Schatten des Todes: Schlachthöfe im Wohngebiet

Luque: Nachbarn eines armen Wohnviertels in Luque hatten keine Wahl. Sie waren zuerst da, dann ließen sich die Schlachthöfe Tio Kele und J & M nieder. Ein Schatten des Todes kam in das Gebiet.

Zahlreiche Klagen wegen Umweltkriminalität wurden von mehr als 150 Familien eingereicht, die in der Gegend zwischen Zárate Isla und Ykua Karanday, in Luque leben. Sie sind von einem ständigen beißenden Geruch, Aasfressern und Abfällen betroffen, die von den Schlachthöfen in den Bach geworfen wurden ohne eine entsprechende Behandlung durchzuführen.

„Aasgeier und Hunde kommen an den Ort, um den Abfall zu fressen, es ist alles voller Fliegen, der Geruch ist unerträglich. Wir leben in einem Schatten des Todes“, sagte Hugo Ovelar, einer der Betroffenen. Er beklagte auch, dass die Verschmutzung des Flusses und der Liegenschaften in der Nähe der Schlachthöfe bei den Anwohnern Krankheiten auslösen würde. „Die Kinder bekommen Nesselsucht und viele haben Magenprobleme“, sagte Ovelar. Darüber hinaus betonte er, dass der Geruch mit der Hitze noch schlimmer werde und sie nachts nicht schlafen lasse.

Der Betroffene fordert die Behörden auf, bei den Schlachthöfe einzugreifen und Strafen festzulegen, die den von ihnen begangenen Umweltstraftaten entsprechen. Ovelar stellte klar, dass er nicht darum bitte, dass die Schlachthöfe geschlossen werden, sondern sie sich an die Regeln halten sollen und sehen, wie die Abfälle ordnungsgemäß entsorgt werden, damit die Bewohner nicht an den Folgen leiden müssen.

Guillermo Fernandez, ein Anwalt der Nachbarschaftskommission, sagte, dass die Stadtverwaltung als auch das Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung (Mades) in dem Fall handeln müssten, jedoch nie eine konkrete Antwort auf die Anzeigen erfolgt sei.

Eine Anzeige beim Ministerium Mades wurde im Mai dieses Jahres eingereicht. Die Verantwortlichen teilten bei dieser Gelegenheit mit, dass bereits eine Untersuchung gegen den Schlachthof Tío Kelé eröffnet worden sei und diese von der Rechtsabteilung durch die Anwälte Hugo Enrique Cañiza und Marcos Galeano behandelt werde.

Fast gleichzeitig mit dieser Anzeige reichten die Einwohner der Gegend eine Protestnote bei der Stadtverwaltung Luque ein. Nach Aussage von Fernandez sei diese in der Direktion für Hygiene und Gesundheit von Cristian Gil für Monate einfach zu den Akten gelegt worden. Nach viel Geduld ging die Beschwerde an die Direktion für Gesundheit von Salomón Ayala weiter.

Die Antwort der Kommune hieß dann schließlich, dass man noch mehr Beweise sammeln müsse, bevor die Schlachthöfe bestraft oder geschlossen werden können.

Nach diesen erfolglosen Anzeigen und Beschwerden vor dem Ministerium Mades und der Stadtverwaltung wandten sich die Nachbarn an die Staatsanwaltschaft. Jalil Rachid bearbeitet den Fall.

In einer Kommunikation mit Journalisten versicherte der Staatsanwalt, dass alle einschlägigen Verfahren durchgeführt werden. Er kommentierte, dass vor Ort Interventionen stattgefunden haben und einige Unregelmäßigkeiten festgestellt worden seien. Aufgrund dessen kam es zur Schließung von dem Schlachthof J & M, während bei dem anderen ,Tio Kelé, noch auf einen technischen Bericht gewartet wird.

