Regierung versucht Gegengewicht in der Unasur zu schaffen

Asunción: Die paraguayische Regierung versucht auf diplomatischem Wege ein gewisses Gleichgewicht zu den bolivarischen Staaten zu schaffen, indem sie die Rückkehr der Botschafter von Chile, Peru und Kolumbien anstrengt. Diese Länder hätten diesen Schritt ohne Stallorder schon längst getan. Verhandlungen darüber sind in vollem Gange und könnten mit der Zulassung der Wahlbeobachtermission der Unasur enden“, versicherte der Kanzler José Félix Fernández Estigarribia.

Für den Ex OAS Botschafter Paraguays, Hugo Saguier Caballero sowie für den Ex Kanzler José Antonio Moreno Ruffinelli besteht eine hohe Chance, dass die drei Länder diesen Akt der Annäherung tätigen.

„Wenn diese Länder ihre Botschafter zurückschicken verbessert sich unsere Situation um Längen da diese Länder den politischen Prozess objektiv betrachten“, sagte Saguier.

Mit einer strategischen Allianz zwischen Ländern deren Ideologie von der bolivarischen abweicht, würde ein Gegengewicht geschaffen werden, was dem Block gut täte. Falls jedoch keine Einigung zustande kommt könnten die Unasur Mitglieder trotzdem die Wahl überwachen, jedoch auf eigene Rechnung.

Es scheint weiter, als will die aktuelle Regierung die Bestätigung der Kandidaten der linken Frente Guasu abwarten, um sicher zu sein, dass Ex Präsident Fernando Lugo nicht wieder das eine sagt und das andere tut, bevor sie der Unasur den Weg ebnen.

Am gestrigen Tag empfing Federico Franco die Botschafter von Portugal (Henrique Silveira Borges) und Nepal (Pradhumna Bikram Shah) in seiner Residenz, die ihr Beglaubigungsschreiben überreichten. Beide Botschafter haben ihren Sitz in Argentinien bzw. Brasilien und übernehmen die Aufgaben für Paraguay mit.

Von einer politischen Isolierung Paraguays zu Europa, Afrika, Asien oder Australien kann keineswegs die Rede sein. Kein einziges Land erwog seinen Botschafter abzuziehen, nachdem Fernando Lugo mittels eines Amtsenthebungsverfahrens seinen Posten räumen musste. Die regionale Integrierung ist neben der internationale Akzeptanz ebenso wichtig und muss erneut angekurbelt werden.

(Wochenblatt / Última Hora)

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