Parkgebühren verschlingen 22% des Gehalts

Asunción: Das Parken in der Hauptstadt von Paraguay wird zu einer echten Tortur für die Autofahrer, nicht nur wegen des Defizits an Stellplätzen sondern auch wegen der hohen Parkgebühren, die 22% des Gehalts verschlingen.

Der Markt ist gesättigt mit dieser Art von Unternehmungen im Parksektor, die sich fast in jedem Block befindeen, hauptsächlich im Bereich des Zentrums von Asunción.

Unabhängig davon, welche Preisoptionen Autofahrer auf der Straße oder in den dafür vorgesehenen Räumlichkeiten haben, stellen diese letztendlich eine große Belastung für ihre persönlichen Ausgaben dar, insbesondere für die große Mehrheit der Beschäftigten, die den gesetzlichen Mindestlohn erhalten, der sich derzeit auf 2,192 Millionen Guaranies beläuft.

All dies, weil die unvermeidlichen Kosten für eine Fahrt zum Arbeitsplatz und zurück nicht nur die Bezahlung eines Parkplatzes beinhaltet sondern auch die Kosten für Treibstoff, Essen, Strom, Wasser, die Zahlung der Schulgebühren, eventuell auch für Miete und andere Dinge, die mit einbezogen werden müssen.

Der allgemeine Betrag, den Parkhäuser in der Hauptstadt in Rechnung stellen, beträgt 10.000 Guaranies pro Stunde, was einen Aufwand von 80.000 Gs. pro Tag für diejenigen ergibt, die eine achtstündige Arbeitstätigkeit haben, insgesamt also 400.000 Gs. in einer einzigen Woche

Dieser Betrag ähnelt derjenigen, die von den sogenannten Autoaufpassern verlangt wird. Viele von ihnen, die informell arbeiten, unterbreiten ihren Kunden ein monatliches Angebot mit einer Zahlung von 400.000 Guaranies, was 18,2% des Gehalts des Mindestlohns entspricht.

Es gibt andere Parkhäuser, auf denen mehr in die moderne Infrastruktur und Technologie investiert wird, wie zum Beispiel die Firma Vector, die eine Tiefgarage unter dem Platz der Democracia ausnutzt. Dieses Unternehmen erhebt derzeit eine Gebühr von 480.000 Guaranies pro Monat, was 21,8% des in Paraguay geltenden gesetzlichen Mindestlohns entspricht.

Die Inbetriebnahme eines Parkhauses in der Innenstadt von Asunción sei laut Gaspar Peralta, der eines auf der O’Leary, fast Haedo, hat, ziemlich schwierig.

Peralta weist darauf hin, dass nur die Anmietung des Grundstücks einen Aufwand von 6.500.000 Gs. monatlich ausmache, zu dem das Gehalt des Personals, die Energie- und Trinkwasserversorgung, Versicherungen sowie Dokumente für die Betriebsgenehmigung als weitere Kosten hinzukämen.

„Trotzdem müssen wir unseren Kunden Preise anbieten, da wir ein wenig weit vom Zentrum entfernt sind. Wir wissen, dass es Parkplätze gibt, die 12.000 Gs. oder 10.000 Guaranies pro Stunde kosten. Dann müssen wir diesen Betrag auf 7.000 Gs. senken. Monatlich liegen wir bei 350.000 Guaranies, da andere zwischen 400.000 Gs. und 480.000 Gs. berechnen“, erklärte Peralta.

Wochenblatt / Ultima Hora

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12 Kommentare zu “Parkgebühren verschlingen 22% des Gehalts

  1. Die Parkproblem in ASU (auch in anderen PY-Städten) zeichnet sich doch schon seit vielen Jahren ab. Doch niemand der Politiker sieht sich in der Lage endlich die notwendigen Schlußfolgerungen daraus zu ziehen. Das einzige Richtige wäre, öffentliche Parkhäuser in ausreichender Kapazität zur Verfügung zu stellen – und wenn es sein muß auch mittels Enteignungen von privaten Grundstücken. Wer das nicht anpackt ist schuld an dem schon bald erfolgenden innerstädtischen Kollaps mit negativen Auswirkungen auf die Geschäftswelt. Doch um vorausschauende und verantwortlich Politik für die Bürger zu betreiben, bedarf es eben intelligenter Politikenr und nicht halbseidenen, korrupten Partei-Amigos, die das Land noch in den Ruin treiben. Einverstanden @ Rolf und Co.?

