Paraguay, ein “Paradies“ für den Terrorismus

Asunción: Paraguay sei nach wie vor ein “Steuerparadies für den Terrorismus“ und das habe sich mit der neuen Regierung nicht viel geändert, sagte der internationale Analyst Emanuele Ottolenghi.

„Diejenigen, die nach Paraguay kommen, um zu investieren und Geschäfte zu tätigen, müssen wissen, dass das Finanzsystem, das Ländersystem, die öffentliche Ethik und das Ausmaß der Korruption ein Risiko für Investoren und internationale Banken darstellen“, warnte Ottolenghi, ein renommierter Politik- und Sicherheitsanalytiker in den Vereinigten Staaten, der die Aussagen in einem neuen Artikel bestätigt. Dabei betont er, dass Paraguay nach wie vor ein Paradies für organisierte Kriminelle und sogar Terroristen wie die Hisbollah sei.

Er beharrte darauf, dass diese Regierung trotz einiger guter Ansätze, insbesondere bei der Bekämpfung von Drogenkartelle, nach wie vor die staatlichen Behörden korrumpiert und illegale Einwanderer operieren lasse. Im Zuge dessen seien kaum Fortschritte im ganzen Land erkennbar.

„Ich denke, das Problem ist eine sehr geringe öffentliche Integrität der führenden Politiker in Paraguay. Bei allem Respekt hat das Land einen Präsidenten, der das Jubiläum von 30 Jahren Demokratie vergessen hat“, sagte Ottolenghi.

Er war besonders kritisch gegenüber Vizepräsident Hugo Velázquez und der Situation des in Viñas Cue inhaftierten Abgeordneten Quintana wegen angeblicher Verbindungen mit Reinaldo Javier “Cucho“ Cabaña.

„Diese ganze Geschichte, die sich in Ciudad del Este abspielt, mit dem Druck der Staatsanwaltschaft auf die Situation des Abgeordneten Quintana, ist eine Schande. In einem demokratischen Land darf dies nicht passieren. Dass der Vizepräsident das Recht einräumt, sich öffentlich einzumischen, um einen Politiker zu unterstützen, der verdächtigt wird, Verbindungen in das Drogenmilieu zu pflegen und ihn zum König der Stadt des Verbrechens zu machen, ist besorgniserregend“, erklärte Ottolenghi.

Er war der Ansicht, dass die Situation in Paraguay durch die vorherige Regierung unter Horacio Cartes verschärft werde, in der er der Meinung ist, dass es keinen direkten Kampf gegen den Schmuggel von Zigaretten und Drogen gebe, was nach den Ergebnissen zu bewerten sei.

„Während der Cartes-Regierung war die Straffreiheit bei der Abwicklung des Zigarettenschmuggels offensichtlich“, sagte er und fügte hinzu, dass dies aufgrund der Interessenkonflikte, die er als einer der Hauptproduzenten der geschmuggelten Marken hatte, logisch gewesen sei.

„Im Fall von Cartes war es offensichtlich im Hinblick auf die Bekämpfung des Zigarettenschmuggels. Als größte Besitzer von Tabakwaren, die illegal auf der gesamten Hemisphäre ankommen, hatte er ein riesiges Problem, das nicht berührt werden konnte. Jetzt denke ich, dass man den Schmuggel besser bekämpfen kann, aber ich glaube nicht an eine gravierende Verbesserung in dieser Angelegenheit“, sagte er.

Die Berichte und Meinungen von Ottolenghi haben bereits zu Konfrontationen mit der jetzigen Regierung geführt. Außenminister Luis Alberto Castiglioni blockierte dessen Nachrichte auf seinem Twitter-Account.

Wochenblatt / ABC Color

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13 Kommentare zu “Paraguay, ein “Paradies“ für den Terrorismus

  1. Ja, es gibt sie, Analysten und Denker. Wenigstens im Ausland.
    Ich denke, wenn Paraguay zu Recht, Ordnung, Politiker, die nicht nur an ihren Geldbeutel denken, sondern für das Land und Bevölkerung, und Durchsetzungskraft der Behörden bezüglich Einhaltung dieser Gesetze käme, dann würde es den Menschen wirtschaftlich sehr schlecht gehen.
    Die Ausnahme bestätigt natürlich die Regel, ich denke Firmen wie Frutika und Ochsi und andere leisten schon was, aber sonst kann ich nicht viele Firmen erkennen, die sich ein Bein ausreißen würden, nicht mit Gesetzesumgehung, überhöhten Preisen, Raubau an der Natur etc. zu wirtschaften. Bsp: alle 200 m eine Tankstelle, die haben doch keinen doppelten Schutz die Tanks, läuft doch viel ins Grundwasser.
    Und Politiker, naja, keiner der mir sympathisch wäre bezüglich für was er einsteht. Mein Kommentar ist natürlich nur meine Meinung und die kann dieses Land nicht genügend bewerten, da meine Meinung noch zu wenig Lang im Land lebt.

