Richter verweigert Annahme von Antrag wegen orthografischen Fehlern

Asunción: Richter Camilo Cantero lehnte einen Reiseantrag für ein Kind von einer Anwältin ab, die Jura an der Universität von Asunción studierte. Der Grund war orthografischer Natur.

Schwerwiegende Rechtschreibefehler unterliefen der Anwältin Yenny Fornerón die beim Gericht in San Juan Bautista einen Reiseantrag stellte, weil der Vater eines Kindes nicht auffindbar war. Fornerón studierte Jura an der Universidad Nacional de Asunción (UNA), ein Armutszeugnis. Richter Cantero rechtfertigte die Ablehnung des Antrages damit, dass der Text nicht die Mindestanforderungen für eine Annahme erfüllt.

Für die Anwältin, die gerne einmal das B mit dem V vertauscht und den Singular und Plural in einem Satz vermischt ist jedoch nicht alles verloren. Sie kann gleich heute wieder einen neuen, orthografisch korrekten Antrag nachreichen.

Für Richter Cantero ist es notwendig das Niveau im juristischen Sektor hoch zu halten und nicht einer Mechanisierung zu verfallen, wo Helfer und Helfershelfer Texte editieren. “Gutes Personal ist Grundvoraussetzung für eine gute Dienstleistung“, so der Richter abschließend.

Wochenblatt / Abc Color

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3 Kommentare zu “Richter verweigert Annahme von Antrag wegen orthografischen Fehlern

  1. Recht hat der Richter, nur im Prinzip.
    Die Anwältin hat vermutlich auf die schnelle Blind geschrieben.
    Vund B das sind nebeneinander liegende Tasten kann passieren.
    Singular und Plural vertauschen ist nicht richtig, das machen noch ganz andere höhere gebildete Juristen, wenn ihre Tipse nicht da ist.Wenn die Dame die Paragrafen genauso verdreht wie Singular und Plural mit Erfolg sollte man milde walten lassen! Sie hat Jura studiert und nicht Lehramt!