Spanischer Flaschenhals

Luque: Verschiedene Faktoren sind in Paraguay nicht optimal, sie bilden einen Flaschenhals, welcher die Entwicklung des Landes nicht erlaubt, sagt der ehemalige spanische Präsident Felipe González.

Die Probleme sind die Infrastruktur, die Bildung, das Material Mensch, öffentliche Verkehrsmittel
und das Management. Dieses sind die Komponenten, welche den Flaschenhals bilden und die Entwicklung von Paraguay nicht zulassen, erklärte Felipe González auf dem 20. Treffen des Montevideokreises in Paraguay.

González begann seine Rede mit dem Beispiel des zeitlich langen Anfahrtsweges zum Kongresszentrum der Conmebol, wo das Treffen stattfand. Wer Investitionen erhalten will, muß bei dem Problem des Transportwesens und der Infrastruktur anfangen, die das Land im Würgegriff halten.

Der paraguayische Präsident Horacio Cartes, der ebenfalls anwesend war, bestätigte diese Aussagen des ehemaligen spanischen Präsidenten, doch als ersten Punkt, welcher in Paraguay verbessert werden muß, nennt er die hohe Zahl der Menschen, die in Armut leben und ein  Anheben der Bildung.

González erklärt aber auch, dass man die vielen, positiven Seiten von Paraguay nicht vergessen sollte. Gerade die Möglichkeiten, welche sich in der Herstellung von Lebensmitteln in der Landwirtschaft bietet, ist ein großer Pluspunkt. Auch die große Menge an Energie, welche dem Land zur Verfügung steht, kann in vielen Bereichen genutzt werden. Erst sollte diese Energie in alle Ecken des Landes gebracht werden, dann kann man sie exportieren. Paraguay besitzt im Moment noch den Bonus des Bevölkerungswachstums, welcher Probleme, aber auch Entwicklungsmöglichkeiten für die Nation bietet.

Viele ehemalige Präsidenten, die Paraguay besuchen, haben einen „positiven Schock“, so Felipe Gonzales. „Dieses Land hat alles“, so sagt er weiter, das Wichtigste ist eine Verbesserung der Bildung, ein gutes Beispiel dafür ist Finnland.

(Wochenblatt / Abc)

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

27 Kommentare zu “Spanischer Flaschenhals

  1. Hat er ja gut erkannt, der spanische Ex-Praesident. Nur solange die politische Kaste nichts weiter als Ziel hat als sich die eigenen Taschen vollzustopfen, wird dafuer kein Geld da sein. Die Hoffnung, mit Cartes wird alles besser, kann man ja jetzt, nach anfaenglich guten Aktionen, auch begraben.

  2. „Probleme sind die Infrastruktur, die Bildung, das Material Mensch, öffentliche Verkehrsmittel und das Management“, das ist sehr viel mehr als nur ein Flaschenhals. Uebrigens was fuer ein schrecklicher Ausdruck Mensch = Material.
    Die Aussage von Cartes ist voellig sinnlos, wie will man die Armut beenden wen vorher nicht der Standort fuer mehr Arbeitsplaetze verbessert worden ist, eben Transportwesen etc. wie oben genannt ? Oder will er sein Geld an die Armen verteilen ? Dann wir eine Woche lang taeglich mit Asado Party gefeiert und anschliessend sind alle immer noch gleicharm.

    1. Mensch = Material wirklich schrecklich. Entweder eine Fehlinterpretation in der Übersetzung oder er bezeichnet sich selbst schon als Material.
      Die genannten Probleme sehr richtig mehr als eine Flaschenhals. Essentiell, aber immerhin hat Paraguay schon zwei davon gelöst: eine neue Beleuchtung über eine Brücke sowie die Einführung des Feiertags: Tag der Chipa.

      Ansonsten werden Gesetze beschlossen, dann wieder begraben. Das geht dann ca. fünf Mal so weiter bis sie endgültig begraben werden.

