Paraguay: Weder das achte Weltwunder noch am Rande des Abgrunds

Asunción: Nach Angaben der Zentralbank von Paraguay (BCP) wies der Konsum der Paraguayer in den letzten drei Jahren unter der vorangegangenen Regierung eine Wachstumsrate von 3,9% auf. Es gab sogar einen Rekord von 5% im ersten Quartal 2018.

Die Probleme in dieser Angelegenheit waren in den letzten Monaten zu spüren, als Folge der wirtschaftlichen Abschwächung, die niemand bestreitet. Mario Abdo Benitez, aktueller Staatspräsident, sagte jedoch letzte Woche, dass der Rückgang des Konsums seit 3 ​​Jahren stattfände, obwohl er keine Quellen zitiere, was seine Äußerungen zu einem schlechten Versuch macht, die Vergangenheit für die Probleme der Gegenwart verantwortlich zu machen, die in keiner Weise dazu beitragen, relevante Lösungen aufzuzeigen.

Er sagte es nebenbei, wahrscheinlich um die dunklen Wolken, die über der Wirtschaft schweben, zu rechtfertigen. Aber weder der Präsident noch die Mitglieder des Nationalen Wirtschaftsteams, von denen man bereits mehrere Versionen gehört haben, konnten das Phänomen bisher nicht eindeutig erklären.

Es ist üblich, dass nationale Behörden zu sensiblen Themen lügen und die politischen Auswirkungen fürchten, die dies bedeuten könnte.  Aber sie täuschen nicht über “das gemeinsame Verhalten“ der Bürger hinweg, die das, was sie sagen, der unverwechselbaren Realität ihrer Taschen gegenüberstellen. Auch die Geschäftsleute, die sich mit diesen kalten makroökonomischen Daten ihre Hände verbrennen. Und noch mehr internationale Finanzorganisationen, potenzielle Investoren usw. usw., vor denen höchstens ein Image von Improvisationen projiziert wird.

Auf der anderen Seite ist es viel gesünder, seriöser und verursacht weniger oder gar keine Kosten, wenn man die Probleme erkennt und richtig bewertet, wie dies kürzlich Wirtschaftswissenschaftler der Vorgängerregierung oder vom Internationalen Währungsfond (IWF) vorgenommen haben.

Wenn der Konsum sinkt, ist dies darauf zurückzuführen, dass den Menschen weniger Geld zur Verfügung steht, weil “die Währung es nicht hergibt“, aufgrund einer berühmten “Verlangsamung“ der Wirtschaft, die zwar weiter wächst, jedoch langsamer. Sowohl das Rezept des IWFs als auch die herausragendsten Ökonomen unseres Landes sind sich einig: Öffentliche Investitionen, Projekte, die Arbeitsplätze schaffen, das heißt reiner Keynesianismus und keine neoliberalen Maßnahmen, die auf Anpassung basieren.

Die Regierung sollte aufhören, in den Rückspiegel zu schauen. Es gibt keine kurzfristige Wahlkampagne, außer im speziellen Fall von Ciudad del Este. Es gibt keine politischen Konfrontationen in der Entwicklung, und es könnte sogar gesagt werden, dass es innerhalb oder außerhalb der Colorado Partei keine Opposition gibt oder von den Medien, die meist mit der Regierungspartei übereinstimmen. Kurz gesagt, die Regierung hat das Feld absolut frei vor sich. Was sie tut oder nicht tut, liegt vollständig in Ihrer Verantwortung.

Paraguay marschiert nicht auf das 8. Weltwunder zu, wie die Regierung und die ABC-Color beschönigen, noch ist Paraguay am Rande des Abgrunds, wie das die Medien von der Gruppe AJ ​​Vierci glauben machen wollen.

Die Wirtschaft wird in diesem Jahr weniger stark wachsen als in den vorherigen und der Konsum bricht ein. Alle Analysten sind sich einig, dass es eine Lösung gibt und zwar Ressourcen freimachen, um einen aggressiven Investitionsplan durchzuführen.

Dies hängt jedoch natürlich von der Kapazität in den Verwaltungen der nationalen Behörden ab, bei der sie bislang nicht besonders glänzten.

Wochenblatt / ADN Paraguayo

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5 Kommentare zu “Paraguay: Weder das achte Weltwunder noch am Rande des Abgrunds

