Repatriierung aus Spanien in vollem Gange

Asunción: Das Sekretariat für Repatriierung hat bis jetzt schon mehr als 1.000 Anträge auf Rückkehr nach Paraguay eingereicht bekommen. Mit 26% Arbeitslosen und einer schlechter wirtschaftlichen Zukunft ist Spanien für Lateinamerikaner ein Schlamassel, woraus nicht alle ohne fremde Hilfe herauskommen.

Eben weil quasi ein Sechstel der paraguayischen Bevölkerung im Ausland lebt, davon rund 700.000 in Argentinien, wurde 2008 das Sekretariat für Rückkehrer gegründet. Es hilft Rückwanderern mit Steuerbefreiung wenn sie ein kleines oder mittleres Unternehmen in Paraguay gründen wollen, bietet ihnen Weiterbildungskurse, erkennt neue akademische Titel an und hilft den Ärmsten auch mit einem Rückflug, der jedoch nur unter strengsten Auflagen erteilt wird.

Der Minister des Sekretariats, Elías Samuel Lugo, hat seit der Wirtschaftskrise andere Bilder von Paraguayern in Spanien im Kopf. Bei seinem letzten Besuch auf der iberischen Halbinsel fand er mehr Lateinamerikaner vor, die entweder auf der Straße leben oder kurz davor stehen. Unsere paraguayischen Auswanderer können sich davor ebenso wenig schützen. Dank der Sammelunterkünften der Kirche und Nichtregierungsorganisationen überleben viele.

Er geht davon aus, dass mehr als die 100.000 registrierten Paraguayer in Spanien leben. Im vergangenen Jahr wurden bei dem Sekretariat 1.067 Anträge auf Rückkehr eingereicht. 736 Personen davon kamen wirklich zurück nach Paraguay während 138 weitere, als der Moment kam, doch nicht reisen wollten. Im ersten Monat des neuen Jahres wurden 50 neue Anträge bei dem Sekretariat eingereicht.

Im vergangenen Jahr wurden auch 179 Anträge auf Überführung des Leichnams eingereicht wovon 128 tatsächlich nach Paraguay zurückkamen. Vor 2008 war die Situation von Paraguayern im Ausland sehr unsicher, da es entweder keine oder nur mäßig besetzte Konsulate gab.

(Wochenblatt / La Nación)

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Europakongress

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21 Kommentare zu “Repatriierung aus Spanien in vollem Gange

  1. Weiß es nicht ,wieviele Familien,anstatt alles was ihnen
    ihre Familienangehörigen aus dem Ausland überweisen,anstatt
    dies alles zu verbrauchen,als Notfälle zurücklegen!
    Anscheinend wird daran nicht gedacht!!.
    Man sollte dies einmal in der Presse oder im Fernsehen
    den Paraguayern übermitteln!
    Beispiele gibts in den Medien genug.

  2. Da wir innerhalb von nur 2 Wochen zwei große Verluste zu verzeichnen haben, den See und den General, dürfen wir trotzdem nicht den Kopf in den Sand stecken und uns dem Land verschließen. Wir leben jetzt in einem anderen Paraguay und müssen uns überlegen wie wir uns in diesem neuen Land besser als bisher einbringen können. Es ist zuwenig nur ein paar Würste im Agrarmarkt in Sanber zu kaufen.

    Diese Meldung sollte uns anspornen aktiv einzugreifen. Die Verwandten der Auslandsparaguayer brauchen hier das Geld um zu leben. Also kann keiner erwarten, dass Rückkagen angelegt werden können, da oftmals für Bier und Wein nicht genug zur Verfügung steht.

    Wir sollten daher in die staatliche Stelle gehen und dem Beamten sagen, dass wir gerne eine Patenschaft übernehmen würden und den Betrag, wenn möglich in Bar, sofort bei dieser Gelegenheit übergeben möchten. Quittung brauchen wir keine zu verlangen, wir zahlen ja keine Steuern im Land. Was ein weiteres Thema wäre, nämlich eine freiwillige Auswanderersteuer, aber dazu ein anderes Mal mehr.

    Begrüßenswert wärge es in kleinen Gruppen aufzutreten und bei der Übergabe die nationalen Hymnen zu singen, was dem Ganzen einen feierlichen Rahmen geben würde. Schilder wie “Aregua presente” sind natürlich sehr willkommen, da der Geldspender seinen Aufenthaltsort damit auch noch würdigt.

