Selbstmord der Ehefrau nicht unterbunden: 3 Jahre Haft

Ciudad del Este: Ein Mann wurde zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt weil er seine Frau in einem entscheidenden Moment nicht davon abhielt sich das Leben zu nehmen.

Allerdings ist dies nur eine Seite der Medaille. Die Frau, die seit Jahren unter der gewalttätigen Vorherrschaft des Mannes in der Ehe lebte, sah für sich keinen anderen Ausweg. Am 12. Februar 2015 befanden sich Miguel González und Ángela Villalba sowie ihre 7-jährige Tochter in ihrem Haus, als beide zu diskutieren begannen. Die Frau nahm eine Schusswaffe in die Hand und schoss ins Dach, danach richtete sie die Waffe auf sich selbst und schoss sich in den Kopf. Daran starb sie. Der Mann jedoch unternahm nichts in dem Moment um seine Frau an dem zweiten Schuss zu hindern. Die Tochter musste den Akt der Verzweiflung mit ansehen.

„Es sind zwei Momente, den ersten wo er zum Suizid aufruft und den zweiten, wo er ihn nicht unterband“, erklärte die Staatsanwältin Liliana Duarte bei einem Interview mit Radio 970 AM. Sie fügte hinzu, dass es 8 Jahre Gewalt in der Ehe waren und der Verurteilte sie konstant schlug. Sie hielt es nicht mehr aus und nahm sich das Leben.

Neben den 3 Jahren wegen der nicht Unterbindung des Selbstmordes wurde er zu 2 Jahren Haft wegen familiärer Gewalt verurteilt.

Wochenblatt / Radio 970 AM

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3 Kommentare zu “Selbstmord der Ehefrau nicht unterbunden: 3 Jahre Haft

  1. Wegen häuslicher Gewalt ist ja ok, wenn es dem den so sei, aber jemand, der eine Waffe in der Hand hält und man schon durchs Dach sieht, dass sie (die Waffe) geladen ist, würde ich ganz ehrlich gesagt nicht von der Selbstliquidation abhalten.

  2. Rechtssprechung kann halt hier etwas „linkisch“ sein, dann spricht man hier von Linkssprechung? Die Rechtslage hier ist halt definitiv das Recht, welches am Boden liegt?

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