Santiago Peña: Das größte Problem Paraguay’s in der Zukunft ist die Ungleichheit

Asunción: Der ehemalige Finanzminister und Colorado Politiker Santiago Peña sagte bei einem Interview, dass die soziale Ungleichheit der größte Konflikt Paraguays nach der Bewältigung der Pandemie ist. Diese Ungleichheit gefährdet die Demokratie und schafft Platz für die Vorstellung neuer populistischer Modelle der Linken wie in Argentinien und Venezuela.

„Das schwerwiegendste Problem, mit dem wir in den kommenden Jahren konfrontiert sein werden, ist die Ungleichheit, die im Gegensatz zum viel offensichtlicheren Wirtschaftswachstum von einem Jahr zum nächsten nicht wahrnehmbar ist und das größte Problem in Paraguay darstellt. Derjenige, der es gut macht, macht es viel besser als derjenige, der es schlecht macht und die Kluft beginnt sich zu vergrößern. Dies führt dazu, dass die Demokratie selbst untergraben wird, weil ein Modell kommen kann, das viel verspricht, und es sind nur populistische Versprechen, und am Ende werden wir schlimmer, zum Beispiel was in Venezuela oder Argentinien passiert ist. Ich bin besorgt über diesen langsamen Prozess der sozialen Verschlechterung“, sagte Peña.

Im Gegensatz dazu versprach die Colorado Partei, der Peña auch angehört, viel aber hielt nichts. Anstatt dem Volk Wohlstand und Arbeit zu bescheren, füllten sich alle Machthaber die Taschen während das Volk weiter in der Misere leben musste.

Peña wies weiter darauf hin, dass ein klares Beispiel die Probleme im Bildungssektor sind, die aufgrund ihrer Mängel dazu führten, dass viel Jugendliche und Kinder während der Gesundheitskrise bisher keinen Zugang zu guter Bildung bekamen.

„Wir können das Problem langfristig noch nicht einschätzen was uns die Pandemie beschert hat. Kinder der oberen Mittelschicht konnten über Computer trainieren, aber 1,2 Millionen Kinder im öffentlichen Sektor hatten diese Möglichkeit nicht. Diese Pandemie vergrößert nur die Kluft. Der Junge, der die Schule in 1, 2 oder 3 Jahren beendet, wird mehr im Rückstand sein. Dies wird eine enorme Konsequenz für die Arbeitsvermittlung haben. Wir sind ein Land mit der jüngsten Bevölkerung in Lateinamerika“, sagte Peña, der im Direktorium der Basa Bank arbeitet im Interview mit Radio Monumental.

Wochenblatt / La Nación

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9 Kommentare zu “Santiago Peña: Das größte Problem Paraguay’s in der Zukunft ist die Ungleichheit

  1. Das sagt genau der Richtige!! Er persönlich hatte bisher so gut wie überhaupt nichts dazu beigetragen, weder in Konzepten noch in der Praxis, daß sich an diesem Ungleichgewicht etwas ändern könnte. Darüber hinaus ist er „strammes Mitglied“ der Colorados, noch dazu des Cartes-Flügels, die es in Jahrzehnten nicht geschafft haben am sozialen Ungleichgewicht und an den ungerechten Grundbesitzverhältnissen irgend etwas zu ändern. Man kann solche Fensterreden von Schönrednern am besten gleich vergessen. Absolut nichts dahinter! Nur geistig Verkümmerte mögen vielleicht daran glauben – oder blinde Partei-Amigos.

  2. Im Merkel-Wunderland haben die 45 reichsten Deutschen mehr Vermögen als die untere Hälfte des deutschen Volkes.
    Pew research
    Lt. einer Studie von McKinsey und UBS (schon ca 5 Wochen alt) haben die untersten 50 % der Deutschen ein Vermögen von gerade einmal Euros 3.850.
    Vielleicht ist damit das Barvermögen genannt, denn die meisten Deutschen haben doch ihre eigene Wohnungseinrichtung, Fahrrad usw.