    1. Wie schnell man hier im Land der Räuber und Diebe nach Enteignungen schreit ist erstaunlich. Auf die Idee den Leuten gute Angebote zu machen, um es denen abzukaufen, kommt man natürlich nicht. Stehlen ist ja so viel einfacher und kostet nichts.
      Wer mag dann wohl von den Parkgebühreneinnahmen auf dem gestohlenen Land profitieren? Na, da werden sich schon Taschen finden.

      1. Die werden das nicht verkaufen sondern vermieten und den Preis kann man sich ja vorstellen. Abgesehen davon werden das ja nicht die Armen sein. Vermutlich hocken die Besitzer eh selbst in der Politik?

  2. Auch wieder schön zu sehen wie unser Leistungssystem funktioniert. Die, die wirklich arbeiten und einen Arbeitsweg haben, werden vol abgezockt von den schon Besitzenden, die sich keinen Meter bewegen. Aber sich regen bringt segen..
    Da lohnt es sich doch Karriere mit Ehe zu machen und bei Itaipu zu beginnen. Als Mann muss man etwas mehr tun, denn nur Karriere mit Ehe geht normalerweise nicht.
    Grundsätzlich aber ist es Organisation und die fehlt in der ganzen 3. Welt vor allem in Paraguay. Nur mit Kassier Mentalität gehts nicht.

  3. Man kann ja auch mit dem Bus fahren, dann gibt es keine Probleme mit der Parkplatzsuche, Autoaufpassern und anderen Abzockern. Aber die meisten sind sich ja zu fein dafür. Seit Einführung der klimatisierten Busse durchaus zumutbar, ich habe kein Mitleid mit solchen. Aber die meisten Deutschen werden das Bussystem ja auch nicht verstehen und am falschen Ort ankommen.

    1. Das fehlt mir auch noch. Ich bin schon in D nicht mit öffentlichen Verkehrmitteln gefahren. Voller Säufer, Junkies, Stinker, quengelnder und schreiender Blagen, aggressiver ***********, Schnorrer, linker Faschisten, jetzt noch die islamischen U-Bahnschubser und Amokläufer. Da werde ich mich jetzt sicher nicht in Py bei 40 Grad in die Dengue-Brutkästen voller Taschendiebe reinquetschen. Glücklicherweise muss ich nur selten nach Asu. Einmal im Jahr nach Camping44 und vielleicht mal eine Messe.

    2. Da hast Du Recht, mit dem, das viele Ausländer das Bussystem nicht verstehen. Ein weiteres Prob, ist ich möchte nicht nur zu einem Ort ( Ande oder dergleichen) sondern wenn ich in Asu bin möchte ich auch noch 10 andere Sachen an verschiedenen Stellen in Asu erledigen. Dazu benötige ich manchmal 3 verschiedene Linien, um von a nach b zukommen. von b nach usw. auch 2 Linien, letztendlich bei den Behörden angekommen, geschlossen, also nächsten Tag aufs neue. Wie gesagt, bei einem Ziel, egal Einkaufscenter oder anders, fahre ich mit dem Bus.

  4. Mein Gott! Wahnsinn! Abzocker!
    Aber – mhm – wie habe ich das früher gemacht? Bin doch immer gut und billig nach Asuncion gekommen!? Ah ja, jetzt erinnere ich mich: mit dem Bus!
    Ich habe heute noch kein Auto. Zardoz wird mich sicher jetzt bemitleiden…

  5. All die asozialen Autofahrer, die von außerhalb in die Hauptstadt kommen, die Straßen verstopfen und die Luft verpesten, die Bürgersteige zuparken, muss man wenigstens dafür abzocken. In der Regel sind es gerade diese, die sich dann auch noch über verstopfte Straßen und schlechte Luft in Asuncion beschweren.

  6. Bussystem??? Die Betonung liegt wohl auf Bus und nicht auf System. Ob es einem Volke mit Durchschnitts-Cociente-Intelectual von 82 gelingt ein System zu entwickeln? Naja, fürs systematische Lügen, Faulenzen, Betrügen, gscheit Grinsen reicht es allemal.

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