Pressefreiheit angemahnt

Asunción: Der US-amerikanische Botschafter spart nicht mit Kritik. Nachdem eine Journalistin von der Staatsanwaltschaft in die Mangel genommen wurde ermahnt er zur Pressefreiheit.

Mabel Rehnfeldt, eine Redakteurin der Tageszeitung Abc Color war es, die die Gesprächsmitschnitte von einer anonymen Quelle zugespielt bekam und im Radio sowie in der Presse verbreitete. Aufgrund dessen wurde Óscar González Daher und Jorge Oviedo Matto des Senats verband.

Mabel Rehnfeldt wurde bei der Staatsanwaltschaft vorgeladen und zusammen mit den Anwälten von Óscar González Daher über drei Stunden befragt. Es ging ihnen einzig darum herauszufinden, wer ihr die Bänder zugespielt hat. Zur Aufklärung der Einflussnahme der besagten Senatoren sowie die umgreifende Korruption im Magistergericht (JEM) trug diese Befragung jedoch nicht bei. Es ging einzig allein darum die Quelle der Informationen zu erfahren. Demnach war die Vorladung ein Geschenk an die Verteidigung von González Daher, was sein weiterhin starken Einfluss in Politik und Justiz unterstreicht. Mabel Rehnfeldt hingegen bezog sich auf die Verfassung und nannte ihre Quelle nicht.

US-Botschafter Lee McClenny ist dies auch nicht entgangen. Aus diesem Grund widmete er sich mit seinem Tweet an alle, die sich angesprochen fühlen: “Eine solide Demokratie befürwortet eine frei Presse, die das alle gut informieren und ein breites Panorama an Meinungen erlaubt und Verantwortung von den politischen Führern erwartet“

Wochenblatt / Twitter / Abc Color

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9 Kommentare zu “Pressefreiheit angemahnt

  1. Aus dem Mund eines US-Amerikaners, der fuer seinen Staat arbeitet klingt das wie pure Heuchelei.
    Edward Snowden lässt grüssen.

    1. Es ist generell die Angewohnheit des Westens sich im Ausland einzumischen oder zumindest eine Meinung abzugeben. Das liegt an dieser internationalen Denkweise, die man ansonsten auf der Welt vergeblich sucht.
      Für mich gibt es immer nur 2 Wege. Entweder man sagt überhaupt, das geht mich nichts an oder wenn einem irgend etwas nicht passt, dann müsste man dieses Land kriegerisch erobern und nach seinen Vorstellungen formen.
      Es müsste aber nicht gleich kriegerisch sein, es ginge auch so, dass man sich auf wirtschaftliches beschränkt. Wenn ich also in einem Land eine Brücke baue, dann muss deshalb nicht die Homoehe eingeführt oder Demokratie gebracht werden.
      Was der Westen tut, ist aber eben genau der dritte Weg und der ist nun mal heuchlerisch. Deshalb auch diese Gegenreaktionen. Das ist das Produkt der eigenen Verhaltensweise. Ist aber meiner Meinung nach auch die christliche Prägung. Missionieren, überzeugen, alle Völker lehren, ja da haben wir es schon.
      Im römischen Reich kann man wunderbar studieren, dass es beim Vielgötterglauben nie ein Problem gab. Das Problem begann, als einer sagte, es gibt nur einen Gott und der ist so und so. Nein, sagte der nächste, der eine Gott ist so und so. Krach!

    2. @Philipp
      Aus wessen Mund es kam ist egal.Wenigstens dieser Mann hat einen Arsch in der Hose und ein klares Wort gesprochen.So geht nicht!
      Man kann sich über korrupte Staatsdiener und Verbrecher im Staatsdienst aufregen und sich in die Ecke verpissen.
      Mabel Rehnfeldt und der Botschafter haben wenigsten Farbe bekannt und eine klares Wort gesprochen.
      So geht es nicht haben, das könnte folgen haben.

  2. Philipp Sie schreiben immer die vernünftigsten und besten Kommentare! Doch in diesem Falle möchte ich Ihnen etwas widersprechen. Es steht außer Frage, daß nirgendwo in der Welt die faktische Pressefreiheit so gut ist wie in den USA.. Dort gibt es sowohl linke wie rechte Presseberichte und FS-Sender. Jeder kann im Prinzip seinen Mist verzapfen wie er will, im Gegensatz zu Deutschland. Was den ehrenwerten Herrn Snowden angeht kann man nun wirklich sehr geteilter Meinung sein. Kein Staat der Welt würde es zulassen, daß ein Geheimdienstmitarbeiter öffentlich Internas frei gibt. In vielen Ländern wäre ein solcher Mitarbeiter entweder spurlos verschwunden oder eines unnatürlichen Todes gestorben. Für mich ist dieser „Held“ nichts anderes als ein Vaterlandsverräter.

