Riesige Räumungsaktion in Mennonitenkolonie

Kolonie Sommerfeld: Mehr als 1.000 Polizisten sind heute auf dem 21.000 ha großen Grundstück im Einsatz, wo sie erneut dafür sorgen sollen, dass die rund 300 Besetzer, landlose Bauern aus der Umgebung, die Agrarfläche verlassen sollen.

Ungefähr 100 mennonitische Geschäftsleute aus dem Distrikt J. Eulogio Estigarribia (Ex-Campo 9) bewirtschaften die riesige Fläche, die von den Bauern unrechtmäßig beansprucht wird. Das Institut für ländliche Entwicklung, stellte bereits klar, wie es um die Eigentumsverhältnisse steht. Dennoch beharren die Bauern auf ihrem Recht ein Stück Land zu besitzen.

Dabei kam es unter anderem zu einer hitzigen Diskussion zwischen dem Anwalt der Besetzer, Jorge Dos Santos, und dem Anwalt der Mennoniten, Adán Rolón. Dabei versuchte Dos Santos die Besetzung mit dem Dekret Nº 9.334 aus Stroessner’s Zeiten rechtzufertigen, womit man damals das IBR autorisierte, die Ländereien von Paraguay Development Corporation zu besetzen und zu vermessen.

Rolón für seinen Teil erklärte, dass die Ländereien von Paraguay Development Corporation sich in einem anderen Bereich befinden und die umstrittenen Ländereien der Mennoniten in Privathand ist.

Laut Angaben der Polizei bleibt den Besetzern bis heute Mittag Zeit ihre Besitztümer vom Grundstück zu schaffen. Wer danach noch anwesend ist wird mit polizeilicher Kraft entfernt.

Im vergangenen Jahr wurde schon einmal das Grundstück mit über 1.000 Polizisten geräumt. Auch damals zogen die Besetzer ab und kamen kurz darauf wieder.

Wochenblatt / Abc Color

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3 Kommentare zu “Riesige Räumungsaktion in Mennonitenkolonie

  1. Was zur Hölle sind „landlose Bauern“? Bauern haben entweder Land oder sie haben Landwirtschaf studiert. Ich gehe mal davon aus, dass die nicht studiert haben.
    Wieso werden also Menschen die noch nie Land hatten, also auch noch nie einen landwirtschaftlichen Betrieb geleitet haben, als Bauern bezeichnet? Ist jeder Mensch von Geburt an ein Bauer oder was?
    Das sind schlicht und ergreifend Arbeitslose und irgendwelches faule oder kriminelle Gesindel, das Grundbesitz stehlen will. Dass sowas in Paraguay überhaupt möglich ist Land zu stehlen, beweist ganz klar, was für ein zurückgebliebener Staat Paraguay ist. Und korrupte linksfaschistische Politiker, Staatsbedienstete und Juristen mit dem Verstand von Bratwürsten, aber ohne Senf, befeuern diesen Unrechtsstaat auch noch.
    Das ist schon nicht mehr Dritte Welt, das ist Vierte Welt. Eine Anarchie. Ein Staat im Dreck!

  2. War doch letzens erst ein Artikel wo sich herausgestellt hat, dass die Nachbar Estancia dahinter steckt und hier ist es so gut wie sicher auch so. EPP kennen wir ja auch. Das sind die Großgrundbesitzer untereinander, die Konkurrenten ausschalten wollen. Der Staat ist sowieso nur mehr der Angestellte der Wirtschaft. Was soll der noch durchgreifen? Ist ja auch gar nicht gewollt. Nur wenn es zufällig einmal einen Oberen trifft, wird nach dem Staat geschrien.

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