Solidarität, statt schlechter Kommunikation

Asunción: Menschen über 70 den Umgang mit Handys zu erklären gehörte nicht zum Plan der Regierung. Es wäre jedoch notwendig, denn ohne Registratur kann man sich auch nicht impfen lassen. Eine Familie macht vor, was die Regierung nicht imstande ist.

Édgar Da Costa und seine zwei Söhne gründeten die “Cruzada solidaria Padrinos“ und fahren kostenfrei ältere Menschen mit drei Fahrzeugen zum Impfen und helfen ihnen bei der Registratur, jedoch nur dann wenn dies Betagten ihnen glauben. Die meisten denken es wären Scharlatane. Doch dem ist nicht so. Nur weil die Politiker seit Jahrzehnten nichts halten was sie versprechen, muss dass nicht für diese Initiative gelten.

Das Maximale aus dem machen was ihnen zur Verfügung steht ist das Motto der Familie, die viele Bekannte und Freunde durch Covid-19 verloren haben und schon solidarisch mit Medikamenten umgegangen sind. Jetzt jedoch merkten sie, dass die Älteren sich impfen lassen würden, nur nicht wissen, wie sie zum Impfzentrum kommen sollen. Anscheinend haben nicht alle Enkel oder Kinder, die sich dafür angeboten haben. Édgar Da Costa hingegen hilft wo er kann und übermittelte dank seiner Bekanntheit schon Daten von Älteren die Hilfe beim Impfen brauchen an das Gesundheitsministerium.

Um die 50.000 Impfungen wurden in Paraguay außerhalb des Alters verabreicht bzw. denen gegeben, die sie noch nicht bekommen sollen. Dass dabei andere auf der Strecke bleiben ist klar, so wie viele ans Bett gefesselte Personen, die sich vor Monaten registriert, aber bis heute keinen Termin bekommen haben.

Wochenblatt / Última Hora

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