Rachid erklärte außerdem, dass die Beanstandungen bei den Unternehmen korrigiert werden könnten, dies erfordere jedoch das Eingreifen der Gemeinde, die bisher noch nichts unternommen habe.

Wochenblatt / ABC Color

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3 Kommentare zu “Schatten des Todes: Schlachthöfe im Wohngebiet

  1. Johan Moritz van Nassau-Siegen

    Auch z.B. der Schlachthof Frigochorti in Loma Plata. In Chacopress prangert ein Anonymer an dass jeden Tag eine LKW Ladung mit Schweinen aus Ostparaguay ankommt und darunter sind fast jedesmal tote Tiere die unterwegs gestorben sind. Was passiert mit denen? wird da gefragt.
    Nun Frigochorti verarbeitet alles und hat keine Abfallhaufen wo sie die Reste verbrennen.
    Die toten Tiere sind noch nicht so lange tot dass sie schon stinken und so gibts Wiener Wuscht daraus (zusaetzlich zu den Augen und Genitalien der anderen Tiere die in die Wurscht kommen). Wuerden sie die toten Tiere nicht verarbeiten so gaebe es da auch eine riesige stinkende Halde. Die gibt es nicht also muss wohl alles verarbeitet werden. Sich selbst das ansehen kann man nicht wegen den bewaffneten Wachen die die eigenen Kooperativsmitglieder abschrecken. Tja, Kameras und bewaffnete Wachen sind halt nicht nur fuer Diebe sondern auch fuer die eigenen Kooperativsmitglieder damit die nicht zu sehr schnueffeln. Diese ganzen bewaffneten Wachen hat mal der an „chronischer Titulitis“ leidende Andreas Neufeld eingefuehrt.
    Zudem kann man ja dank der Chemie totes Fleisch gut mit saeure Lauge zersetzen lassen und danach mit alkali Lauge die Bakterien bekaempfen um nachher mit Fleischklebstoff und Farbe das Fleisch zusammenzukleben so dass es wie ein normales Stueck Fleisch aussieht. Genau wie die Doener videos aus DE wo bei jeder Doener Charge ein paar schlecht sind.

  2. Johan Moritz van Nassau-Siegen

    Hier im video bei Zeit 7:00 wird bestaetigt dass zu 30% das Krebsrisiko beim Menschen ansteigt durch verzehr von Rotem Fleisch. Weil eben das Rote Fleisch sehr viele Viren beinhaltet die Krebs im Menschen verursacht. Auch die Antibiotika Resistenzen werden gefoerdert durch rotes Fleisch weil die eben zwangsgeimpft und oft Antibiotika erhalten weil der geizige Viehzuechter keinen einzigen Cent verlieren will wenn das Tier stirbt. Ich selber hab meinen Rindern noch nie Antibiotika gegeben die fuer den Schlachthof bestimmt sind (jedes der Tiere hat noch nie Antibiotika bekommen. Wenns krank wird verreckt es eben, ich nehm die Verluste auf mich zum Schutz des Endverbrauchers. Finde mal einen anderen Mennoniten der solche Einstellung hat).
    https://www.youtube.com/watch?v=-u7G1DZMpHI
    Ein paar mal pro Jahr kann man ruhig etwas rotes Fleisch essen, so schoen nach dem biblischen Muster wo man nur ein paar mal im Jahr gekochtes rotes Fleisch beim Opfern im Tempel verzehren durfte. Bezeichnenderweise wurden ja soviele Rinder in der Bibel geschlachtet im Opfer und verbrannt. Etwa u.a. um zu verhindern dass die Israeliten (Menschen) selber das Rindfleisch assen? Dieser positive Seiteneffekt verursachte allerdings durchaus dass israelitische Opfersystem. Bedenke man auch das „gemaestete Kalb“ beim Verlorenen Sohn. In 1 bis 2 Jahren ist das Kalb gemaestet. Mann frass also nicht jeden Tag „gemaestetes Kalb“.

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