Politische Spannungen mit Menschenrechtsaktivisten

Asunción: Menschenrechtsaktivisten aus Argentinien wollen in den Norden des Landes gehen, dort wo die Terrorgruppe EPP ihr Unwesen treibt. Dieses Vorhaben löst politische Spannungen aus.

Innenminister Arnaldo Giuzzio bekräftigte, dass die Aktivisten des argentinischen “Forensic Anthropology Team (EAAF)“ den Einschränkungen in rechtlichen Angelegenheiten und auch in der Mobilität ausgesetzt seien, damit sie autonom in die nördlichen Gebiete gehen können, in denen kriminelle Gruppen operieren, die unter anderem Menschen entführen und ermorden.

„Es ist ihnen untersagt, einzeln oder als Gruppe dorthin zu gehen, es sei denn, sie teilen das Vorhaben zuvor der Joint Task Force (JTF) mit und es gibt eine Koordination”, fügte Giuzzio in einem Gespräch mit Journalisten im Radiosender 780 AM hinzu.

Der Leiter der inneren Sicherheit des Landes sagte auch, dass die EAAF zu keinem Zeitpunkt ein Dokument vorgelegt habe, das eine offizielle Vertretung akkreditiere und sie nur behaupteten, Mitglieder einer NGO zu sein, die sich für die Menschenrechte in der Region einsetzt.

„Nach den uns vorliegenden Informationen verteidigt ein großer Teil von ihnen auch die Position von Mitgliedern der selbsternannten paraguayischen Volksarmee EPP. In diesem Fall haben sie auch die Freilassung von Laura Villalba gefordert“, fügte Giuzzio hinzu.

In diesem Sinne betonte der Innenminister, dass die EAAF-Mitglieder hier in Asunción reden können, was sie wollen, “aber sie werden nicht in die Konfliktzone eintreten. Und wenn sie es tun wollen, müssen sie, wie jeder andere auch, die FTC vor allem aus Sicherheitsgründen informieren”, beharrte er.

Giuzzio stellte auch die Frage, wie es diese es Organisation geschafft habe, überhaupt ins Land zu kommen, um in den Norden zu gehen und nach der Tochter von Carmen Villalba zu suchen, die sich in der Macht dieser kriminellen Banden befinden soll und womöglich eines der Mitglieder dieser Terrorgruppen sei.

Wochenblatt / ADN Paraguayo / Beitragsbild Archiv

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6 Kommentare zu “Politische Spannungen mit Menschenrechtsaktivisten

