur die Politik!

  3. Als Jesus Cristus gläubige Menschen sind wir schuldig, unseren Feinden zu lieben. Ich geb zu das es keine leichte Sache ist. Unsere Armen Nachbarn helfen wäre eine Praktische Umsetzung.

    1. …und wenn sie nicht gestorben sind leben sie heute noch sagen die Gebrueder Grimm und gretchen in Goethes Faust sagt Heinrich mir graut vor Dir. In Ewigkeit, Amen

  4. Morbus ignorantia

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    Wer glaubt denn schon an Jesus Christus? Religionen halten uns mit ihren fundamentalistischen Glaubensinhalten in einer kindlichen Welt des angeblichen „Wissens“ fest. Es ist an der Zeit, aus dieser Sackgasse der menschlichen Entwicklung herauszutreten.

    1. Mit der Sackgasse der menschlichen Entwicklung hat Jesus der Christus nichts zu tun. Ganz im Gegenteil, er hat davor gewarnt und hat sein Leben dafür gelassen. Kapitalismus und Christentum sind Gegensätze, darum dieser innere Zwist der Christen, diese Unordnung, dieser Streit, diese Unzufriedenheit und die ewige Schuld. Christus wollte daß die Menschen frei sind und die Schreiber der Bibel haben aus seinem Tod eine ewige Schuld gemacht. @Heinrich, sag deinem Pfaffen er solle doch die Bibel der Lüge bereinigen, so tut er mal was nützliches für sein Geld.

  5. Morbus ignorantia

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    Jesus ist weder Gott noch Gottes Sohn. Die so genannte „Heilige Schrift“ ist ein einziges Lügengbilde mit über füntausend Fehlern und Widersprüchen. Gäbe es einen Gott und eine von Gott gegebene Religion, so wäre diese perfekt und die Bible ohne jegliches Fehl. Also liebe Leute: nachdenken!

  6. Ich kenne die Bibel sie hat keine widerspueche. Aber es gibt einen grossen liebevollen Gott der durch uns Fehlerhafte Menschen wirkt also Fehler gibt es aber die machen wir.

    1. Nun, wenn man die Fehler in der Bibel nicht erkennt, kann man getrost alles glauben. So geht es auch mit den anderen Religionen, etwa dem Islam. Jeder Mensch hat seinen eigenen Schreibstil. So weiß man durch entsprechende Computer- Analysten, dass die einzelnen Bibel-Kapitel wie Matthäus usw. usw. von vielen verschiedenen Menschen geschrieben wurden. Die Bibel kenne ich übrigens auch und komme nicht umhin, bei jedem Lesen die Haare zu raufen. Wie dem auch sei: Jedem das Seine! Das Alte Testament wurde dahingehend gefälscht, dass die Prognosen bzw. Voraussagen hinsichtlich des Neuen Testamentes eintrafen. D. h. diese Prognosen wurden nachträglich eingefügt. Das ist keine Kunst! Also: ein einziges Lügengebilde.

  7. Brigitte Theresia

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    Jeder wie er will. Reisende soll man nicht aufhalten. Weltweit gibt es so manche schwierige Situation. Jedoch – soweit ich das bis jetzt beurteilen kann, ist Paraguay trotz der Vorkommnisse noch ein Paradies gegenüber anderen Ländern.

  8. mal zurück zum eigentlichen Thema…wohin sollten denn die Mennoniten auswandern? Ich könnte mir auch vorstellen, dass dies von bestimmten Kreisen gewünscht ist, man könnte da unter Umständen billig an Ländereien kommen; und dann noch mehr abholzen für noch mehr Soja

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