Perlen des Wahlkampf – Teil IV.

Perla Leticia Paredes Acosta

Die Tochter der Abgeordneten Perla de Vázquez ist in der medizinischen Abteilung des Kongresses fest angestellt. Erst dieses Jahr wurde ihr Gehalt von 7.260.000 Guaranies auf 10.300.000 Gs. angehoben. Bei den enormen Verpflegungsmengen, die der Kongress täglich für seine Mitarbeiter bestellt, ist es sicherlich ratsam einen qualifizierten und permanenten Ärztestab vorzuhalten, um bei Notfällen keine wertvollen Minuten zu verlieren.

Perla Leticia Paredes Acosta, oder wie die Medien liebevoll texten „Perlita“, ist auf dem Foto mit Sonnenbrille zu sehen. Sie wurde 2013 zur Medienberühmtheit, als neidische Journalisten aufdeckten, dass sie fünf Staatsgehälter gleichzeitig bezog. Sie arbeitete parallel für das Verfassungsgericht, den Kongress, die Abgeordnetenkammer, beim Wasserkraftwerk Itaipú und für das IPS-Krankenhaus in Lambaré.

Die Antikorruptionsabteilung der Staatsanwaltschaft klagte die Medizinerin wegen ungerechtfertigter Bezüge und Dokumentenfälschung an. Das Verfahren läuft noch, der Karriere von Perlita im Staatsdienst hat dies bisher keinen Abbruch getan. Sie musste allerdings erhebliche Gehaltseinbußen verkraften, da sie, während sie noch fünf Jobs gleichzeitig machte, monatlich 37.184.340 Guaranies vom Staat überwiesen bekam.

Ihr unglaubliches Talent, an verschiedenen Orten gleichzeitig zu sein, stellte Perlita in der vergangenen Woche erneut unter Beweis, als sie während ihrer Dienstzeit im Kongress, ihre Mutter und den Staatspräsidenten bei Wahlkampfveranstaltungen in San Pedro begleitete. Ihre Mutter hatte noch zuvor angekündigt, um Beurlaubung im Parlament für die Wahlkampagne zu ersuchen, das dann in der Hektik wohl vergessen. Ihre Tochter ist einfach mitgereist, gute Beziehungen sind eben wichtig.

Quelle: Última Hora

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

5 Kommentare zu “Perlen des Wahlkampf – Teil IV.

  1. Anstatt neidvolle Kommentare zu schreiben sollten wir doch anerkennen, es gibt hier Personen die vorbildlichen Einsatz bei der Arbeit zeigen. Bei 5 Jobs gleichzeitig den Mann, nein, die Frau zu stellen, das kann keiner oder keine von uns Besserwissern. Dass man ihr Gehalt nach der radikalen Kürzung wieder angehoben hat ist nicht nur würdig sondern auch recht. Blutdruckmessen, Puls fühlen oder gar eine Medikation unseren Volksvertretern zu verschreiben, ihnen dabei tief in die Augen zu schauen, verlangt außergewöhnliches Können und gehört entsprechend vergütet. Die Frau ist Medizinerin und keine Kellnerin. Nun gut, wie und wo sie zu ihrem Titel kam ist eine andere Frage, steht aber hier nicht zu Diskussion. Selbst wenn sie in Kuba die Prüfungen nicht bestanden hat, heißt es noch lange nicht, dass sie keine gute Ärztin ist. Fest steht, sie ist außergewöhnlich hübsch und hat Qualitäten von denen andere nur träumen können und das zählt schließlich auch.

  2. dazu einige fakten
    ihre mutter, die abgeordnete perla de vazquez wurde vor einiger zeit aus der colorado partei ausgeschlossen
    und agierte als parteilose im parlament.vor einiger zeit wurde sie aber wieder in die colorado partei aufgenommen.
    der grund. cartes braucht mitstreiter um seine marionette pedro lorenzo alliana als parteivorsitzender durchzusetzen.
    perla de vazquez hat sichder pro cartes fraktion angeschlossen. dies wird der grund sein, dass ihre tochter, die
    „fachaerztin“ nicht nur ihren job im parlament behaelt sondern auch noch eine lohnerhoehung bekommt. obwohl sie,
    wie asuncioner richtig schreibt, ihr studium in kuba erfolglos abbrach, bekommt sie ausschliesslich spitzenjobs.
    da glaubten doch wirklich einige leser, dass cartes mit der korruption und der „amigowirtschaft“ in paraguay
    schluss machen wuerde. vom „nuevo rumbo“ ist wenig zu sehen. ja doch, in nicht einmal 2 jahren haben sich
    die staatsschulden fast verdoppelt!!!

    1. Man kann doch nicht alles nur negativ betrachten. Wir sollten auch anerkennen, was Positives in den zwei Jahren geschehen ist.
      Viele Paraguayer sind nicht nur Dollar-Millionäre, sondern jetzt Multimillionäre. Dann wurden erfolgreich große sinnlose Waldflächen in wunderschönes Weideland oder Ackerland für einige Amigos umgewandelt. Der EPP wurde so zugesetzt, dass sie nun nicht mehr im Vorborgenen agiert, sondern ganz offen Leute hinrichtet oder entführt. Monsanto wurde auch gestärkt und muss nicht um sein gutes Image hier fürchten. Selbst den Ypacaraisee hat man sich schon vorgenommen – das sogar mehrmals, zwar noch ohne Erfolg, aber was machts. Der Wille zählt. Konzessionen für diversen Rohstoffabbau wurden an hungerleidende Unternehmen aus den USA usw. vergeben.
      Und nicht zu vergessen, dass es nur dem unermüdlichen Einsatz der Regierung zu verdanken ist, dass endlich wieder der Papst nach Paraguay kommt. Schließlich fangen beide Worte ja auch mit Pa an 😉 (wie übrigens auch Parasi…)
      Also wer da sagt, dass nichts erreicht worden ist…..
      Und ich bin sicher, das diese großen Erfolge, zusammen mit den vielen netten Helfern, die sich mal eine Cedula ausleihen vor der Wahl ausleihen, auch wieder einen berauschenden Wahlsieg der Colorados garantieren werden.

  3. Dank an die drei bisherigen Kommentatoren………sehr unterhaltsam, aber vor allem, wahrheitsgetreu !……..man darf dies alles nur noch mit einer gehörigen Portion Sarkasmus sehen. Und wie unser von vielen angebetener Präsident bereits vor einem Jahr sagte: “ in einem halben Jahr wird die ganze Welt neidisch auf Paraguay und seine Bewohner sein. „

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.