Polizisten sollen während einer Kontrolle Drogen ins Auto gelegt haben

Encarnación: Ein Mann erhebt schwere Anschuldigungen gegen Beamte der Nationalpolizei, die angeblich während einer Fahrzeugkontrolle Drogen ins Auto legten und ihn daraufhin erpressten. Zumindest kam es infolge dessen schon zu einem Personalwechsel in der Polizeidirektion von Itapuá.

Der Vorfall passierte in der Stadt Encarnación. Ein örtlicher Unternehmer zeigte zwei Polizeibeamte an, die das Vergehen angeblich verursachten.

Der Beschwerdeführer heißt José Luis Cuquejo. Er deutete an, dass er auf einer öffentlichen Straße verhaftet worden und sein Auto beschlagnahmt worden sei. Als der danach in das Hauptgebäude der Nationalpolizei für Ermittlungen gebracht und im Zuge dessen das Fahrzeug von Cuquejo durchsucht wurde, fanden die Ermittler eine Tasche mit Drogen im Kofferraum.

Als der Unternehmer die vorgetäuschte Tatsache bemerkte, sagte er den Beamten, die die Durchsuchung vorgenommen hatten, dass er einen Bericht über den Vorfall bei der örtlichen Staatsanwaltschaft machen werde. Außerdem behauptet Cuquejo, er sei von den Polizisten erpresst worden, in dem er 20 Millionen Guaranies bezahlen solle und die “Angelegenheit dann damit erledigt ist“.

Als Folge dieses Vorfalls wurden der Leiter und der stellvertretende Leiter der Ermittlungsabteilung von Encarnación aus dem Departement Itapuá sofort von ihren Posten abgesetzt und durch neue Führungskräfte ersetzt. Die Ermittlungen in dem Fall dauern noch weiter an.

Wochenblatt / Paraguay.com / Mas Encarnación

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4 Kommentare zu “Polizisten sollen während einer Kontrolle Drogen ins Auto gelegt haben

  1. Das passiert immer wieder in bestimmten Ländern nicht nur in Paraguay.
    Auch eine beliebte Masche an Flugplätzen und Grenzübergängen Geld zu machen

  2. Es gibt auch der Spruch der Polizei: Wenn du nicht bezahlst finden wir Drogen in deinem Auto. Was bleibt einem anders uebrig als sofort zu bezahlen?!

  3. Original italienische Holznudel

    Antworten

    Eine solche Drohung seitens der Polizei würde ich damit kontern, ob er den denke, dass ich ein Umfeld aufweise, welches einem Drogenhändler entspreche und ob er nicht glaube zweiter zu werden. Ich meine, wenn ich zwei Kilo Heroin im Auto mitführen würde, wer kauft mir den Dreck ab, aus meinem Bekanntenkreis sicherlich niemand. Und zu meinem Eigenbedarf auch nicht, dies könnte ich mit der Quittungen bezahlter Müllabfuhrgebühren sogar belegen.

  4. Hatte ein zum Glück harmloseres, aber auch ärgerliches Erlebnis.
    War am Freitag, 16.März 2018 gegen 9 Uhr zu Fuß Richtung Melgarejo unterwegs,
    kam an der Polizeistation Panetei 19 bei der Brücke über den Bach vor der Ortseinfahrt vorbei,
    wurde hereingewunken, kontrolliert, Paß abgenommen,
    dann wurden 500.000 G (rund 80 Euro) verlangt, weil ich auf dem Rand des Asphaltes gegangen wäre,
    wobei zu dem Zeitpunkt kaum Verkehr herrschte und niemand behindert wurde,
    eine Empfangsbestätigung bekam ich nicht
    und auch meinen Paß erst, nachdem ich bezahlt hatte.
    Da kann man kaum zu Reisen und Investitionen raten.

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