Schülerkits der vergangenen drei Jahre in Lagerhalle aufgetaucht

Asunción: Wenn sich Schüler der öffentlichen Schulen die vergangenen Jahre fragen warum sie keines der begehrten Schulutensilien Kits abbekommen haben, bekommen sie nun eine Antwort. In einem Depot des Bildungsministeriums in Itá Enramada wurden unzählige neue Kits gefunden, die niemals ausgeteilt wurden, obwohl dies die Pflicht der Mitarbeiter war.

Die Kits werden zur Entlastung der Haushaltskasse an schulpflichtige Kinder an öffentlichen Schulen ausgeteilt.

Somit sind für das kommende Jahr schon Sammlungen an Heften, Stiften, Lineal, Spitzer und Radiergummi in antiker Form vorhanden und glänzen zum Schulanfang im Februar nicht mit Abwesenheit, wie es sonst der Fall ist weil Ausschreibungen in der letzten Minute gemacht werden.

Die Direktorin für die Provinz Central des staatlichen Kontrollamtes stolperte über den unerwarteten Fund der neben den besagten Utensilien auch neuen Klimaanlagen, Taschenrechner und Wandtafeln umfasste.

Leider bekommen die Eltern die wegen dem Fehlen der Schreib- und Zeichengeräte selber diese kaufen mussten ihr Geld nicht zurückbezahlt genauso wenig wie der Verantwortliche für die Verteilung zur Rechenschaft gezogen wird.

(Wochenblatt / Última Hora)

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8 Kommentare zu “Schülerkits der vergangenen drei Jahre in Lagerhalle aufgetaucht

  1. „genauso wenig wie der Verantwortliche für die Verteilung zur Rechenschaft gezogen wird.“

    DAS ist die größte Sauerei. Wenn es schon auffliegt, zumindest dann, muß es Konsequenzen geben. Egal wessen Sohn oder Freund der Kerl ist.

  2. Es werden wohl unsere tüchtigen Verteilungsbeamten überfordert gewesen sein. Es ist schon genug 6 Stunden am Tag arbeiten zu müssen und dann soll auch noch so eine Monsteraufgabe wie das Verteilen der Utensilien bewerkstelligt werden. Kann man wirklich nicht verlangen und daher kann sowas schon mal passieren.

  3. Meine paraguaysche Nachbarin hat mir erst gestern erklärt, dass die Milch welche sie in der Hand halte eigentlich der Schule gehört, an welcher sie unterrichtet, diese aber nicht getrunken wurde und sie diese Milch sicherlich nicht an die Politiker zurücksende. Naja, kann ich auch verstehen, wenn sie als studierte Castellanolehrerin „Docente“ ganze 35 Mil pro Tag verdient.

    1. Für diese Lehrerin wäre sicher viel besser wenn sie Europäern hier Privatunterricht erteilen würde, da würde sie ein mehrfaches verdienen.

    2. Das „studierte“ sollte man schon in Relation setzen – ein Studium im Sinne von AT/D/CH ist damit nämlich nicht gemeint. Wir sprechen hier von weniger als Abitur/Matura Niveau und dafür bekommt eine „profe“ für 4 Stunden den Mindestlohn.

      Oft arbeiten sie 3-4 Unterrichtsstunden am Vormittag und dannach nochmal das gleiche im turno tarde (also von 13-17 Uhr) und erhalten dafür den DOPPELTEN Mindestlohn. Alternativ auch gerne in höheren Schulen oder Privatschulen abends.

      Im Vergleich zur Leistung sind die guten Lehrerinnen (95% weiblich) hier in Paraguay klar überbezahlt. Man bedenke die ganzen Regentage (kein Unterricht), die vielen Ferien und Feiertage, dann noch die Gewerkschaftsversammlungen (zur Arbeitszeit) und natürlich die Streiks. Nein, ich hab da wenig Verständnis dafür.

      Wenn sie dann sagt „diese aber nicht getrunken wurde“ – wie wäre es mit austeilen an die ärmeren Schüler, anstatt selber trinken?

      1. ich kann deine kommentare meistens nicht leiden.
        wegen deiner waffen und plutonium strategie.
        aber dieses mal 100%
        du hast 100% recht

    3. Meine paraguaysche Nachbarin ist eine intelligente ehrliche junge Frau, verheiratet und hat vier Kinder. Sie bildet sich momentan fort indem sie eine Weiterbildung für Kinder mit Lernhemmungen besucht. Dafür muss sie privat 200.000 Gs pro Monat opfern.
      Naja, da gebe ich euch schon Recht. Mit einem Abitur/Matura nicht zu vergleichen, trotzdem hat sie das Studium durchgezogen, und arbeitet nun für 5 Euro pro Tag. Meine damit, das studieren weder in PY noch in DE leicht ist, wer es also durchgezogen hat Chapeau!
      Als Faul empfinde ich die Frau nicht, obwohl es stimmt, dass sie des öfteren am Streiken ist. Nebst der Schule arbeitet sie privat und erteilt lernbehinderten Kindern Privat Unterricht. Dafür kriegt sie nach ihren Angaben 30.000 Gs pro Stunde von den Eltern, aber diese bezahlen ja sowieso nur das erste Mal. That’s Paraguay.
      Übrigens war mein Kommentar für euch zur Information und nicht als Wertung gedacht.

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