      Zwei Jahre Arbeit im Parlament für heiße Luft. Manchmal aber auch schön, denn so wird es hier nie die Gesetzesflut wie in D.A.CH. geben.
      Richtig auch die schulische Bildung: Sie haben ja nicht einmal die schlechtesten Unterlagen (ab der 6. Klasse), aber 3 bis 4 Stunden täglich Schule ist viel zu wenig (davon auch noch Guaranie, nutzlos). Sport, Singen, Werken, Haushaltsschule, Zeichnen uvm. gibt es nicht. Nach der Schule wird der halbe Tag auf der Straße und vor dem TV herum gelungert. Und irgend jemand müsste das alles auch bezahlen.
      Fahre ich nach Asu hinein und will drei Sachen erledigen, kann ich von Glück sagen, wenn eines davon erledigt ist. Für die selbe Strecke wie in der Schweiz 20 Minuten gebracht, „verbraucht“ ein Lastwagen zwei Stunden.

      1. Die armen Kinder muessten nicht nur lesen lernen, sondern vorallem auch es dann anzuwenden. Wenn z.B. auf einer Flasche Putzmittel steht 250 ml mit 5 l Wasser verduennen, ist es nicht notwendig 1500 ml auf 1 l Wasser zu ver(sch)wenden.

        Das mit dem erledigen kenne ich, in dem Sinne haben sich Erledigungslisten fuer mich endgueltig erledigt. Am Anfang hatte ich immer eine dabei & einen optimierten Wegplan. Abends kam ich dann frustriert und erschoepft Nachhause. Heute gilt:
        Ein voller Tag in Asuncion und zwei Dinge erledigt => voller Erfolg !
        So sinken die Ansprueche…

    2. Liebe Monika, man muß diese neoliberalen, Sprechblasen absondernden Alphatiere auch richtig verstehen. Gute Infrastruktur und öffentliche Verkehrsmittel sind nötig, daß Arbeits- und Lieferwege nicht unrentabel sind. Mit Bildung ist die Erziehung zu Systemlingen bzw. die Veredelung des Humankapitals (Mensch=Material) gemeint. Das Management muß natürlich in der Lage sein das vorher genannte auch umzusetzen, das war eine öffentliche Kritik in diese Richtung. Da müssen sich die Freimaurer einmal etwas in die Hände spucken.

      Wenn Cartes und die anderen Oligarchen Paraguays, ihr gebunkertes Geld an die Armen verteilen würden, gäbe es eine Inflation. Der Wert des Geldes würde zerfallen, weil weniger Leistung als Kaufkraft da wäre. Darum ist es auch richtig, zu sagen, daß die Reichen auf dem Rücken der Armen leben, da es die Bürger (Bürgen der Staatsschulden) sind, welche mit ihrer Leistung die Währung stützen.

      Unser Geldsystem ist genau so ausgelegt, daß es viele Arme geben muß, da können die Politmarionetten palabern was sie wollen, man sollte ihnen kein Wort glauben. Der Spruch „sozial ist was Arbeit schafft“ ist so ein neoliberaler Schwachsinn. 1€-Jobs und staatliche Lohnzuzahlungen z.B. ist Tittytainmant oder die Nuckelflasche für Systemlinge.

      LG

      1. 100 Punkte von 100 möglichen.
        Und man sollte sich hier nicht an den Begriff „Menschen-Material“ festhalten.
        In der ganzen Welt spricht man abschätzend vom Humankapital und wenn bei den verbrecherischen Angriffen diverser „guter“ Staaten unschuldige Menschen sterben müssen, heißt das dann „Kolateralschaden“.
        Der Mensch zählt in der heutigen Zeit nichts mehr, nur soviel, wie er für die Herrschenden erwirtschaften kann.

  3. Die Bildung ist das A und O für ein Land was sich entwickeln möchte, doch die verantwortlichen Politiker wissen wie man das mit Erfolg verhindern kann.
    Mit Zuckerrohrschälern und Hilfskräften ist keine Industrie aufzubauen und Investoren haben ihre berechtigten Zweifel.

