Trotz “Spende“ gestorben

Paraguarí: Es war eine Lungenentzündung, die bei einer Lehrerin relativ harmlos begann. Sie sollte daraufhin mit einem Krankenwagen zum IPS Hospital nach Asunción transportiert werden. Jedoch kam es zu einem tödlichen Zwischenfall, trotz einer Spende vom Staatspräsidenten.

Angehörige der Lehrerin Florencia Gloria Fernandez, 57, baten Verantwortliche aus dem Krankenhaus von Paraguarí eine Überführung nach Asunción vorzunehmen, weil sich der Gesundheitszustand verschlechterte. Ein neuer Krankenwagen wurde zu diesem Zweck an die Gesundheitsbehörden in der Region von Horacio Cartes gespendet.

Tomas Fernandez, Ehemann der Verstorbenen, beschwerte sich nun über die Verantwortungslosigkeit in der neunten Gesundheitsregion und den Gesundheitsminister Antonio Barrios. Er bedauerte, dass es kein Bett für seine Frau im Krankenhaus von Paraguarí gegeben habe nachdem eine Lungenentzündung diagnostiziert wurde.

Danach begann die Suche nach einem freien und einsatzfähigen Krankenwagen um die Lehrerin nach Asunción in das Hospital vom Institut für soziale Sicherheit (IPS) zu überführen. In der Zwischenzeit erlitt Fernandez anscheinend einen Schlaganfall, der zum Tode führte. „Die Aufregung war zu viel für sie um das Gezerre mit dem Krankenwagen“, sagte der Witwer.

Die Leiterin von dem Krankenhaus in Paraguarí, Dr. Auria Villalba, bedauerte den Zwischenfall. Sie sagte, dass der gespendete Krankenwagen von Horacio Cartes noch nicht einsatzbereit sei, weil die Zulassung für das Fahren auf öffentlichen Straßen noch nicht erteil worden sei.

In Caballero hat das Gesundheitszentrum keinen Krankenwagen, in Ybytymi gibt es einen aber die Schweinwerfer sind defekt und ein weiteres Fahrzeug in Carapeguá steht in der Reparaturwerkstatt.

Villalba betonte, dringende medizinische Notfälle würden priorisiert. Dabei fordern Ärzte die Krankenwagen an. Sie wissen welche Fälle mit hoher Priorität eingestuft sind und kennen auch das zu befolgende Protokoll für die Vorgehensweise.

Wochenblatt / ABC Color

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