  2. Dieser Ottolenghi soll doch in seinem Staat und seiner Regierug Analysen erstellen. Grad mit der momentanen Regierungskriese und Ausnahmezustand haette er da eine Menge Arbeit ohne sich fremd einzumischen wo es ihn wenig angeht.

    1. Die Kritik an Ottolenghi ist nun wirklich nicht angebracht. Wenn von außen nicht der Finger in viele eidrige Wunden in diesem Land gelegt würden, bewegte sich ja überhaupt nichts mehr. Das könnte den Korrupties und sonstigen Verbrechern in Paraguay gefallen, daß über all ihrem Lug und Trug ein Mantel des Schweigens ausgebreitet würde. Aber Sie reagieren hier wie wir es gewohnt sind: Kritik ist nicht zulässig und wem es nicht paßt der solle doch das Land verlassen. Nochmals, solche Leute wie Sie sind schuld daran, daß sich im Lande nichts wirklich zum Positiven verändert. Vermutlich weil sie die Nutznießer dieser Zustände sind und daher daran nicht ändern wollen.

  3. In welchen Land der Welt gibt es bitteschön eine Demokratie? Überall regiert nur der Filz, selbst im ach so korrekten Deutschland, man betrachte nur mal die Geschichte von Stuttgart 21, da hat man Demokratie!

  4. Die Worte des Analysten sind ein „Schlag in die Fresse“ für die hiesige Politikerkaste. Kritik in diesem Land und die Leute ist verboten, deswegen kriegt der wahrscheinlich ein Einreiseverbot, siehe auch Reaktion vom Aussenminister.

    Gemaess https://de.wikipedia.org/wiki/Emanuele_Ottolenghi ist er offensichtlich ein grosser Israel-Freund, daher auch keine Worte zum Fall Messer.

    1. Auch ein Analyst muss von was leben und Auftraggeber finden und dann gilt das Sprichwort:
      „ Wessen Brot ich esse dessen Lied ich singe“

    2. Hallo Philipp, so wahr ich Ihren Kommentar auch finde, so ein „Schlag in die Fresse“ ist die Studie für hiesige Politiker nicht, eher ein Leistungsausweis, weil eine Einsicht gerade mal nichts fürs Land zu tun fehlt.

  5. Ich finde @Hans hat schon recht mit seinem Kommentar. Die USA haben auch genug Probleme zu lösen und mit dem Donald Trump haben sie einen, der es auch hierzulande bis weit nach oben geschafft hätte bzw. ausgezeichnet in die politische Landschaft Paraguays passen würde.
    Dennoch, in den USA gibt es schon viele Kritiker, auch in Paraguay, die ihre Meinung-Erkenntnisse auch äußern und auch für Ernst genommen werden. Ich denke, dass Ottolenghi auch über die USA Studien macht.
    Nun werden wir ja bald die Gegenreaktion lesen können, indem ein paraguayscher Analyst seine Analyse über die USA macht: Muss nur aus dem Internet Copy’n’paste machen.

  6. Kuno Gansz von Otzberg

    Reply

    @Simplicus
    Mach mal die Augen auf und merk mal was. Hans ist Mennonit oder vertritt wenigstens eine typisch mennonitische Mentalitaet. Anstatt auf eine aussenstehende neutrale Meinung zu hoeren, so wuenscht man sich den Weisen nur zum Teufel. Aehnlich wie sie Jesus behandelten als er den Juden sagte: „nicht die Roemer sind das Problem, sondern euer eigenes schwarzes Herz.“ Da blieben dem Messias von den 500 nur noch 12 Juenger und von denen war 1 noch eine Schlange. Die Geschichte wiederholt sich staendig.
    So langsam solltest du die Mennoniten kennenlernen. Sie sind nicht alle so aber leider die Masse ja und vor allem das Establishment.
    Ansonsten unterschreibe ich das was Ottolenghi sagt zu 100% – und setz noch einen drauf.
    Wiens macht nur die Wege der Mennoniten fertig um ihren Ego aufzuplustern, Abdo ist ein Judenfeind und ansonsten wartet das Volk vergebens auf den Stroessner Messias. Die Zeit ist zu fortgeschritten um „the good ol‘ times“ von Stroessner wieder heraufbeschwoeren zu wollen. Wie hoch die Staatsschulden sein werden am ende der wiensschen Bauwut – das wage ich hier gar nicht mal zu diskutieren.