  4. Es gäbe viele „Probleme“ im Europäischen Maßstab zu lösen. Doch möchten wir das? Dann hätten wir auch in unseren frustrierten, verlogenen Republiken und Demokratien in Europa bleiben können und weiterhin 1/4 unseres Zahltages an den Staat abgeben können, damit die Beatmeten mit immer neuen Gesetzen beatmet werden können.
    In Paraguay funktioniert vieles auch so. Mit einfachen Mitteln, aber es funktioniert.
    Andererseits, Regierung, Politiker und Beatmete haben den Hang zum gesunden Mittelmaß verloren: Statt einzusehen, dass nicht alle Probleme innert zwei Monaten gelöst werden können einfach mal dringendes und wichtiges zuerst, dafür richtig, damit wäre schon viel erreicht: Zuerst wichtiges und dringendes, Straßenbeleuchtungen über Brücken und Nationalfeiertage „Tag der Chipa“ am Schluss.
    Doch wie das so ist in den Beatmetenhäusern – großmaulig Stadthäuser und Regierungspalast genannt: Zu Viele mit verschiedenen Interessen, Generierung heißer Luft und am Ende ist gar nichts erreicht.
    Jedoch muss auch erwähnt sein, dass die Unterführung Mariano R. Alonso zu Madame Lynch sowie die Überführung auf der Madame Lynch schon Verbesserungen darstellen. Hier ticken die Uhren etwas anders und man muss halt auch die schönen Seiten daran sehen.

  5. Ich denke mal wir sollten hier nicht den europäischen Maßstab einführen, denn von Dem haben wir uns ja aus vielerlei Gründen verabschiedet.
    Aber eine etwas bessere Verteilung von „Reichtum“ sollte auch hier möglich sein, ohne in Südamerika ein zweites Europa schaffen wollen, denn davon sind wir hier „Lichtjahre“ entfernt und Das ist gut so.

    Das eigentliche Problem ist doch, dass , egal wie der Präsident heißt, Er die Korruption und Betrügereien der seit Jahren in den Ämtern sitzenden Politikern sowie die nachfolgenden Kommunen, nicht unter seiner Kontrolle bringen kann.

    Und solange man hier für wenig Platta die erforderlichen Wählerstimmen kaufen kann, wird wohl vorerst alles beim alten bleiben.

  6. Wenn ich mir das nochmal richtig überlege hat der ehemalige spanische Präsident Felipe González nicht einmal so unrecht: Infrastruktur, die Bildung, Menschen mit wenig schulischer Bildung, öffentliche Verkehrsmittel und das Management. Stimmt doch, oder?
    (habe „das Material Mensch“ durch „Menschen mit wenig schulischer Bildung ersetzt“.)

    – Infrastruktur: schlechte oder keine Straßen, oftmals stundenlang kein Strom ua.

    – Bildung: Gute ist für wenige vorbehalten. Weiterbildung beschränkt sich auf Wörd und Excel-Kurse (Cursos en Informática).

    – Die Eisenbahn hat man verrotten lassen. Viele Busse sind in schlechtem Zustand, zB. funktionieren die Lichter nicht, besonders schlimm, wenn die Bremslichter nicht funktionieren.

    – Management: Planung, dass das Geld reicht, in Realität reicht es für 2 mm Zementschicht, Erfolgsmessung sowie Kontrolle im Wortschatz nicht vorhanden = Projektmanagement auf PY.

    – Korruption: Hat er vergessen, ist aber sehr hoch.

    – Schattenwirtschaft: Hat er vergessen, hier bekommt man als Gewerbetreibender „Factura con RUC“ oder einfach „Factura sin nombre“, auch wenn sie dich kennen. Sin nombre heisst, beschaffte Ware wurde nie gekauft, wenn möglich beim Verkauf auch keine Factura ausstellen (wer will schon Factura wie eingangs erwähnt), also offiziell auch nie verkauft == 10% Mehrwertsteuer (IVA) sowie 10% Gewinnsteuer gespart. Der Staat bekommt nichts. Auch müssten nur sehr gut verdienende Einkommenssteuer bezahlen (die werden auch einen Weg gefunden haben, dies nicht zu tun).

    – Rechtssicherheit: Merke: In Paraguay nutzt dir ein Recibo (Quittung) rein gar nichts. Wenn Sie einen Salon mieten, nicht aber einen Vertrag beim Notar haben machen lassen, nutzt ihnen die Quittung gar nichts, wenn sie sie Schlüssel nie bekommen (sondern ein anderer). Machen dagegen können sie nichts, aber weder Polizei, Fiscalía noch Gerichte werden sie unterstützen. In PY wird ihnen jeder Polizist, Fiscal, Anwalt oder sonst wer helfen, solange Sie ihn bezahlen – aber unternommen wird rein gar nichts.

    1. Der Recibo im letzten Abschnitt bezieht sich darauf, wenn Sie eine Vorauszahlung geleistet haben, dann sehen Sie das Geld nie wieder.

