Städtische- und polizeiliche Untätigkeit

Areguá: Anwohner des Wohnviertels „Brisas del Lago“, ebenso bekannt als Caacupemí, riefen gestern Nachmittag die Polizei und die Stadtverwaltung an um einen Nachbarn anzuzeigen, der Müll verbrannte. Das Feuer breitete sich rasch aus und das Risiko bestand, dass dieser fast das ganze Wohngebiet in Feuer steckte. Die Polizisten des Ortes kamen angefahren, schauten kurz und tranken Tereré mit dem Verantwortlichen für den Brand.

Die Anwohner bekommen dieses gefährliche Schauspiel zwischen Bäumen und Büschen nur dann zu spüren, wenn der Herr mit Nachname Ramirez ein paar Gläser zu viel Indus hat.

Obwohl dies der Stadt und der Polizei das Spiel mit dem Feuer bekannt ist, wird permanent nichts unternommen. Bei dem besagten Brand am gestrigen Donnerstag, tranken die Uniformierten 40 Minuten Tereré vor den Augen derer, die etwas mehr Einsatzwille erhofft hatten.

(Wochenblatt / La Nación)

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10 Kommentare zu “Städtische- und polizeiliche Untätigkeit

  1. leider ist die Ignoranz und die Unwissenheit über die
    Gefahren einer solchen Müllentsorgung sehr hoch. Unsere
    Nachbarn wollten neulich auch direkt an der Grenze zu uns unter einem Baum ihre Plastikflaschen samt Mangoblättern
    verbrennen. Zum Glück bekamen wir das mit und konnten die Dame bewegen, das Feuer wieder zu löschen. Die unteren Äste waren bereits angekokelt und mein Holzhaus befindet sich einen Meter daneben. Jetzt wurden wieder Blätter zusammengeharkt und auf dem gleichen Platz angehäuft. Es bleibt abzuwarten, ob sich das Schauspiel wiederholt wenn wir mal nicht zuhause sind. Fängt der Baum Feuer, rennen sie mit ihren zahlreichen Nachkommen davon und wir werden
    nur noch qualmende Reste unseres Hauses vorfinden. Diese Dame soll Lehrerin sein (neu zugezogen), da kann man sich vorstellen, was sie als “Beispiel” ihren Schülern vermittelt. Gute Nacht geliebtes Paraguay

  2. Hier stellt sich allerdings die Frage wohin mit dem Muell wen die Muellabfuhr einfach nicht mehr kommt ??? Ich muss meinen auch durch den Gaertner verbrennen lassen, obwohl ich an einer Pflasterstrasse wohne, weil die Muellabfuhr Aregua zu faul ist ihren Job zu machen.

    LG Adi

    1. Hallo Adi,
      wie ist denn die Müllentsorgung in Aregua geregelt? Hier in SanBer gibt es an mehreren Stellen grosse Gitterkörbe (2m x 4m), die gelegentlich geleert werden. Wir wohnen etwas ausserhalb und bringen den Müll einfach dahin, wenn wir sowieso in die Richtung fahren.
      Hier braucht niemand seinen Müll selbst verbrennen.

      1. Macht ja nicht er selbst, sondern der Gärtner 🙂

        Aber ein ironischer Widerspruch: Trotz Müllabfuhr wird Laub und Geäst natürlich verbrannt, wer kennt das nicht? Auch in Deutschland ist das in Gartenzonen zu gewissen Zeiten gestattet. Der Widerspruch besteht darin, dass jeder Paraguayer egal was er will verbrennt, das Umweltamt nichts unternimmt es sei denn es geht um Ausländer (Wir mögen den Terere mit den Polizisten nicht) und es spielt auch keine Rolle ob es ein umgekippter Baum ist scheint mir. Am besten klein hacken und zugucken wie die Müllabfuhr den auf die Karre heben? 🙂 Diese Laub/Holz verbrenn Feiertage gibts hier scheinbar nicht. Belehrt mich eines besseren falls doch.