    1. Bezueglich Pressefreiheit gebe ich Ihnen Recht. Journalisten werden in den USA vermutlich nicht in die Mangel genommen bei kritischen Berichten.
      Aber in dem Artikel genannten Fall, wurde die Journalistin ausgefragt, WER ihr diese Infos zugesendet hat und letztendlich die „Schuld“ hat und die poltische Karriere vom Schwerkriminellen Gonzalez Daher (vorerst) gestoppt hat. Es kann ja nur ein in Colorado-Kreisen intern gut informierter Mensch gewesen sein, dessen Kopf man nun moechte.

      Und was hat das mit Snowden zu tun? Snowden hat ebenfalls brisante Informationen publik gemacht, haette er das anonym gemacht, haette das CIA intern eine riesige Suchaktion mit Verhoeren und „Kopfgeld“ gestartet, wer es gewagt hat, solche Informationen publik zu machen.
      Snowden als Vaterlandsverraeter zu bezeichen trifft es falsch, er hat auf etwas hingewiesen, was ganz und gar nicht mehr akzeptabel ist. Das Argument „Terroristenbekaempfung“ ist einfach nur platt und billig. Diverse Staatsoberhauepter und Politiker aus befreundeten Staaten (!) wurden ausspioniert. Das ist doch keine Terrorismuspraevention, das ist Spionage. Und man braucht kein Prophet zu sein, um zu behaupten, dass die gewonnen Daten fuer die USA zur Zementierung der Position als Weltmacht von grosser Interesse waren. Waehrend die USA in ihren Angelegenheiten alles „top secret“ macht, wird voellig ungeniert die Politik anderer Laender abgehoert, was das Zeug haelt.

  3. @Simplicus
    Snowden ist kein Verräter, er hat nur das offengelegt was andere nicht Hören wollten oder sollten.
    Snowden sie kalten Wasser mal augeweckt!
    Gewust hat es doch so gut wie jeder!Das hat doch schon Willi Brand,Schröder, Kohl gewust das die Gummiohren mit hören und lesen.Da gab es klare Worte!
    Es muss jeden klar das jeder hier Schnüffelt auf Teufel komm raus,Die großen,England,Frankreich,Russland,China, Indien und viele mehr tanzen auf den Paket.

  4. Irrenhaus-Beobachtungs-Institut

    Antworten

    „Es steht außer Frage, daß nirgendwo in der Welt die faktische Pressefreiheit so gut ist wie in den USA“

    Witz der Woche, danke Manni!
    Sprechen sie hier eigentlich von den linken Propagandisten der NYTimes, den rechtspopulistischen Propgandisten von FoxNews, dem propagandistischen Geleier von CNBC oder vielleicht doch von dem Geschwurbel eines Alex Jones der gesteuerten Opposition des alternativen Mainstreams?
    Oder vielleicht doch von RT International (btw auch gesteuerte Opposition), die im übrigen vor etwa einem Jahr von den US-Behörden Auflagen erhalten hatten, bezüglich ihrer Publikationen?
    Echte investigative Journalisten wie ein James Corbett (Corbett Report) mussten ja ins Ausland flüchten, um ohne Risiko publizieren zu können. Im Falle James Japan.

    Und was Edward Snowden angeht: 1. hat der überhaupt nix bekannt gemacht, was aufgeklärten Individuen nicht so schon lange glas klar war, und 2. @
    „wäre ein solcher Mitarbeiter entweder spurlos verschwunden oder eines unnatürlichen Todes gestorben.“
    Wäre er das auch, wenn er nicht zeitig geflüchtet wäre.
    Bei Julian Assange ist es auch nicht anders… der verkriecht sich garantiert nicht zum Spass seit Jahren ohne mal Tageslicht zu sehen in der ecuadorianischen Botschaft in London.
    Bitte aufwachen: https://dudeweblog.wordpress.com/2013/07/16/wie-geisterhande-uber-medien-abgestumpftheit-und-ignoranz-impfen/

  5. Irrenhaus-Beobachtungs-Institut

    Antworten

    Bitte um Verzeihung… vermutlich meinen sie die Hirnwäsche die bei CNN zu sehen ist. Die hatte ich eben vergessen zu erwähnen. 😉

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