  7. alles schön und gut was Ihr da schreibt.Möchtet Ihr wirklich die Veränderung ? Warum seid Ihr eigentlich hergekommen ? In D. habt Ihr ja dann alles was Ihr hier möchtet, also . Ich bin hier Gast, tranquilo, tranquilo

    1. @ Monica (Unica) Hans Wurst und die anderen, die die Quelle ABC nicht lesen können:

      Es heißt nicht „spanischer Flaschenhals, sondern Engpass.
      Es heißt nicht Menschenmaterial, sondern Humankapital
      Felipe González sprach laut ABC Color vom „fehlen des Managments“, nicht von schlechtem oder falschen Managment.
      Er sagte auch nicht „Wer Investitionen erhalten will, muß bei dem Problem des Transportwesens und der Infrastruktur anfangen, die das Land im Würgegriff halten.“,
      sondern er sprach von der Notwendigkeit der Beseitigung der Engpässe, die zu einer Erdrosselung des potenziellen Wachstum führen können..

      @Gerlinde
      Ich stimme ihnen voll und ganz zu.
      Ausserdem sollten die Schreiberlinge hier nicht vergessen, das Investment, besonders ausländisches, hauptsächlich von Billig gleich Ausbeutung und laxen Umweltgesetzen bzw. deren Durchführung angezogen wird.
      Das macht ausser den Genehmigenden und den Investor niemand reich.

    2. @Gerlinde, ich weiß was Sie meinen und nehmen Sie meine Kritik nicht persönlich, aber ich möchte doch einfach einmal mit diesen, hier sehr oft eingeworfenen Spruch „wir sind hier nur Gast“ aufräumen. In meinem Haus, egal wo es steht, bin ich niemals Gast. Gehe ich aber außer Haus, egal wo es steht und egal wohin, bin ich immer Gast, auch in Deutschland.

      Warum nun so viele Deutsche ihr Glück im Ausland suchen, liegt am Verlußt der Väterlichkeit. Vater Staat hat sich in Luft aufgelößt und die Volksseele wird zerstört. Die Folge sind rastlos Suchende.

      LG

      1. dieses thema habe ich schon angeschnitten.fuer mich sind alle mit einer
        aufenthaltsgenehmigung EINWANDERER und nicht GAESTE.
        in deutschland wurde fuer de-facto einwanderer das wort GASTARBEITER erfunden.
        nach ihrer denkweise muessten also viele hier GASTRENTNER,GASTPENSIONISTEN
        GASTINVESTOREN,GASTAUSSTEIGER usw sein
        im historisch groessten einwanderungsland(USA) wurde immer von immigranten
        gesprochen, NIE von gaesten.selbst die illegalen werden immer als ILLEGAL
        IMMIGRANTS bezeichnet und NIE als ILLEGAL GUESTS
        nur kurz an TOM. habe meinen bekannten, den ex-kommisar, auf der strasse getroffen.
        er bestaetigte, dass das oeffentliche tragen von waffen verboten war.
        nicht verboten waren jagdwaffen.auch heute gehen leute auf dem land mit sichtbaren
        waffen auf die jagd. er sagte, eigentlich muessten dabei die waffen in einem sack oder
        beutel transportiert werden, aber daran haelt sich niemand.

  8. „Die Probleme sind die Infrastruktur, die Bildung, das Material Mensch, öffentliche Verkehrsmittel
    und das Management.“

    Nachdem dieser Satz hier bereits angesprochen wurde hier die Kurzform, damit auch Gutmenschen in DACH (und Paraguay) wirklich verstehen was gemeint ist.

    1. Infrastruktur
    Es gibt fast nur schlechte Straßen in Paraguay. Das heißt ERDSTRASSEN und diese sind bei Regen kaum befahrbar – und im Regenwald (mit oder ohne Urwald) regnet es nunmahl oft.
    Schiene/Bahn/Zug gab es in Paraguay früher als etwa in AT, jedoch heute nicht mehr.
    Strom ist alles überirdisch verlegt, und bei jedem Gewitter fällt er aus. Es kommt auch selten 220V aus der Steckdose (wie in der 1. Welt selbstverständlich und von PC/TV etc vorausgesetzt), sondern eher 205-230.

    Schlimm für den Privathaushalt – eine einzige Katastrophe für ein Unternehmen.