  1. Moyses Comte de Saint-Gilles

    Zitat: “Nach den uns vorliegenden Informationen verteidigt ein großer Teil von ihnen auch die Position von Mitgliedern der selbsternannten paraguayischen Volksarmee EPP.”
    Es sind die Ideologen der Guerilla die moralische und ideologische Unterstuetzung fuer die Linken bringen. Die Guerilla genannt EPP und ACA ist der bewaffnete Arm von der paraguayischen “Die Linke” und “Buendnis ’90 Die Gruenen”.
    Da die FTC zu effektiv ist (ja richtig gehoert, zu effektiv) so reist man an um die Glaubensbrueder mit Durchhalteparolen zu staerken und Power Predigten abzuhalten.
    Rat und Tat reisen an um den erstarrten Kadaver der Linken wieder Leben einzuhauchen indem man wohl Rekrutierungsvorschlaege unterbreitet damit endlich mehr Zuzug sich einstellt.
    Zum Glueck ist dem paraguayer die Revolution sehr schnell zu anstrengend und insofern nicht sich das schnelle Geld einstellt ist die Revoluzzopuste schnell raus und “der Tsche” wird zum gewoehnlichen Motochorro oder Viehdieb. Wenn es erst drohte ans eigene Leben zu gehen so versuchten die paraguayer auch dem Marschall Francisco Solano Lopez in Scharen davonzulaufen. Aber dem alten Fritz liefen die Soldaten auch scharenweise davon wenn er sie marodieren liess. Daher liess er das Heer nie pluendern, brandschatzen oder marodieren denn die angeworbenen Soldaten suchten nur zu gerne das Weite auf Nimmerwiedersehen. Das ist der Grund warum man damals nicht pluendern liess – und nicht etwa aus edlen und noblen Beweggruenden. Napoleon, der eines der ersten Volksheere hatte, sowie die Hussitenheere die alle Glaubensbrueder waren, hatte nicht dieses Problem denn die Ideologie schmiedete die Leute zusammen und nicht der Sold.
    Bezeichnenderweise kam die kommunistische Revolution, welches ja genau das ist was die ACA und EPP auch versuchen loszutreten, nur in Russland zustande – der Russe hat eben ein ganz anderes Durchhaltevermoegen als der Indianer. Auch Kuba ist genetisch weniger indianisch als eben Spanisch. Auch der Chinese gilt als “Durchbeisser” und gibt nicht so schnell auf – Mao basierte seine Taktik auf die Masse und ihn kuemmerte es nicht ob 20 Tausend fielen, denn er hatte immer noch Millionen auf der Reserve sitzen. Da die Guerillataktik eigentlich auf Durchhaltevermoegen, Verlusttoleranz und Schmerzertragung aufbaut (wer die meisten Schmerzen, die groessten Verluste und am laengsten durchhaelt, der gewinnt), so gewinnt das Volk das am meisten Leiden und Durchhalten kann. Bei beidem ist der Indianer nicht besonders gut in. Der Russe ja, was die Deutschen im 2. Weltkrieg ja erfahren mussten und womit sie auch nicht gerechnet hatten.
    Man kann es ja am paraguayischen Volkscharakter sehen dass, so schnell sie den kurzfristigen Eigennutz nicht sehen, sie eine Tendenz haben aufzugeben ausser jemand peppelt sie auf indem er an ihren Stolz appelliert.
    Diese Argentinier kommen um die Gesinnungsgenossen aufzupeppeln. Sie sind praktisch ein Trojanischers Pferd fuer die paraguayische Regierung. Womoeglich bleiben noch ein paar Mitglieder dieser NGO gleich bei der EPP als neue Politkommissare – so schleust man Chefideologen und Fuehrungskraefte ein.
    Ich wuerde genauso handeln wie der Giuzzio – in Asuncion unter argwoehnischen Argusaugen der Roten Partei duerfen sie quasseln, aber sich zu den Gesinnungsgenossen begeben und eventuell Waffen mitbringen und Munition, das geht garnicht. Ich wuerde sie als Trojanisches Pferd benutzen: denen Sender verpassen und dann folgen. Dann umzingelt man die Bande und eroeffnet das Feuer. Damit waere der Guerilla ein Schlag versetzt von dem sie sich wohl nur innerhalb 2 Jahre wieder erholen duerften und die NGO waere auch ausgeloescht. Die Sportsfreunde duerften dann so schnell nicht wieder antanzen wollen.
    Der Tod der 2 Revoluzzerbraeute im Teenageralter die voriges Jahr erschossen wurden hat diesem Land etwa 1 Jahr Verschnaufpause von diese Guerilla beschert. Bei diesen asymmetrischen Kriegsfuehrungen geht es darum harte und vernichtende Schlaege zu erteilen und so immer mehr von deren Leute umzubringen. Ganz aufhoeren wird die Guerilla nie. Das Problem beim Paraguayer ist eben dieses dass eventuell die FTC Leute mit Maus und Waffen zur EPP ueberlaufen koennten. Es droht so zu werden wie in Mexiko wo praktisch jeder Soldat und Polizist auf der Gehaltsliste des Staates und auch einer der Drogenkartelle steht. Die Kartelle rekrutieren sich so ausgebildete Kaempfe von den Militaerakademien die der Staat eben ausgebildet hat – so sparen die Kartelle sich die Ausbildung ihrer Soldaten da diese sowieso vom Staat schon ausgebildet wurden. Dieses steht in Paraguay allerdings noch aus. Je reicher die Kartelle werden je naeher kommt Paraguay “mexikanischen Zustaenden”. Z.B. keiner der Drogenbosse denkt daran einen Milchbetrieb zu eroeffnen oder einen auf Gemuesebauer zu machen, sondern er ist in der Viehwirtschaft und im Fleischgeschaeft unterwegs – das zeigt dir deutlich wo die Renditen liegen.
    Klar, ermoeglichten es immer grassierende Ungerechtigkeiten in Russland dass der Bolschewismus in Schwung kam – teilweise sind daran die Mennoniten aus Suedrussland schuld gewesen.
    Concepcion gilt als PLRA und liberale Hochburg wo es frueher Villarica war wo die Blauen aber von den Roten ausgeraeuchert wurden. Viele Paraguayersiedlungen im Chaco die die Mennoniten fuer unschuldig halten, sind von Sippen und Clans aus Concepcion gegruendet bzw besiedelt worden. Diese werden irgendwann die liberale Ideologie, d.i. den Kommunismus ausrufen wollen. Meist werden solche liberale Siedlungen von mennonitischen Gutmenschen im Kooperativssektor selbstverstaendlich nicht mit eigenem Geld sondern dass der Kooperative finanziell unterstuetzt.
    Der Weg der Nachbarschaftskomissionen der ins Verderben fuehrt ist meist gepflastert mit guten Absichten – auch bei den Mennoniten ist das liberale Gutmenschentum jetzt gerade sehr in Mode.
    Man fuettert sich da eine Schlange auf die einem nachher beisst.
    “Der Bauer und die Schlange
    Ein Bauersmann, von dem Äsop erzählt,

