Riesenbetrug bei Mautgebühren aufgedeckt

Asunción: Interne Kontrollen der Mautstellen durch das Ministerium für öffentliche Bauten entdeckten ein System der doppelten Buchhaltung, durch das täglich mehr als 30 Millionen Guaranies in fremde Taschen wanderten. Hohe Chefs in der Rangstruktur des Ministeriums haben regelmäßig Giros Tigo Überweisungen erhalten, damit der Schwindel nicht auffällt. Pro Jahr summierten sich so mehr als 2,5 Millionen US-Dollar.

Ramón Jiménez Gaona, Minister besagter Behörde, erklärte, dass man ab dem 10. Dezember dem Schwindel untersuchte. Damals sagte eine Ex Angestellte einer Mautstelle über den Betrug aus, da sie nicht dabei mitmachen wollte und mehrmals zwangsversetzt wurde, bis die Kündigung kam. Ab da wurden Videoüberwachungen mit Tageseinnahmen verglichen und Beweise gesammelt.

Obwohl die Personen, die monatlich ihr Extra bekamen alles abstreiten gibt es auch darüber eine genaue Auflistung und Vermerke sowie Zeugenaussagen und Einzahlungsbelege von einem Geldinstitut. Diese parallele Buchführung wurde anscheinend in allen Mautstellen des Landes praktisch umgesetzt.

(Wochenblatt / Abc)

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6 Kommentare zu “Riesenbetrug bei Mautgebühren aufgedeckt

  1. Diese Praxis ist doch schon so alt, dass dies eigentlich niemanden mehr überraschen dürfte, dasselbe wurde schon x-mal aufgedeckt und jedesmal an einer anderen Mautstelle.

  2. Generell lässt sich sagen, es gibt keine staatliche Stelle wo nicht betrogen und unterschlagen wird. Was man auch sagen muss, dass Cartes diese Missstände aufdeckt, was früher nicht der Fall war.

    Die Frage ist nun, werden die Verantwortlichen und alle daran Beteiligten gerichtlich angeklagt oder dient die ganze Aktion nur um eine Personalrochade durchzuführen. Kommen die Korrupten hinter Gitter oder werden nur die Schweine bei den Futtertrögen ausgetauscht.

    Kommt nämlich keiner von diesem Diebesgesindel, als hohe Funktionäre verkleidet, hinter Gitter, wird sich rein gar nichts ändern.

    Die Zukunft wird es zeigen. Allerdings bei dieser Justiz schwer vorstellbar. Obwohl bei einigen Politikern einwandfreie Korruptionsbeweise vorliegen ist bis heute nicht allzu viel passiert. Es wird alles in die Länge gezogen, man muss ermitteln, ermitteln, ermitteln, bis man am Ende nicht mehr weiß, was überhaupt ermittelt werden soll und die Sache schläft von selber ein.

    Was alleine zählt sind Resultate und sonst nichts. Der guten Worte haben wir bereits zu viele gehört!

    1. Toll, Cartes deckt auf. Ich denke eher, dass man bei einigen Schweinereien nicht mehr länger alles verschweigen kann und deshalb ein paar Bauernopfer bringt, um die Bevölkerung zu beruhigen, dass man alles im Griff hat. Hat man dich etwa auch schon eingelullt oder bist du so ein fanatischer Cartes-Anhänger?

  3. Ein politischer Saubermann in Paraguay muss aufpassen, dass er nicht unverhofft in ein tödlichen Unfall verwickelt wird oder eine Kugel im Körper hat. Nicht umsonst die israelische Leibwache?

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