    2. Bildung
    Das Lieblingsthema der Deutsch-europäer. Die Bildung ist ja das ein und alles, oder nicht?
    Die Schulen wären so schlecht nicht – im Punkte Disziplin könnten da viele in DACH sogar noch einiges lernen. Die Schulstunden sind mäßig, aber ausreichend für den Stoff. Die Lehrerinnen sind für Europa dumm und ungebildet, aber auch das ist kein Problem, denn der typische Paraguayer ist noch viel, viel dümmer.

    Jawohl ihr lieben Gutmenschen und „alle Menschen sind gleich“ verbildete Zivilisationseuropäer. Die Paraguayer sind (ähnlich den Bergtürken aus der Osttürkei) eben NICHT mit einem DACH Menschen vergleichbar. Sie sind einfach etwa 2000 Jahre in der Entwicklung hinten. Und das sage ich jetzt nicht abwertend oder beleidigend – das ist eine Feststellung, egal ob ihr das politisch korrekt findet oder nicht.

    Je indigener (lies: Indianer), desto mehr Nullen sind drannzuhängen. Die können wirklich gar nichts. Nach 3-4 Jahren Grundschule sind die nicht in der Lage einen Satz in Spanisch zu lesen. Von Verstehen nicht zu reden. Sie können das kleine 1×1 nicht. Nicht einmal ablesen von der Tafel. Steinzeitmenschen.

    Die spanisch stämmigen sind da deutlich anders. Auch hier liegen Welten zwischen ein DACH-Kind und ihnen – jedoch ist hier lernbereitschaft da (auch von Seiten der Eltern) und diese Menschen erreichen durchaus gute Noten und können auch lesen, schreiben und (mit Einschränkung) die Grundrechenarten erlernen.
    Wer hier etwa Arzt ist, hat eine Ausbildung die SCHLECHTER ist, als eine Krankenschwester in DACH.
    So ist das in allen Bereichen – sowas wie einen Deutschen Ingenieur gibt es hier gar nicht, das ist zu viel „Rechnerei“ und das können Paraguayer nicht.

    3. …kommen wir nahtlos zum „Material Mensch“.

    Dieses ist unglaublich schlecht. Dumm, meist faul und unwillig. 99.9% wollen nur das schnelle Geld (Kriminalität ist hoch) und sind an einer Dauerstelle auf Jahre gar nicht interessiert; man lebt in den Tag hinein und zu 100% im heute. Was morgen ist, ist den Menschen hier egal.

    Schon Herr Strössner hat vor Jahrzehnten gesagt, daß er gerne mehr DACH Einwanderer hätte, damit die Minderwertigen Leute vor Ort dadurch auf lange Sicht genetisch aufgewertet werden.
    Dazu kann man stehen wie man will – Tatsache ist, daß es deswegen bis heute für DACHler unglaublich einfach ist, in Paraguay die Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen. Weiters ist fast alles, was hier einigermaßen gut funktioniert von Deutschen, oder Deutschstämmigen geleitet; auf jeden Fall jedoch in Ausländischer Hand. Wo „made in germany“ für gute Qualität steht, da kann man „made in Paraguay“ mit dem allerletzten Müll gleichsetzen; „made in China“ ist großartig dagegen.

    4. öffentliche Verkehrsmittel
    Sind alle etwa 30-50 Jahre veraltete Busse oder Boote. Würde in DACH kein geistig gesunder Mensch damit mitfahren wollen.
    Hier fahren sie alle noch, und das schnell (überhöhte Geschwindigkeit) und total ohne Arbeitszeitkontrolle (1 fährt 30 Stunden durch mit einem Bus voller Menschen = kein Problem).

    5. Management
    Das ist nett gesagt. Die Elite des Landes besteht zu 100% aus Gaunern, Dieben und Betrügern.
    Vergessen sie alles, was sie in Europa oder selbst Rumänien über Korruption gelernt haben – hier sind wir Lichtjahre besser.

    Sie killen 2 Leute? Kostet 200 000 bis 300 000 U$ in cash und Staatsanwalt sowie Richter „verlieren“ alle Beweise und sie werden frei gesprochen. Glauben sie nicht? Passierte erst vor etwas über einem Jahr – lesen sie nach hier im Archiv.

