Präsident vertraut öffentlichen Gesundheitseinrichtungen

Asunción: Der Präsident der Republik suchte ein öffentliches Krankenhaus auf, um Routineuntersuchungen vorzunehmen. Er wurde von seiner Frau und Dr. Julio Mazzoleni begleitet.

Präsident Mario Abdo Benítez hatte einige medizinische Untersuchungen im Regionalkrankenhaus von Luque absolviert, wie der Direktor der Einrichtung, Dr. Javier Duarte, bestätigte. Der Präsident war letzten Donnerstagmorgen gegen 06:45 Uhr im Krankenhaus und verließ es gegen 10:00 Uhr.

Wie der Arzt erklärte, unterzog sich der Präsident einem Routinecheck, obwohl er als Fachmann nicht spezifizierte, welche Untersuchungen vorgenommen wurden. Der Präsident wurde von seiner Frau Silvana Abdo und dem ehemaligen Gesundheitsminister Dr. Mazzoleni begleitet, der einer seiner Hausärzte sein würde. Die First Lady führte keine Untersuchung oder Konsultation durch.

„Er hat alle Leute begrüßt. Es wurde nur ein Routinecheck durchgeführt. Der Präsident kam durch den Hintereingang und hat das Krankenhaus auf demselben Weg verlassen“, berichtete Dr. Duarte.

Auf die Frage, warum er sich für das Hospital in Luque entschieden habe, antwortete Dr. Duarte, dass “er dem Krankenhaus vollkommen vertraut“. „In Wirklichkeit sollten in einem seriösen Land mit privaten-öffentlichen medizinischen Einrichtungen der Präsident der Republik, Senatoren und Abgeordnete ihrem öffentlichen Gesundheitssystem vertrauen“, sagte der Mediziner. Andererseits verneinte er, dass andere Patienten wegen der Anwesenheit des Präsidenten ihren Termin verloren hätten.

Wochenblatt / Mas Encarnación / Beitragsbild Archiv

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8 Kommentare zu “Präsident vertraut öffentlichen Gesundheitseinrichtungen

  1. Stupid media by (r)(c)(tm) Zardoz

    Das Materno Infantil in Luque ist eines der besseren öffentlichen Spitälern, wurde von Japon oder Korea gespendet. Die haben sogar Ibuprophen, Alkaselzer und ∞-fach-GVO-Nanopartikel-Botenstöffchen-Präventivmedizin-Pimpchen auf Lager und verfügen über moderne medizinische Geräte wie Kreissäge, Pflaster und Fiebermesser. Dahin würde ich als Gesunder auch hin, um zu fragen, ob ich krank sei. Aber auch in diesem Spital stehen die (normal sterblichen) Patienten stundenlang an, bis se einen Artz:*In zu gucken bekommen. Das ist aber nett von den Artz:*Innen, dass sie extra ihre Pause geopfert haben, damit kein anderer Patient seinen ähm Termin verpasst (4 Uhr morgens anstehen, um um 16.55 Uhr einen Artz:*In zu gucken). Fraglich ist allerdings – aufgrund seines leichten Köfferchens beim Eintreten und schweren beim Austreten – ob er sich wirklich nur einer Routineuntersuchung unterzogen hat, oder seinen Anteil an den verschwundenen 1,6 Milliarden US-Dollar zur Überbrückung des Uhu-Viru-V2.x-Zeitalters abholen war. Schließlich hat er seinen Kofferträger Calimero und die Inhaberin von Konten in Delaware, Cayman und Isle of Man mitgebracht. Sicher darum, dass sie sich auch etwas nützlich machen. „Er hat alle Leute begrüßt.” man o man, wie soll der in drei Stunden alle Menschen begrüßt haben. Und wozu. Ich grüße immer die, die mir begegnen. Renne wohl kaum im Spital herum, nur um alle zu begrüßen. Aber das ist ja ein Supertyp. Und nett. Wie sehr Präsident, Senatoren und Abgeordnete ihrem besten öffentlichen Gesundheitssystem der Welt vertrauen, kann man daran erkennen, dass wenn sie wirklich krank sind ins Ausland fliegen.

