Politisches “Geplänkel“ verhindert Notfallerklärung im Chaco

Filadelfia: Bis jetzt haben die Gemeinden im Chaco, Filadelfia, Mariscal Estigarribia und Loma Plata, noch nicht den Notstand wegen der anhaltenden Dürre ausgerufen. Hinter vorgehaltener Hand wir viel gemunkelt warum das so sein könnte.

Die Trockenheit im Chaco hat sich verschlimmert, aber die Regenwahrscheinlichkeit steigt an. Viele Privathaushalte haben einen Mangel an Trinkwasser. Tajamares existieren noch einige, andere sind fast leer.

Es gibt keine alternativen Wasserquellen, die funktionieren, wie das Aquädukt oder Entsalzungsanlagen. Jedoch steckt hinter der eingenommenen Position der Kommunen in Boquerón eine andere Befürchtung. Nämlich, dass die für den Notfall freigegebenen Ressourcen, sollte dieser erklärt werden, politisch genutzt werden könnte.

Die Politiker im Chaco versuchen einseitig einen zusätzlichen Betrag in Höhe von 15 Milliarden für das Notfallsekretariat SEN “freizuschaufeln“, umso die indigenen Völker mit Wasser und Nahrung zu versorgen.

Der Gouverneur von Boquerón, Edwin Pauls (ANR) verteidigte die Haltung gegenüber den Indigenen, weil die Situation außergewöhnlich sei. „Es hat seit November nicht geregnet, deshalb ist es gut, wenn zusätzliche Ressourcen zur Verfügung stehen“, sagte er.

Pauls gab zu, die Notfallerklärung brächte politische Vorteile, “aber ich sehe keine Konsequenzen für die allgemeine Bevölkerung. Es gibt Kontrollmechanismen“.

Über zwei Gruppen aus der 16. Gesundheitsregion von Boquerón, eine vom Regionalkrankenhaus von Mariscal Estigarribia und eine weitere vom Kinderkrankenhaus in Villa Choferes zusammen mit Indigenen reiste am Montag nach Asunción. Sie nahmen an einer Veranstaltung am Sitz der Fipsa teil. Dort hielt der Präsidentschaftskandidat Santiago Peña eine Wahlkampfrede und versuchte Anhänger zu mobilisieren.

Wochenblatt / ABC Color

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5 Kommentare zu “Politisches “Geplänkel“ verhindert Notfallerklärung im Chaco

  1. Also das ist doch sehr seltsam, hier in Guaira regnete es diese Wochen überdurchschnittlich oft, und viel, meine Teiche sind teils übergelaufen ud die Fische auf der Wiese gelandet, so schlimm wars noch nie. Wie also kanns sein, dass innerhalb des Landes so unterschiedliches Wetter ist? Wettermanipulation?

  2. Dies ist so weil Paraguay 2 Klimazonen besitzt, Westlich des Rio Paraguays ist das Klima Tropisch also der Chaco und östlich ist das Klima Subtropisch. Im Chaco regnet es durchschnittlich +-800ml und in der Ostregion ca. +-1600ml.

  3. Es gab im Chaco in der Vergangenheit mehrmals Duerreperioden – und in Zukunft werden es noch mehr werden. Abholzung sei Dank! Gewoehnt euch dran!

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