    1. Eber Gensfleisch zum Laden zum Gutenberg

      Nicht unbedingt. Die meisten Deutschen leben zur Miete. Die Deutschen sind eine Mietnation. Vor allem die unteren 50% duerften nach Abzug der Bankschulden und Kreditkartenueberziehungen nicht mal 4000 Euro an Nettogesamtvermoegen haben. Sie leben auch da buchstaeblich von der Hand im Mund nur eben dass sie nicht das flaechendeckende Grossfamiliensystem der Paraguayer als Puffer und Absicherung zur Verfuegung haben. Aber dieses Grossfamiliensystem broekelt unter Lateinern auch zusehends mehr.

  3. Santiago Pena ist nichts weiteres als ein verwöhntes Kind aus reichem Haus der überhaupt keine Ahnung hat wie das „gewöhnliche Volk“ lebt, abgeschirmt hinter hohen Mauern wie in einer anderen Welt, umgeben von Seinesgleichen. dank Parteiamigos ehemals zum Finanzminister erhoben und wird heute von seinem Pate Cartes gepampert und an der Leine gehalten. Was also kann Paraguay von diesem Mann erwarten, den Cartes gerne als seine Puppe auf dem Präsidentenposten tanzen lassen möchte?

  4. Bahnbrechende neue Erkentnisse von einem, der in einer Geldwäscherbank arbeitet. Da brauchte man sicher mindestens 3 Uni-Abschlüsse.
    Das ist so als ob ein geflüchteter Steuerhinterzieher von der Karibik aus sagt, die Deutschen sollen doch bitte weiter ihre Steuern zahlen, da der Staat und die EU darauf angewiesen sind.

    Der Pena merkt wahrscheinlich gar nicht, wie oberheuchlerisch er redet.

  5. Die Soziale Ungleichheit ist weltweit ein Problem. Die Schere zwischen Arm und Reich weitet sich seit Jahren aus. Während die Reichen immer reicher werden, trifft dies auf den Mittelstand nicht zu. Dieser wird stetig kleiner. Das liegt am niedrigen Zinsniveau. Banken bekommen ja fast noch Geld, wenn sie Geld von der Nationalbank beziehen. Aufgrund der niedrigen Zinsen für Kredite wird sich manch großes Bauunternehmen überlegen, ob sie nicht ganze Stadtteile abreißen, anstatt Negativzinsen zu bezahlen, die Großfirmen und Yupies in diese teuren Gewerbe- und Wohnviertel ziehen lassen, während das Kleinvieh an den Stadtrand gedrängt wird, wo Mieten noch bezahlbar sind. Das fördert einen fortschrittlichen Städtebau und schafft Arbeitsplätze. Auf der Strecke bleiben natürlich die sozial Schwachen und Menschen mit einem niedrigen Bildungsniveau.
    Im Paragauy kommt hinzu, dass die fiskale Mehrsteuereinnahme des Staates nicht etwa wieder dem Volk zurückgegeben wird, sondern in den Taschen der Politiker, deren Family und Amigos landet. Für fast alle Bauten seitens der Öffentlichen Hand wird hierzulande ein Kredit aufgenommen. 76% der Steuereinnahmen werden nur für Gehälter und Löhne der Amigos aufgewendet. Kontrolle der Amigos gibt es natürlich nicht. Haben ja alle tüchtig die hohle Hand aufgemacht. Die Basis allen Übels heißt hierzulande: Colorado-Korruptie-Partei und deren Funktionäre, mit ihren Amigos der Liberalen-Partei. Das wird Ihnen auch jeder gebildetere Paragauyer bestätigen, der nicht in der Colorado- und/oder Liberalen-Korruptie-Partei eingetragen ist: Die Machtstrukturen dieses Landes sind vorgegeben zugunsten der Funktionäre und Vasallen der Colorado- und Liberalen-Korruptie-Partei des Paragays.

  6. lösung, alle coloorados y amigos,tios usw den paraguay/parana fluss runterspülen bis nach argentinien und in der antarktis einfrieren und all deren vermögen gleich %uell auf alle in paraguay lebenden persinen gleichermaßen aufteilen für viel freibier und zündhölzer samt ghettoblaster

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