  1. Der Staat Paraguay muss zu den bestehenden 2 Mio. Staatsangestellten weitere 2 Mio. Arbeitsplätze schaffen: Für staatliche Supportmitarbeiter in Turnschuhen, die zwar nichts zu tun haben außer Lohn zu kassieren und sich die Schuhsohlen abzulaufen, um die Steintafeln aus dem Archiv zu holen und wieder im Steintafeln-Archiv einzuordnen. Aber diese bringen das Geld wieder in die Wirtschaft ein. Diese Annahme gilt, da nicht ersichtlich ist, dass sich irgend etwas in diesem Land bewegt. Außer viel Millionen-Dollar-schwere Blahblah-Studien ohne den Ergebnissen dieser Studien ernsthaft entgegenwirken zu wollen, man einfach nichts zu Ende zu bringen imstande ist und auch nicht will. Seit Jahren studieren sie wie sie dem Ypacarai-Giftbrühensee eine Kanalisation spendieren wollen, wissen es immer noch nicht. Eine grati-Medizin, die einzig kerngesunde Kinder mit kleinem Husten mit grati-Ibuprofen abfüllt, so das sie den Rest des Lebens wirklich wissen, warum sie dauern krank sind. Weitere Beispiele erspare ich uns, man kann sie täglich auf wochenblatt lesen. Politisch betrachtet ist seit Gorbi Russland wirtschaftlich weiter entwickelt als diese tief-rot-colorado-Politik in Paraguay mit seinem völlig unbrauchbaren öffentlichen Dienst grati für jedermann und dem Großen Fressen derjenigen am Trögchen des Steuerzahlers.
    Ja, jetzt kommt natürlich wieder der unter meinen Kommentar-Saber: „Und was machst denn du, um das Land vorwärts zu bringen. Hau doch wieder ab, wenn dir was nicht passt, hab schon viele gesehen, die nach Paraguay kamen um Tele zu schauen und viele, die kein Tele schauen und viele die gerne wieder Tele schauen würden“. Meine Antwort ist: Ich kauf ja schon Streichhölzer, um meine gebrauchten Batterien und Akkus zu verbrennen, was sollte ich sonst damit tun, übers Bett hängen oder nach Asuncion zur einzigen Altbatterien-Rückgabe pilgern oder sie dem Alteinessessgenen DÖCHler bei den Bäumchen bringen, um sie dort abzufackeln. Dann wird er noch sauer auf mich, wenn’s ihm in sein Haus zieht der Gestank. Also mehr als in ein Pack Streichhölzer zu investieren kann man von mir nun wirklich nicht mehr erwarten. Und das auch nur deshalb, weil man ohne Streichhölzer echt aufgeschmissen ist im Paragauy. Naja, Gasrüssel und Pamir sind fürs Überleben auch noch essentiell.

  2. Ich kannte mal eine alte Frau die hatte in ihrer Schuertzentasche eine Handvoll Wollfaeden in allen Farben jeder Faden hatte ein Namen. Immer wieder hat sie ein Faden raus gezogen, ihn beim Namen genannt und mit ihm gesprochen und das den ganzen Tag lang, zuletzt hat sich ihr Leben nur noch um die Wollfaeden gedreht.
    Ich denke der mit den Streichhoelzer ist auf dem besten Weg dazu um auch so zu werden, nur, natuerlich mit Streichhoelzer!!!!!!

    1. Da kann ich dir recht geben: Wer aus allen Kommentaren, die er lesen muss, einzig das Wort Streichholz aufzunehmen vermag, der sollte nicht in aller Öffentlichkeit schreiben: „ich kannte mal ne alte Frau die blub blub blub“, wenn der Öffentlichkeit doch sofort ersichtlich auffällt, dass er über sich selbst erzählt und sich von überall ihn verfolgende Streichhölzer umzingelt sieht. Niemand hier, der dir helfen kann, vielleicht mal bei Ramon anklopfen, der soll Hobby-Psychologe und selbsternannter Internet-Psycho-Ferndiagnositker sein.

  3. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    Hier eine wirtschaftsanalyse der Drogenwirtschaft. https://www.youtube.com/watch?v=5kCXfR4s6Ow.
    Darin wird die Rendite (Mark-Up) des Kokains von Produktion bis Endkonsum als 3900% genannt. ich schaetze die Rendite der Viehzucht (Fleisch) im Chaco auf etwa 1000% bis 2500%. Der Drogenhandel ist daher noch um einiges rentabler.
    Sollte es also einmal mit den Viehpreisen etwas bergab gehen so satteln eventuell viele Mennoniten ueber auf den Kokaanbau da dessen Rendite in etwa das 100fache der Kaukau- oder Kaffebohne betraegt.
    Es ist schon zu sehen dass diese Entwicklung schon heute sehr in die Richtung geht. Mit der Milchwirtschaft (ein grosser Prozentsatz der mennonitischen Bauern der Armen- bis Mittelschicht) wird es schaetzungsweise nur noch knapp ein paar Jahrzehnte wirtschaftlich weitergehen ohne Subventionen (optimistisch gesehen), da diese aeusserst komplex und kostenintensiv ist aber vor allem nicht mit der Preis- und Kostentreiberei der Fleischwirtschaft mithalten kann.
    GMO Kokasaat waechst schon heute hervorragend im Chaco wie paraguayer behaupten, ganz zu schweigen von der weniger rentablen Marihuanapflanze. Dafuer braucht man Rutas (Ruta Bioceanica) und Bruecken (neue Bruecke ueber den Paraguayfluss) und natuerlich stoeren die Waelder nur im Zuge der „Urbarmachung“ des Chaco.

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