Rauschendes Fest zum 60. Geburtstag

Kolonie Sudetia: Manche werden 60 Jahre alt und denken, dass dann der große Schock kommt. Das ist aber bei Jose Peterlik nicht der Fall, der voller Spannung und Zuversicht in die Zukunft blickt. Gestern feierte der “Ur-Kolonist“ in Sudetia, Departement Guairá, seinen 60. Geburtstag.

Doch zum runden Geburtstag geht es ganz ohne Blick zurück dann doch nicht. Auf Bewegendes. Prägendes. Auch Schmerzhaftes.

Schon im 4. Jahrhundert erkannte der Philosoph Augustinus von Hippo: „Das Leben der Eltern ist das Buch, in dem die Kinder lesen“. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Nur dass Peterlik nicht nur lesen, sondern am liebsten auch ein paar Seiten aus diesem Buch herausreißen wollte.

In den Anfangszeiten der Kolonie war das Geld immer knapp und nur durch harte Arbeit, mit viel Fleiß und Engagement hat Peterlik sich mit seinem landwirtschaftlichen Betrieb peu à peu nach oben gearbeitet. Der schwerste Schicksalsschlag traf ihn sicherlich als seine Schwiegertochter vor einigen Jahren kurz nach der Geburt seiner Enkelin verstarb.

Sicherlich eine der Seiten im Buch des Lebens, die er am liebsten herausreißen würde. Eine andere, die viele in der Kolonie vergessen werden, ist seine Leidenschaft für das Skatspielen, die Peterlik bis heute regelmäßig und mit viel Begeisterung ausübt.

Nichtsdestotrotz und gerade wegen dem Auf und Ab in seinem Leben feierte Peterlik gestern seinen 60. Geburtstag auf dem Deutschen Sportplatz in der Kolonie Sudetia im Kreis vieler Freunde und Bekannte, mit einem guten Asado a la estaca und Musik von der Band Melodia Joven (Die Lustigen Musikanten) aus Itapúa. Getanzt wurde bis in die frühen Morgenstunden des heutigen Sonntags.

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