    War zwar nicht sonderlich gescheit,

    Doch, sah er irgendwen in Not und Leid,

    War er von tiefstem Mitgefühl beseelt.

    Ein böser Winter war im Land,

    Als dieser Mann einst durch die Äcker schritt

    Und auf dem Schneefeld eine Schlange fand.

    Er nahm die Halberstarrte mit,

    Erwärmte sie in seiner Hand

    Und trug die Arme dann voll Güte

    Im Mantel heim an seinen warmen Herd,

    Wo er sich lange um sie mühte,

    Doch wenig fragte, ob das Tier der Mühe wert.

    Und endlich ist die Schlange neubelebt!

    Kaum aber fühlt sie Wärme durch den Körper rinnen,

    Als sie voll Bosheit ihren Kopf erhebt

    Und ohne viel Besinnen

    Mit bösem Zischen ihre Wut bekundet.

    Nun biegt sie sich zurück und schnellt sich dann empor,

    Um ihren Retter zu verderben;

    Doch dieser ruft, im Herzen tief verwundet:

    »Du Undankbare, du mußt sterben!«

    Und in gerechtem Zorn holt er sein Beil hervor,

    Zerhackt das Vieh und macht aus einer Schlange drei:

    Den Kopf, den Rumpf, den Schwanz.

    Die Schlange wäre gerne wieder ganz;

    Jedoch, sie war und blieb entzwei,

    Und mit dem Leben war’s vorbei.

    Wohl ist Barmherzigkeit ein schöner Zug,

    Doch übe sie bedacht und klug.

    Den Undankbaren aber wird es schlecht ergehen,

    So wie es hier dem Schlangenvieh geschehen.”

    1. Moyses Comte de Saint-Gilles

      Spruch: “Ein Bauer zwischen zwei Advokaten, Buchfuehrern und Verwaltungsheinis gleicht einem Fisch zwischen zwei Katzen….”
      Spruch: “Die Welt ist wie ein trunkener Bauer; hebt man ihn auf der einen Seite in den Sattel, fällt er auf der anderen Seite wieder herab. Martin Luther…”
      Spruch: “Fragt die eine Schlange die andere „Weist du ob wir giftig sind?“ „Wieso?“ „Weil ich mir gerade auf die Zunge gebissen habe!“…”

    2. Reisende soll man nicht aufhalten. Das was die roten ratten wollen ist Aufmerksamkeit und Akzeptanz. Wenn beides nicht geboten wird verkriechen sich die roten ratten schnell wieder in ihren loechern

  2. Menschenrechtsgruppen, was es nicht alles gibt, sie setzen sich für Verbrecher – Banden ein, die andere Menschen schon getötet haben, einfach nur irre. Was soll das mit ” Links ” zu tun haben, ich weiß es nicht, denn links bedeutet für mich etwas anderes, erst mal sozial zu sein, aber nun ja….
    Für die Regierung wäre es doch ein willkommener Anlass mit dem ganzen Spuk aufzuhören, diese elende EPP zu vernichten, dann kämen auch keine Unterstützer mehr. Das wäre mal etwas, was richtig sein würde und einer ordentlichen Regierung anstehen sollte…….

