Paraguayische Pilotin wird Latam Airlines verklagen

Asunción: Letizia Ruíz, die vor kurzem bei Latam Airlines wegen sexueller Belästigung kündigte, verklagt nun die Fluggesellschaft wegen entstandenem Schaden durch sexuelle Belästigung und Beleidigung.

Ruíz, die zuletzt im Ausland lebte, kam nach Asunción um sich mit Senator Carlos Filizzola zu treffen und ihm einen Gesetzesvorschlag zu zeigen, der die Rechte der Frauen stärken soll. Bei dem Treffen war auch Lilian Samaniego zugegen.

“Wir analysieren alle Vorfälle um eine Klage gegen Latam anzustrengen. Dabei wird es sich um eine Entschädigungsklage für entstandene Schäden handeln. Ein Betrag ist noch nicht sicher“, so die Anwältin von Ruiz, Verónica Recalde.

Reclade klärte zudem darüber auf, dass Leticia Ruíz nicht kündigte sondern eine Pension wegen permanenter Arbeitsunfähigkeit erhielt. Ein Treffen mit der Ministerin für Frauen, Ana María Baiardi Quesnel, soll dieses Thema vertiefen.

Ruíz, die schon seit Jahren auf ihre Situation aufmerksam machte musste erst in den Rollstuhl kommen, damit man sie ernst nimmt. Ihre Beine machten nicht mehr was sie sollten, alles ein Produkt der schlechten Behandlung, der Beleidigung und der sexuellen Belästigung, die sie über Jahre ertragen musste.

Ruíz sagte, “dass sie einen Anwalt suchte und keiner ihren Fall übernehmen wollte, da es keine genaue Gesetzlage in solchen Fällen gibt. Über ein Jahr wollte mir keiner helfen. Viele rieten mir, nichts zu machen”.

Wochenblatt / Hoy

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9 Kommentare zu “Paraguayische Pilotin wird Latam Airlines verklagen

    1. Wurden Sie auch von einheimischen Männern belästigt? Kann mir gut vorstellen, dass ein paraguayischer Mann ein „Nein“ kaum verkraften kann. Die Paraguayer allgemein sagen äußerst selten Nein, egal wie unmoralisch oder idiotisch die vorangegangene Frage war. Was natürlich nicht heisst, dass „Ja“ wirklich „Ja“ bedeutet.
      Wenn da eine Europäerin klar Nein sagt, dürfte das einen einheimischen Mann wahrscheinlich sehr stark treffen.

      1. Was ist das für eine Frage? Wollen Sie „Monika“ hier bloß stellen? Jede Frau in Paraguay ist tagtäglich dümmlichen sexistischen Anmachungen ausgesetzt. Die meisten Frauen lassen das über sich ergehen, weil sie es in diesem Land nicht anders gewohnt sind. Manchen mag es sogar gefallen, das weiß man nicht so genau. Aber ich könnte über dieses Thema viel schreiben. Meine blonde Tochter kommt sich hier manchmal wie ein Exot, wie Freiwild für dumme Machos vor. Doch sie weiß sich zu wehren und stellt diese Dummköpfe sofort in aller Öffentlichkeit laut und energisch bloß. Und was macht das Umfeld. Schaut belämmert auf den Boden oder zur Seite. Der Blödmann von Anmacher ist sich keiner Schuld bewußt und reagiert oftmals noch beleidigt und aggressiv. Wir kennen das mittlerweile ja auch von den islamischen Fachkräften in Deutschland und Österreich.

  1. Hier stimmt doch was nicht warum wird Jahre danach geklagt.Ihre Beine wollen,nun ja bildet sie sich das ein.
    Die Frau sieht gesund aus!
    Anwälte gesucht die gibt es wie Sand am Meer, die gut guten haben ihren Preis.
    Hier braucht jemand ganz schnell Geld.

  2. Ich bin immer froh wenn der Pilot sicher kein Paraguayer ist und die Airline wird sich das sicher auch zukünftig überlegen ob Paraguayisches Personal Sinn macht. Klagen wo Unrecht geschah JA, aber zum Zeitpunkt des Vorfalles und nicht Jahre später. Zudem will Sie jetzt sagen das Sie Jahre mit Psychischen Problemen flog, was eigentlich gleich den Entzug der Fluglizenz zur Folge haben soll.

    1. Na ja, Andreas Lubitz lässt grüssen.
      Übrigens habe ich das auch gedacht, und habe – um mich über das Niveau der PY-Piloten zu informieren – mich mit meiner Helikopter-Lizenz bei den Crews eingeschleimt, um einige Flüge im Cockpit mitzumachen. Natürlich habe ich das Schlimmste erwartet, wurde aber angenehm überrascht. Die haben die Procedures vorbildlich eingehalten. Dasselbe beim den Fluglotsen: klare und korrekte Sprache. Ein Riesenunterschied zu den USA. Wobei anzumerkien ist, dass der Verkehr hier Dutzende von Malen geringer ist, was natürlich auch der Sprache zugute kommt.

  3. Was für ein Land! Machos dürfen alles, insbesondere wenn sie das richtige Parteibuch haben. Frauen hinter den Herd, unter die Knute und in die Abhängigkeit der Paschas. Es wird Zeit das sich hier etwas ändert.

    1. Wie am Beispiel der Bürgermeistergattin von Luque nehmen das aber viele Frauen in Kauf – hauptsache man ist unter den Leuten, die Macht und Geld besitzen.
      Von echter Liebe, wie wir das aus Hollywood kennen, kann natürlich überhaupt nicht die Rede sein.

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