Problem erkannt, Problem gebannt

Ciudad del Este: Seit gestern ist Miguel Prieto Bürgermeister in Amt und Würden. Festgestellt wurde bereits, dass seine vorübergehende Vorgängerin Perla Cabral in zwei Monaten 780 Arbeiter anstellte, obwohl es schon tausende “Planilleros“ gab.

Der Person, der Bürgermeister Prieto sein Vertrauen schenkt und sie als Personalchefin im Rathaus einsetzte heißt Yolanda Paredes und ist keine geringere als die Ehefrau von Senator Paraguayo Cubas. Sie ist studierte Anwältin und kennt die zahlreichen Problemstellen der Kommune.

Aus welchem Grund die Vorgängerin stolze 780 Mann mehr an Bord holte ist aus ökonomischer Sicht nicht nachzuvollziehen. Es ist jedoch anzunehmen, dass diese Teil einer Einigung waren und nun wieder gehen müssen, sowie viele hunderte mehr. Laut Paredes befinden sich derzeit 4 Angestellte pro Bodenfliese. Wenigstens 4 Millionen US-Dollar kostete die sinnlose Verpflichtung aller Planilleros der Stadt.

“Die neuen Mitarbeiter glauben, dass man im öffentlichen Dienst zu dem Zeitpunkt kommen kann, wann man will, unter dem Baum Tereré trinkt und die Stechuhr umgehen können. Wir müssen den Leuten quasi von grundauf alles beibringen“, sagte Paredes.

Wochenblatt / Abc Color

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5 Kommentare zu “Problem erkannt, Problem gebannt

  1. Qualifizierter Fliesenreiniger

    Die Teilzeitbürgermeisterin, die für 4 Mio. US$ Steuergelder in zwei Monaten 780 ausgewiesen qualifizierte Amigos angestellt hat, muss sicher nicht ins Gefängnis, da sie dies nur für sich und ihre Amigos getan hat, insbesondere für sich, um in den Bewerbungsunterlagen gute Qualifikationen für künftige Stellenbewerbungen auszuweisen. Sodann steht ihr einer blühenden Karriere nichts mehr im Wege, ist sogar zur Präsidentin des Landes qualifiziert.

  2. Was in Europa zaghaft versucht wird, würde hier funktionieren, aber nicht mit Fantasielöhnen. Das bedingungslose Grundeinkommen für alle. Da es aber hier Paraguayer sind, gehts nicht.

  3. Ein Volk welches im Prinzip nicht nach den notwendigen Regeln einer zivilisierten Welt leben will oder schlicht nicht kann. Dieses Problem hat man ja nicht nur in der CDE. Es ist ja alles so aufgebaut. Mag sein, dass die jetzt eine Abfertigung bekommen und ob die jetzt alle eine Arbeit finden? Wie hoch wäre die Arbeitslosigkeit wenn überall so durchgegriffen wird und wie sieht dieses Land dann aus? Leider ist das System arbeiten um zu leben auch nicht perfekt, weil es stetiges Wachstum braucht, immer mehr Spezialisten, Leute, die flexibel sind, also Job und Wohnort wechseln etc. Ich habe vor kurzem gesagt, dass maximal 20 % dafür überhaupt geeignet wären und selbst bei denen stellt sich die Frage wie lange. Ab 45 ist man häufig auch als Fachkraft nicht mehr gesucht, daher also doch so schnell wie möglich so viel wie möglich „verdienen“ oder schon reich zur Welt kommen und diesen Reichtum unter allen Umständen erhalten und ausbauen. Daran wird sich nie etwas ändern, es kann sich im Prinzip nicht ändern.

  4. Was ist das nur für ein Land? Null Charakter, null Anstand, null Niveau, null Moral, keine Werte – verkommen bis in´s Mark! Bis auf wenige Ausnahmen – aber wo sind diese nur? Wird Zeit, daß sich die wenigen Anständigen endlich getrauen aufzustehen und mit der Faust auf den Tisch zu schlagen.

  5. Der Wahnsinn. In 2 Monaten 780 neue Leute eingestellt. Die ticken nicht mehr ganz richtig da. Frau Perla Cabral muss dafür sofort verhaftet werden und der Prozess gemacht haben wegen gravierender Steuerveruntreuung.
    Angestellte kriegen ja dann wohl eine Abfindung.

    „Die neuen Mitarbeiter glauben, dass man im öffentlichen Dienst zu dem Zeitpunkt kommen kann, wann man will, unter dem Baum Tereré trinkt und die Stechuhr umgehen können. Wir müssen den Leuten quasi von grundauf alles beibringen“

    Das glaube ich gern! Da wurden die wohl aus dem tiefsten Busch geholt diese Leute, die die Gelegenheit sofort annehmen ein paar Kröten fürs Nichtstun zu verdienen. Hat aber politisch nichts genutzt, da ein parteiloser Mann nun Bürgermeister ist. Viel Glück, Herr Prieto, ich hoffe Sie können in diesem Saustall ein bisschen aufräumen.
    Ich beneide Sie kein bisschen um den Job.

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