    Wir Alle wollen und sollten uns mehr im Land einbringen und uns nicht immer mehr abkapseln. Schließlich müssen wir auch an morgen denken. Sollte auch uns eines Tages die Repatriierung treffen, können wir dort anklopfen und man wird sich gerne an uns erinnern und hilfreiche Tipps und möglicherweise noch einen Kaffee geben.

    Anstatt nur Kaffeekränzchen untereinander abzuhalten und über andere her zu ziehen wäre es Zeit endlich einmal etwas vernünftiges zu tun.

  3. Paraguayer kennen kein Bevorratungskonzept .
    Hoy tenemos pan – manana es un otra dia ! oder so ähnlich leben sie hier und da !
    Einer der wenigen der ein Bevorratungskonzept für die Zukunft hatte war Lino O. und andere Politiker

  4. man kann es fast nicht glauben.in sachen rueckfuehrung
    von auswanderen ist paraguay offensichtlich grosszuegiger
    als deutschland.laut statistik ist deutschland die
    5.groesste wirtschaftsmacht auf der welt, paraguay liegt auf platz 104.in den nachrichtensendungen im fernsehen
    kann man des oefteren sehen,dass paraguayer auf staatskosten wieder zurueck in ihre heimat kommen.dass es
    aber so eine groessenordnung hat,im letzten jahr 736 allein aus spanien,erstaunt mich aber schon.das kostet dem paraguayischen staat doch einiges “kleingeld”.wie
    genau die vorschriften sind, um einen kostenlosen
    rueckflug zu bekommen,weiss ich nicht. eines ist mir aber aufgefallen.unter “mittellosen rueckkehrern” stelle ich mir personen in abgewetzter kleidung und einer alten reisetasche vor.aber im fernsehen kann man
    das gegenteil sehen.ziemlich aufgeputzte damen in modischer kleidung mit rollkoffern.die kriterien fuer
    “mittellos”duerften also nicht besonders hoch angesetzt
    werden.oder sind wie fast immer “beziehungen” wichtiger
    als wirkliche armut?sei es wie es sei,jedenfalls wuerde ich gerne wissen,welche kriterien die deutsche
    botschaft ansetzt,um “gestrandeten”landsleuten einen
    rueckflug zu ermoeglichen.auch wurden laut zeitungsbericht 128 tote nach paraguay ueberfuehrt.
    weiss jemand welche bedingungen die deutsche botschaft
    bei einem todesfall stellt?
    fazit.fast ist anzunehmen,dass die wirtschaftliche weltmacht deutschland “knausriger”mit ihren landsleuten
    umgeht als das arme paraguay.dabei ist natuerlich zu
    erwaehnen, dass diese paraguayer ebenfalls FREIWILLIG
    ihr land verlassen haben und nicht etwa”politische fluechtlinge”sind,wie es sie in alfredos zeiten gab.

    1. liebe leser gestatten sie mir einen weiteren kommentar.
      das gewisse “desinteresse” von deutschen behoerden an
      rueckkehrwilligen auswanderern ist wahrscheinlich
      historisch bedingt.frueher gab es in deutschland den begriff “heimatrecht”.die gemeinden waren verpflichtet
      fuer im ort geborene im notfall finanziell aufzukommen.
      registrierte auswanderer im 19.jahrhundert mussten ein
      dokument unterschreiben das besagte,dass sie aus dem
      “untertanenstatus”entlassen werden und somit das heimat-
      recht verlieren.es gab sogar faelle,wo die auswanderung von “zur last fallenden personen” von den gemeinden
      finanziert wurde um sich ihrer zu entledigen.
      wahrscheinlich schwirrt diese “geisteshaltung” noch immer
      in den dienstanweisungen fuer deutsches botschaftspersonal herum.
      dazu noch eine andere sache.meine mutter erzaehlte oefters,dass mein grossvater, der noch zu kaisers franz
      josefs zeiten buergermeister eines ortes in suedmaehren war,immer viel papierkram usw erledigen
      musste,wenn gescheiterte oder missliebige personen von
      den behoerden der stadt wien jaehrlich “per schub” in
      ihre heimatgemeinden abgeschoben wurden.eine solche
      “abschiebung”empfanden die angehoerigen dieser “abgeschobenen” meist als schande.hier in paraguay ist
      dies nicht der fall.viele dieser “subventionierten
      rueckwanderer”werden von regelrechten “empfangskommites
      am flughafen begruesst.
      wie so oft gilt der ausspruch “andere laender,andere sitten”