  7. Die Sache ist ja auch die, wie lange weiß man jetzt, dass Paraguay korrupt und 3. Welt ist? Seit gestern, seit 10 Jahren oder seit immer? Wenn man denn wollte, dass das anders wird, muss man dann nicht den Beamtenstaat und die Politiker austauschen?
    Ich gehe in eine Schule, weil ich englisch lernen will und bemerke dann, dass die Lehrer dort selbst nicht englisch können. Der Direktor sieht kein Problem und fragt weshalb ich mich beschwere. Es gibt einige andere Schüler, die ebenfalls kein Problem sehen und sagen, dass ist eine gute Schule. Einer dieser wird natürlich dort der nächste Direktor werden und ebenfalls wieder (nicht auf englisch) sagen, über mein Schule lasse ich nichts kommen. Die einzige Lösung wäre nun mal den Direktor samt Lehrpersonal auszutauschen und die müssen wenn es im Land niemanden gibt, der englisch spricht, also aus dem Ausland kommen. Dann haben die einheimischen Schüler auch die Möglichkeit englisch zu lernen, selbst Lehrer und Direktor zu werden. Genau das wird aber nicht gemacht und genau dieses empfiehlt der Analyst nicht. Auch er wartet darauf, dass Leute, die nicht englisch können anderen englisch beibringen und wenn dies nicht funktioniert hören wir seine Analyse in 5 Jahren wieder…

  8. „Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit schreibt er regelmäßig Kommentare über israelische Innenpolitik, den israelisch-arabischen Konflikt und die europäische Nahost-Politik für internationale Medien wie Newsday, Commentary, National Review Online, Middle East Quarterly, Jewish Chronicle, The Guardian, The Daily Mirror, Die Welt, Il Corriere del Ticino, L’Unità, Il Foglio, Libero und Il Reformista.“
    Quellenangabe:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Emanuele_Ottolenghi

  9. Kuno Gansz von Otzberg

    Reply

    Das Ding ist ja gerade dass mit dieser arabischen Mennonitenregierung die Dinge sich ja stracks zum Guten bessern sollten. Offensichtlich tut sich da was eben nur fuer die ministernahen Minoritaeten wo man dem Rest aber seid eh wie je vorgaukelt „jetzt is ma in a viel besseren Lage als bei der poesen Vorgaengerregierung“.
    Was bekommt Abdo wirklich gut hin? Die HC Bewegung zu verfolgen. Wie im neuesten Fall bei diesem Ferrer. Was ist die HC Bewegung? Es ist der politische Arm der Juden (so fast). Also was Abdo hinbekommt ist die Judenverfolgung in Paraguay.
    Wie eben heuer:
    1. Mose 27 V 39 ff
    >39 Da antwortete Isaak, sein Vater, und sprach zu ihm: Siehe, fern vom Fett der Erde wird dein Wohnsitz sein, und fern vom Tau des Himmels von oben. 40 Von deinem Schwert wirst du leben und deinem Bruder dienen. Es wird aber geschehen, wenn du dich befreien kannst, wirst du sein Joch von deinem Hals reißen.<
    Und dieses als Konsequenz in der Zukunft:
    Sacharja 2,12 Denn so spricht der Herr der Heerscharen: Nachdem die Herrlichkeit [erschienen ist], hat er mich zu den Heidenvölkern gesandt, die euch geplündert haben; denn wer euch [Anm.d.Verfassers: Israel] antastet, der tastet seinen Augapfel an!
    Maleachi 1,3 Ist nicht Esau Jakobs Bruder? spricht der Herr. Dennoch habe ich Jakob geliebt, Esau aber habe ich gehaßt; und sein Gebirge habe ich zu einer Wildnis gemacht und sein Erbteil den Schakalen der Wüste gegeben.
    Römer 9,13 wie auch geschrieben steht: »Jakob habe ich geliebt, Esau aber habe ich gehaßt«.
    Hebräer 11,20 Durch Glauben segnete Isaak den Jakob und den Esau im Hinblick auf zukünftige Dinge.
    Hebräer 12,16 daß nicht jemand ein Unzüchtiger oder ein gottloser Mensch sei wie Esau, der um einer Speise willen sein Erstgeburtsrecht verkaufte.
    Abdo wird also praktisch immer Jaakob dienen und versucht sich jetzt zu befreien und reisst sein Joch von seinem Hals. Nur um dann wieder gejocht zu werden und das Ganze geht von vorne los. Vom Zank, Zoff und Querelen wird Abdo leben und solange er kann die Juden in Paraguay verfolgen. Also mit diesem werden wir ewig Probleme haben. Dieser Segen Isaaks ist prophezeiung "im Hinblick auf zukuenftige Dinge". Scheint als ob sich Teile davon teilweise erfuellen in Paraguay vor unseren Augen.

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