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  2. Schaut her, Volk. Der Präsi geht sogar in ein öffentliches Krankenhaus – so einen volksnahen Präsidenten hatte Paraguay noch nie, gell – wer macht das schon von den Politikern?
    Das er nicht stundenlang warten musste und es nur eine Routineuntersuchung war – geschenkt. Wenn es mal was ernsteres ist, überlässt er aber gerne den Bedürften dieses Krankenhaus. Da wird dann die Luxus-Krankenversicherung, bezahlt vom paraguayischen Steuerzahler, im Privatklinikum genutzt. Und wenn es wirklich kompliziert wird, kann man immer noch nach Miami zu Spezialisten und Promi-Ärzten. Die US-Konten sind schließlich, dank profitablem Corona-Krisenmanagement, prall gefüllt.

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  3. Habe die Kommentar gelesen, irgendwie toll, aber ich habe eine einzige Frage:
    Was hat denn der Präsident nun falsch gemacht?
    Sollte er ein Krankenhaus nicht besuchen?
    Oder sollte er vielleicht die Deutsche Gemeinschaft, die hier lebt, vorher fragen, was er machen soll, damit er ihre Gnade findet, in den Kommentaren.?

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  4. Ich war vor 2 Jahren fuer 4 Wochen in einem staatlichen Krankenhaus und ich musste einiges zukaufen, aber man hat mich sehr bemueht und mich wiederhergestellt. Meine Tochter hat im Cruz Roja (empfehlenswert) in Asuncion mehrere Vorsorgeuntersuchungen machen lassen und dort entbunden, alles ohne Probleme.
    Es ist immer wieder das Altproblem dieser Einwanderer hier, dass man meint, man koenne irgendwelche Forderungen stellen, rumpoepeln und nach Jahren noch keinen halbwegs vernuenftigen Satz bilden zu koennen.
    Da sperren die Leute hier und man laeuft auf Grund.
    Mich sprach diese Tage ein Herr an und stellte sich als Kandidat fuer das Abgeordnetenhaus vor. Ich war in ein laengeres Gespraech mit dem Herrn verwickelt und ich habe ihm auch gesagt, an was es mangelt, das betrifft ja hier viele Dinge. Nun habe ich wieder eine Visitenkarte mehr, die mir vielleicht man nuetzlich sein kann.
    Das habe viele von diesen “Selbstversorgern” hier auch noch nicht begriffen, dass man hier Kontakte braucht, auf die man hier wenn mal ein Ernstfall auftritt, zurueckgreifen kann.
    Das betrifft viele Gebiete und auch die Gesundheit. Solche habe ich und pflege sie auch. Aber ich benutze sie nicht fuer irgendwelchen Pillepallekram.
    Wem das alles zu viel ist, der muss sich halt eine teure Krankenversicherung nehmen und sehen wie weit er damit kommt. Aber die Stolperdraehte sind im kleingedruckten Anhang!
    Dann gibt es ja noch die Fraktion derer die die Schulmedizin ablehnen und auf Lichtfasten, Rohkost und Marihuana setzen. Aber die fressen dann im Ernstfall schnell die Wuermer auf dem Dorffriedhof.

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    1. Richtig. Wenn der Deutsche sich im Ausland so verhält wie es die Fachkräfte die nach Deutschland hereingewunken und geklatscht werden ist er böse. Der Grund warum Deutsche auswandern ist weil sie im eigenen Land nicht deutsch sein dürfen. Und leider darf man sich im Ausland auch wieder die Litanei anhören. Allen anderen vor allem Staatsbürger aus der 3. welt ist das alles schnurz egal wo auch immer sie sind oder eimfach hingehen. Die lachen über solch “Bildung”. Und recht haben sie.

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    2. @Wolfgang
      Du tust ja so, als ob nur die eingewanderten Deutschen über die Zustände meckern. Es gibt mehr als genug Paraguayer, die unter den Zuständen leiden. Auch die paraguayische Mentalität wird oft kritisiert. Nur Deppen, Mitläufer und Profiteure des Systems verteidigen den alltäglichen Wahnsinn. Zehntausende Paraguayer fahren nach Argentinien, um sich dort medizinisch behandeln zu lassen, weil sie sich nicht ständig irgendwelchen Lokal- oder Regionalpolitiker oder den Amigo vom Amigo anbiedern wollen bzw. “Kontakte pflegen”, wie du sagst.. Ich sehe auch nicht ein, wieso ich eine gekaufte Amigoschaft mit irgendeinem Polizeikommissar oder Direktor eines Gesundheitsposten oder wem auch immer wichtiges “pflegen” sollte, um eine Dienstleistung zu erhalten, die eigentlich über Steuern und Gebühren schon gegeben sein sollte.
      Leute, die sich solche Kontakte erkaufen, verdienen kein Respekt.

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