    1. @erich
      ja,da hast du Recht,aber wenn ich mir die trinkenden,oder
      herumtollenden Motorradfahrer,oder die manchmal Prassenden
      ansehe ,habe ich Zweifel,dass die von der Hand im Mund leben.
      Und schau mal in den Supermärkten,was da so gekauft wird!,
      viel Unsinn dabei auch!.
      Ja,es gibt Regionen,da geb ich Dir Recht,aber die sind so
      arm,dass keiner ihrer Familien je ins Ausland zum arbeiten
      kommt.
      Leider sieht man die fast nie,denn diese Schämen sich
      ihrer Armut.
      Viele Ausländer hier ,wissen nicht was Essen in Paraguay
      für viele hier bedeutet,-aber die Regierung sehr wohl!.
      Aber ich habe noch keine LKWs gesehen,die ausser bei
      Katastrophen Nahrungsmittel verteilen.
      Dort,wo diese allerärmsten sind, kommen die meisten alle samt uns nicht hin!
      Das wollte ich einmal anstoßen!.

  5. ja da kann sich Deutschland eine “Scheibe abschneiden…” das kleine Paraguay sorgt mit fuer das Land hohem Kostenaufwand dafuer das im Ausland lebende und in Not geratene Landsleute wieder in die Heimat kommen koennen!!! – gehen dagegen Deutsche die im Ausland pleite gehen (was hier in Py taeglich passiert) zur deutschen Botschaft und wollen einen Flug oder aehnliches bezahlt haben gibts rein gar nichts!!!!

  6. Was für abfällige Kommentare. Bitte etwas mehr Respekt gegenüber unserer Heimat. Jeder von uns möchte hier so leben wie er will. Warum gestehen wir dieses Recht nicht auch den Paraguayern zu. Ihnen gehört schließlich das Land und nicht uns. Deshalb haben wir sie so zu respektieren wie sie sind.

  7. Gamsbart
    ganz richtig, für in Not geratene Deutsche gibt es bei der Dt. Botschaft rein gar nichts.

    Vor einige Jahren in Mexico :
    ein deutsches Paar wird übel zusammengeschlagen und ausgeraubt, nichts blieb ihnen, kein Ausweis, kein Geld,keine Kleidung.

    Reaktion auf der deutschen Botschaft : Sie haben keine Ausweise, woher sollen wir denn wissen, daß sie wirklich Deutsche sind ?
    Es gab keine Hilfe für die Behandlung, keine Hilfe zur Rückkehr nach Deutschland.
    Geholfen wurde ihnen von einem engagierten Polizeibeamten, einem Beamten am Flughafen und der Hilfsbereitschaft der Hotelgäste, die für sie sammelten, um das Geld für den Heimflug zusammenzubringen.

    Die Botschaften verhelfen gestrandeten Deutschen unter gewissen Umständen schon mal zu einem Heimflug.
    Der muß dann aber nach der Rückkunft bezahlt werden.

    Nein, das waren glücklicherweise nicht wir selber, aber das könnte theoretisch jedem von uns passieren.

  8. Das Paraguay Rückwanderern hilft ist wirklich eine lobenswerte Sache. Ich stimme “Asuncioner” zu, dass wir Deutschen Einwanderer (natürlich auch andere Interessierte) hier helfen sollten.

    Ich würde da an eine Initiative denken mit einem vertrauenwürdigen Vorstand, einem Bankkonto, einem sachbezogenen Namen und einer eigenen Webite.
    Erstes Erfordernis wäre eine Mitgliederliste zu erstellen.
    Ich erkläre mich bereit die Webseite mit angeschlossenem Forum zu erstellen und auf meine Kosten ins Netz zu stellen. Über das Forum könnten sich Hilfewillige anmelden.

    Bitte hierzu Kommentare von Hilfewilligen!
    Wer nicht mitmachen will braucht meinen Vorschlag nicht zu kommentieren.

    1. Gustav, es ist Dir sehr hoch anzurechnen eine solche Initiative starten zu wollen. Aber ich sehe da schwarz, um ehrlich zu sein. Vielleicht gar nicht deshalb, weil die Leute nicht helfen wollen, sondern aus dem Grund, da ein gewisses Misstrauen gegen solche Aktionen besteht. Und zum Schluss wird man selber zum Gesprächsstoff, obwohl man nur helfen wollte. Wie gesagt ist das nur meine bescheidene Meinung dazu.

