Schlechte Nachrichten für Sparfüchse

Asunción: Die Zinseinkünfte für Sparanlagen sinken weiter auf paraguayischen Banken. Laut dem letzten Report der Zentralbank, werden durchschnittlich weniger als 5% gezahlt.

Die 4,95% Zinsen auf Spareinlagen mit Laufzeit von nicht mehr als einem Jahr ist ein Tiefstand seit 12 Jahren und das Ergebnis einer Marktanpassung, da Kredite nicht mehr zu hohen Zinsen wie früher vergeben werden können. Da auch die Bank noch einen Gewinn einfahren muss, leidet der Sparer darunter. Wenn man nun die jährliche Inflation davon abzieht, bleibt kaum mehr als 1% echter Zuwachs, was gelinde gesagt fast nichts ist. Allerdings ist darin die Einlagensicherung bis 75 Monatslöhnen enthalten, die ebenso Prozentpunkte kostet. Derzeit beläuft sie sich auf 153.075.000 Guaranies.

Die derzeitige Konjunktur wird bestimmt von der Reduzierung großer, neuer Projekte sowie einer hoch verschuldeten Bevölkerung, die wenig Spielraum für neue Kredite lässt

“Es gibt wenig Nachfrage nach neuen Krediten. Es ist dabei kein Wachstum spürbar. Die Banken haben dadurch viel geld angehäuft, was sich wiederum auf die Sparzinsen auswirkt. Auch in der Zukunft scheint die Nachfrage nach Krediten nicht sprunghaft anzusteigen, weder im landwirtschaftlichen, noch im privaten Sektor“, so Alberto Acosta Garbarino von der Banco Familiar.

Wochenblatt / 5días

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5 Kommentare zu “Schlechte Nachrichten für Sparfüchse

  1. Ich habe vor ein paar Wochen selber etwas nachgerechnet. Bei dem Wertverlust, den der Guarani hinlegt, lohnt es nicht mehr hier ein Konto zu eröffnen. Egal ob Cooperativa oder Bank ist es jetzt quasi schon ein zinsloses Risiko.
    Immobilien und Grundstückpreise sind hier sowieso in ihrer eigenen Traumwelt zu Hause. Bei derartigen Rechts- sowie Service- und Infrastrukturmängeln wie hier, hat sich auch das erledigt.
    Zusammenfassung: Bis sich hier wieder etwas lohnt, braucht es entweder eine schmerzhafte Anpassung der Preise oder Paraguay muss im Raketentempo effizienter werden.

    1. EUR 50,000, 2008 – 2017 in PYG angelegt, 15% Portfolioertrag, ergaben knapp EUR 140,000.
      EUR 50,000, 2013 – 2017 in PYG angelegt, 10% Portfolioertrag, ergaben rund EUR 62,000.
      Ein lohnendes Geschäft, meine ich.

  2. Und mit den irren Preis- und Lohnsteigerungen wird das Ersparte im Schnellzugstempo an Wert verlieren. Denn geleistet wird ja praktisch nichts.
    Dazu kommt die nächste Regierung, die mit ihrer obligaten Einstellungswelle das Land noch unproduktiver macht.
    Glücklich die vielen, vielen Paraguayer, die Schulden gemacht haben.

  3. noch funktioniert das System mit den Quotas, aber bald dürfte damit Schluß sein. Wer die Quotas nicht mehr bedienen kann landet bei der paraguayischen Schufa

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