      2. In Aregua gab es auch oeffentliche Muellkorbe, dorthin habe ich alles metallische gebracht weil ich damit nicht das Land vergiften wollte. Dort haeufte sich bald der Abfall -> die areguaische Loesung war die Abfallkoerbe wieder zu demontieren ! Wohin mit meinen gesammelten Buechsen weiss ich im Moment noch nicht. Ich dachte daran bei der Municipalidad vorbeizugehen und denen den Abfall am Empfang reinzuschuetten, schliesslich sind sie dafuer verantwortlich. Sie haben ja auch mein Geld fuer eine Beschwerde das die Muellabfuhr nicht mehr kommt genommen, getan wurde wie ueblich nichts…

    2. Wie ist es denn offiziell bei euch mit der Müllentsorgung geregelt ? Wir in Altos bezahlen einen jährlichen Obulus ca. 12 000 Gs / Jahr – im Januar ans Rathaus und die Müllmänner kommen 2x in der Woche und holen den Müll ab. Hausmüll oder Gartenmüll – egal !
      Zusätzlich habe ich mein Haus gegen Feuer bei der Mapfre versichert –
      Seit vielen Jahren alles o.k.

      1. Offiziel muessten sie 2* die Woche kommen. Sie kammen aber von Anfang an nur einmal die Woche und seid ein paar Monaten gar nicht mehr. Pro Mal wollen sie 25’000 Gs. Ich wuerde auch 1000 Gs pro Monat zahlen wie ihr in Altos, das waere es mir wert ! Gartenabfall nehmen sie nicht mit, es gab ein grosses Gemurre als der Gaertner einmal draussen einen Sack voll Fruechte hinstellte.

        LG
        Adi

  3. Adi

    gib deine gesammelten Büchsen und Plastikflaschen doch einfach einem dieser Flaschensammler.
    Die siehst du doch sicherlich die Straßenränder ablaufen.

    Wir wissen z.B. wo ein alter Mann wohnt, der mit seinem Karren Flaschen und Dosen von den Straßen sammelt.
    Wir sammeln unsere Plastikflaschen und Dosen und auch die Glasflaschen gesondert, haben wir einige Säcke beisammen, bringen wir sie ihm nach Hause und die Familie freut sich.
    Ansonsten haben wir nicht viel Müll und den einen Sack pro Monat packen wir in der Stadt in eine der öffentlichen Tonnen.

  4. Ja, hallo erst mal! Ich weiß gar nicht, ob Sie’s schon wussten, aber die Müllabfuhr fährt 2x wöchentlich an meinem Haus vorbei, weshalb ich bei den Munis 20.000 Gs. bezahlt und mir einen Porta Basurero angeschafft habe. Die Müllabfuhr ist dann immer noch 2x wöchentlich an meinem Haus vorbeigefahren, aber sie dachten sich wohl, der Porta Basura sein nur zur Dekoration. Na ja, verbrenne jetzt meinen Müll und die 20.000 Gs. spare ich mir, konnte auch nicht mehr als 1x höflich bei den Munis reklamieren. Aber mit Clowns fackle ich auch gar nicht lange herum.

    Nun verbrenne ich meinen Müll, wobei ich nur brennbares aus Papier, Stoff und Holzverbrenne, Organisches, Metall, Glas und Plastik gebe ich zum Recycling (?), schließlich habe ich von meinen Eltern gelernt, wenn ich eine Packung Kekse esse, ich mich auch bücken kann und die Verpackung zum Plastik entsorgen kann. Dies hat “der Paraguayer” von seinen Eltern leider nicht gelernt, also wischt er 1x wöchentlich die Blätter samt Keks- und Hielo-Plastik zusammen und verbrennt diese mit dem restlichem Müll samt Plastik! Es ist wirklich zum sich Übergeben zu müssen, doch scheine ich der einzige zu sein, der sich daran stört. Plastik, Glas und Metall werfe ich dann ab und zu den Munis in die amtlich bewilligten Behälter.

    In diesem Land muss man einfach damit leben, dass Recycling und Müllabfuhr ein Fremdwort ist, die Eltern haben schon kein Müll entsorgt, ebenso lernen es die ganz Kleinen: der Boden wo man gerade steht ist der Mülleimer. Außerdem machen es “die anderen” genau so.

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