  3. Moyses Comte de Saint-Gilles

    @Cabron et al.
    Links wird in Paraguay als Kommunismus verstanden – und auch so praktiziert.
    Kommunismus wird vom allgemeinen Volke so verstanden dass “ich dir wegnehmen kann was du hast weil ich es nicht habe und daran bist du schuld”.
    Das ist das Ziel der Linken in Paraguay. Also das was Sarah Wagenknecht in Deutschland darstellt wuerde in Paraguay mitte rechts sein.
    Die Linke strebt in Paraguay direkt die Umverteilungsmodelle der westlichen Industriestaaten gepaart mit direktem Kommunismus an. Z.B. ein “Die Linke” Waehler aus Deutschland schmeisst nicht sofort seinen Job hin wenn er Aussicht auf Sozialhilfe hat. Der Indianer in Paraguay schmeisst sofort seinen Job hin wenn er Sozialhilfe bekommt. Steht das Sozialhilfegeld an so verlassen alle Indianer ihre Arbeit und kuendigen bis das Geld aufgebraucht ist. Als die Coronahilfe anfing kuendigten Indianer massenweise im Chaco ihren Job und versuchten damit ihr Leben zu fristen. Der Lateiner sieht die Sozialhilfe als Grund an nicht mehr arbeiten zu muessen.
    Diese Nachbarschaftskommissionen der Mennoniten (so ne Art von Sozialhilfe der Kooperativen im Chaco) bewirkt dass die Paraguayer immer darauf bauen geholfen zu werden und versorgen sich daher nie mit Wasserreservoires sondern veruntreuen eben nur in dem Masse die Gelder die sie in Zeiten der Not von der Nachbarschaftskommission erwarten. Das ist der klassische “Crowding out” Effekt.
    Gibt es keine Nachbarschaftshilfe so entstuenden sehr schnell genug Wasserreservoires bei den Lateinern oder eben die Leute ziehen aus der Zone weg wegen unwirtlichen geographischen Umstaenden (sie zoegen zurueck nach Ostparaguay).
    Der Klassiker: “den Leuten lieber fischen lehren als einen Fisch zum essen geben.”
    Das “fischen lehren” ist von den Verwaltungen nicht sehr erwuenscht weil diese dann in Konkurrenz zu den Grossgrundbesitzern werden.
    Warum den Leuten denn Fleisch verkaufen und nicht lieber eine Viehfenz geben damit sie anstatt deiner das Fleisch ins Ausland exportieren?!
    Das eigentliche Problem ist dass der Indigene (Lateiner) erst knapp 500 Jahre Zivilisation und Christentum hinter sich hat und der Germane (der Indianer des Roemischen Reiches) schon mehr als 2000 Jahre der Zivilisation und dem Christentum ausgesetzt ist und somit weiter entwickelt ist.
    Z.B. was Zivilisation ohne Christentum bedeutet sieht man am Aztekenreich wo 100.000 Menschen pro Jahr mindestens geopfer wurden – allerdings was gutes bauen verstanden die Azteken durchaus denn die Spanier hatten noch nie sowas herrliches gesehen wie die Aztekenhauptstadt.
    https://geschichte-wissen.de/wp-content/uploads/2016/07/Tenochtitlan.jpg
    In ab heute 1500 Jahren kann man erwarten dass die Indianer Suedamerikas (die Lateinamerikaner) den Mercedes bauen werden und auch entwickeln.
    Man bedenke, die Germanen erreichten nie solch hohe Kulturstufe betreffs Bauten, etc wie die Indianer Mexikos (Azteken, Maya) und die Indianer Suedamerikas (Inkas). In der Tat erreichten die Inkas eine hoehere Kulturstufe als die Germanen des Roemischen Reiches. Klar, die Germanen erreichten eine etwas hoehere Kultur als die Indianer des Chaco denn sie konnten Metall bearbeiten – allerdings gab es auch Metall in Germanien und im Chaco nicht. Die Kulturstufe scheint wiederum von geographischen Moeglichkeiten und Leichtigkeiten bestimmt worden zu sein – und von verfuegbarem Wasser.

    1. Moyses Comte de Saint-Gilles

      “Wir Spanier kennen eine Krankheit am Herzen, die nur Gold heilen kann.”
      Hernan Cortes,
      der Eroberer des Aztekenreiches.
      Sounds familiar today, oder?!
      https://geschichte-wissen.de/blog/eroberung-azteken-tenochtitlan/
      “Am 8. November 1519 kam Cortes in Tenochtitlan an – die Stadt war damals eine der größten und nach den Erzählungen der Spanier auch der schönsten der Welt. Auf dem Marsch nach Tenochtitlan hatte Cortes eine Allianz mit den Tlaxcalans geschlossen, die die Azteken hassten und mit ihrer militärischen Macht einen wichtigen Faktor im weiteren Geschehen spielen sollten. Vor seiner Ankunft hatte er die reiche Stadt Cholula eingenommen und geplündert und so den Azteken seine Macht demonstriert.”

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