  9. vor einigen Jahren hatte ich Briefkontakt zu einer jungen deutschen Frau die in Quito einige Jahre im Gefängnis saß.
    Sie bekam dort ins Gefängnis einen Regelsatz vom Sozilamt in Deutschland um überleben zu können.
    Dann wurde eine Überführung in ein deutsches Gefängnis veranlaßt was auch den Flug nach Deutschland beinhaltete.
    Als die Frau später entlassen wurde blieb sie weiter Hartz 4 Empfänger für eine gewisse Zeit.
    Die Ausgaben des Sozialamtes wurden ihr in Rechnung gestellt.
    Ob sie inzwischen Arbeit gefunden und die Schulden zurückbezahlt hat weiß ich nicht da der Kontakt nicht mehr besteht.
    Ich hielt es für wichtig hier auch mal eine andere Variante von Hilfe aus Deutschland darzustellen.
    Für mich unverständlich ist allerdings die unterschiedliche Handhabe in vielen Fällen.

    liebe Grüße

  10. Die Frage ist doch immer: Wer hat einen Nutzen davon.
    Die Paraguayer, die nach Spanien gegangen sind, zählen wohl kaum zu den ärmsten. Da kenne ich etliche Fälle. Sonst hätten sie auch den für sie extremen Flugpreis nie bezahlen können (ausser er wird von den Bordellen in Spanien bezahlt). Und wenn sie dann in Spanien nicht weiterkommen, gibt es hier immer jemanden, der ein paar Scheinchen rüberreicht an die entsprechende Stelle und schon wird dem/derjenigen geholfen.
    Welchen Nutzen haben hier gestrandete Deutsche für den deutschen Staat – keinen. Sie kosten dem deutschen Steuerzahler nur Geld wenn sie zurückkommen. Also braucht man sie nicht und sie sollen bleiben wo der Pfeffer – bzw. der Soja wächst.

  11. Der Unterschied ist ganz einfach erklärt.

    Die netten Damen aus Spanien haben dort haupsächlich als Prostituirte gearbeitet und mit dem Geld, daß sie nach Paraguay überwiesen haben, ihre Familien unterstützt und auch Paraguay zu Devisen-euros verholfen.

    Dies gilt sinngemäß auch für die Erntehelfter oder Maurer in Spanien oder anderswo. Für Paraguay sind diese Menschen ein Asset.

    Aus der Sicht von Deutschland sind Auswanderer ein Übel. Man entzieht sich der Deutschen Steuer und/oder bezieht sogar noch Einkommen wie etwa Rente, die dann im Ausland verkonsumiert wird. Also doppelt schlecht für den Staatsapparat.

  12. Eigentlich schade, aber ich muss auch zugeben keine positive Resonanz erwartet zu haben.

    Wer trotzdem Interesse hat kann sich den Webseitenentwurf mit Forum ansehen unter:

    http://diph.paraguay-web.net

  13. Hallo Gustav,
    Deine Einsatzbereitschaft finde ich lobenswert.
    Für den richtigen Weg halte ich es allerdings nicht.
    Wie willst Du Kontakt herstellen zu den wirklich Bedürftigen?
    Wer tatsächliche Not hat und im Ausland am Hungertuch nagt, wird wohl kaum zu einer Website Zugriff haben wo ihm geholfen werden könnte.
    Hat er doch Zugriff, wird er so arm nicht sein!
    Vermute ich mal!
    Wir halten es so, das wir den Menschen, mit denen wir zu tun haben und deren Lebensumstände kennen helfen, wo sie Not haben.

    liebe Grüße

    1. kristina sie haben wirklich recht.
      warum paraguayern im ausland helfen wenn die wirklich
      armen hier in paraguay sind. ein vorschlag.schauen sie
      in ihrer umgebung,besonders auf dem land,ob sie nicht
      ein wirklich armes kind finden. in 2 wochen ist schulanfang.kaufen sie einen schulranzen,einen trainings-anzug, ein paar turnschuhe (natuerlich keineswegs adidas)
      und noch ein paar kleinigkeiten.dieses kostet hoechstens
      etwa 50 euros und sie machen ein kind gluecklich,
      noch dazu alles ohne jede buerokratie

  14. hola Gustav,

    wenn du dir ärger und üble nachrede ersparen willst, lass deine lobenswerte aktion fallen…..

    als erstes wird dir von den hier lebenden ausländern unterstellt, du willst dich bereichern.

    schade, das solche projekte an der gier und am neid der eigenen landsleute scheitern……

    wünsch dir alles gute *

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