Sexistische Praktiken sollen aus den Ausweisen verheirateter Frauen gestrichen werden

Asunción: Auf Ersuchen der Abgeordneten von der Partei Patria Querida, Rocío Vallejo (Central) und Sebastián Villarejo (Capital) genehmigte die Abgeordnetenkammer einen Gesetzesentwurf, in dem die Identifizierungsabteilung der Nationalpolizei aufgefordert wird, sexistische und diskriminierende Praktiken gegenüber verheirateten Frauen in ihren Ausweisen zu streichen.

Wenn eine verheiratete Frau ohne vorherige Rücksprache zu dieser Behörde geht, um die Erneuerung ihres Ausweises (Cedula) zu beantragen, wird der Nachname ihres Mannes eingetragen, wobei der Nachname der Mutter nicht erscheint, erklärten die beiden eingangs erwähnten Abgeordneten.

Sie weisen darauf hin, dass nur für den Fall, dass die Frau ihren Wunsch äußert, ihre ursprüngliche Identität zu wahren, ihr der Beamte mitteilt, dass dafür ihr Ehegatte eine Genehmigung unterschreiben muss. Sie versichern, dass dieses Verfahren korrigiert werden muss, da es zu einem Mangel an Respekt vor der Identität der Frau und ihrer freien Entscheidung führt. Es sei eine sexistische Praktik, die Frauen diskriminiere, fügten die beiden Abgeordneten an.

Villarejo betonte seine Position des Respekts und der Verteidigung des Rechts der verheirateten Frauen, die sich mit dem Nachnamen ihres Mannes eintragen lassen möchten, betonte jedoch, dass dies niemals automatisch geschehen könne.

„Alle Menschen haben das Recht auf einen Eigennamen. Die Identität ist für die Integrität einer Person unerlässlich und kann nicht von dem Wohlgefallen des Beamten abhängen, der den Antrag bearbeitet”, sagte der Abgeordnete.

Wochenblatt / La Nación

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3 Kommentare zu “Sexistische Praktiken sollen aus den Ausweisen verheirateter Frauen gestrichen werden

  1. Oh man…
    Also ich freue mich darauf den Nachnamen meines Mannes mitzutragen, aber ich kenne tatsächlich keine einzige Paraguayerin, die das toll findet. Alle Damen in meinem Kreis haben ihre beiden Nachnamen steht’s behalten und das “de XYZ” abgelehnt. Vielleicht ist es für mich auch nur anders, weil ich bisher nur einen Nachnamen hatte. Ich fand den “de XYZ”-Zusatz immer etwas romantisch; es ist aber auch möglich den Namen der Mutter zu behalten, den “de XYZ”-Zusatz zu bekommen und den alten Familiennamen des Vaters aufzugeben. Es müsste also nicht immer der Name der Mutter sein.

    1. Die jeweiligen Frauen finden es wohl sexistisch, dass ihnen einfach ein Nachname durch den anderen ersetzt werden würde, wenn sie nicht ausdrücklich äußern, dass es nicht geschehen soll und vor allem, dass der Gatte auch noch sein Einverständnis geben muss. Und auch, dass es im Normalfall den Nachnamen der Mutter betrifft.
      Das einzige, was ich hier vielleicht als sexistisch durchgehen, lassen würde wäre, dass eben der Mann sein Einverständnis geben muss, alles andere ist ja relativ, da man sich eben dazu entscheiden kann den Nachnamen zu behalten oder eben auch den Nachnamen des Vaters ablegen kann.

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