Paraguayischer Harem auf dem Weg nach Rio de Janeiro

Asunción: Der Minister des Umweltsekretariats, Óscar Rivas, der von Lugo um seinen Rücktritt gebeten wurde, reist ungeachtet dessen mit einer Gefolgschaft von 67 Personen nach Rio de Janeiro zu einem UN Gipfel bei dem Strategien erörtert werden sollen, wie man mal schnell die Welt retten kann.

Vor 20 Jahren fand in Rio der erste Erdgipfel statt. Das Bewusstsein, dass etwas zur Weltrettung getan werden müsste, ist vorhanden. Allerdings: Wirklich verbessert hat sich die Lage nur in ganz wenigen Fällen.

Óscar Rivas erhöhte zumindest seine kürzlich eingereichte Liste von 42 auf 68 „Rio+20“ Teilnehmer und unterstrich, dass die Mehrheit ihre Flüge selber zahlen müsse. Er rechtfertigte die ausgedehnte Liste mit einem für ihn normalen Verständnis von Pluralismus. „Es ist eben eine „Nationalmannschaft“ die an diversen Diskussionsforen teilnehmen kann“, so Rivas.

Fernando Lugo, der sich auch an der Copacabana zeigen will, wird 23 Personen in seinem Komitee haben, womit schlussendlich die 100 Personen, die aus Regierungskreisen reisen, übertroffen werden, da das Kanzleramt ebenso eine ungenannt große Gruppe zur Abreise am 20. Juni vorbereiten lässt.

„Es wird während des dreitägigen Gipfels viele Diskussionstische geben und es wäre von Nachteil mit wenigen Entsandten präsent zu sein deswegen haben wir offiziell mehr Teilnehmer akkreditiert, die allerdings ihre Reise selbst zahlen müssen“, so Rivas.

Die Gewerkschaft der Angestellten des Umweltsekretariats (Sifuseam) machte ihrem Unmut Platz und erklärte, dass es nicht die Experten seine, die auf Reisen gehen dürfen sondern die nahen Freunde des Ministers.

(Wochenblatt / Abc)

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2 Kommentare zu “Paraguayischer Harem auf dem Weg nach Rio de Janeiro

  1. Oscar Rivas ist der letzte wo etwas fuer die Umwelt getan hat und er wird auch in Rio hoechstens um den Brei rum reden.
    Presitente Rodriguez hat vor 20 Jahren an der ersten Umweltkonferrenz das Dekret fuer 78000Has.Nationalpark San Rafael vorgestellt bis heute ist es beim Dekret geblieben und Oskar Rivas hat uns den letzten Parkwaechter von Seam weggenommen wo fuer den Park zustaendig war.
    Wuensche dem Oscar Rivas viel vergnuegen an der Copacabana, denn wenn er am Strand ist macht er wenigstens kein Umweltschaden.

    1. Nicht schlecht,so glaub ich laufen da viele dinge rueckwaerzt anstatt vorwaerz,ich hab mich schon gewundert wievile ’spaziefluege’die regierung sich leisten kann.Aber vielleicht seh ich es auch falsch.

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