    Sie überfallen mal eben eine Bank oder einen Geldtransport? Kein Problem, solange sie den örtlichen Polizisten ihren Teil der Beute abgeben; tun sie das nicht werden sie verhaftet und die Polizei nimmt die ganze Beute …für sich selber versteht sich.
    Glauben sie nicht? Lesen sie hier im Archiv nach – ist noch kein Jahr her.

  9. Apropos Bildung, diese muß nicht nur angeboten sondern auch angenommen werden. Je länger ich in diesem Lande bin, des so mehr bezweifele ich, daß sich unter den Einwanderern, viele Einser-Abiturienten nach DACH-Standard befinden. „Lebenskünstler“ und „Schlitzohren“ findet man häufiger. Elite sieht anders aus.

    1. Na Onkel Wolf, da haben Sie kritisch geschrieben aber sehr oberflächlich gedacht. Sie dürfen Bildung nicht mit Ausbildung verwechseln oder gleichstellen. Die Politiker meinen IMMER die Ausbildung, auch wenn sie Bildung sagen und das weltweit. Eltern, welche eine gute Ausbildung haben, beeinflussen schon ihre Säuglinge in diese Richtung. Im Kindergarten geht es dann weiter und in der Schule wird dann vollends ausgebildet und zwar zum Systemkonformen Wackeldackel.

      Ich denke jeder hier hat so ein Schlüsselerlebnis aus der Schule, wo er vom Lehrer zurückgewiesen wurde weil er anderer Meinung war obwohl er wußte daß er Recht hatte, oder warum eine kritische Frage nicht oder unzureichend, auch barsch, beantwortet wurde.

      Lernen kann man nur mit Freude, Spaß und Neugier. Der Weg selbständig die Neugier zu befriedigen wird in der Schule nicht gelehrt, es wird nur der Kopf geleert.

      LG

    2. Zum Thema Lernen empfehle ich die Vorträge von Vera Birkenbihl und Prof. Dr. Dr. Gerald Hüther auf Youtube. Ich denke das ist wichtig, daß mein Kommentar auch so verstanden wird wie ich ihn meine.

      LG

    3. Ich hatte bloß 5,3 im Schnitt, bevor ich die Matura abgebrochen habe. 6 in Mathematik, Biologie, Geschichte und Spanisch (Schwerpunktfach).
      Ich nehme daher nicht in Anspruch zur Elite zu gehören, zumal ich das Uni-Studium (Zulassung aufgrund beruflichen Vorkenntnissen) auch nicht beendet habe. Hätte ich mehr Eigenkapital zur Verfügung gehabt wäre ich sicherlich nicht nach Paraguay ausgewandert. Es leben auch viele Rentner hier.
      Gebe trotzdem Recht: “Lebenskünstler” und “Schlitzohren” bin ich schon einigen begegnet.
      Dies tut dem Thema aber nichts zur Sache, denn selbst als Sonderschüler hat man eine bessere Ausbildung als manche Paraguayer genossen. Des Weiteren kommen viele mit einem Koffer oder Container hier her, d.h. es wird einiges an Geld ins Land gebracht und liegen gelassen. Fast jeder Ausländer ist ein Segen für das Land, sei es, ihm gelingt es langfristig ein Business/Einkommen auf die Beine zu stellen oder er hat alles liegen gelassen und fliegt wieder Heim in die Sozialhilfe.

  10. Hallo. Ich wundere mich über die vielen schlauen und hoch politischen Kommentare zu den allen bekannten „Mängeln“ in System und Alltagsleben in Paraguay! Ich fahre selbst seit Jahren immer wieder in dieses schöne Land (mit allen seinen positiven und negativen Seiten). Was mir aber schwer fällt zu verstehen, ist die abfällige Sicht vieler die doch angeblich dort leben wollen!?? Wenn mir etwas nicht gefällt versuche ich es (im kleinen vor Ort) zu verbessern, es zu akzeptieren oder aber ich verlasse dieses gastliche Land!
    Grüße

    1. Sorry, aber für einen Gast, der ab und zu Mal nach Paraguay in die Ferien fliegt, hoffentlich für mehr als jeweils eine Woche, halte ich nicht viel von deinem schlauen und politischen Kommentar.
      Das soll jetzt nicht heißen, dass deine Meinung nicht geschätzt wird.
      Aber lasse mich erst Mal begründen:

      1. Das Thema scheint offensichtlich ein politisches zu sein.

      2. An Schlaumeierei kann ich wenig erkennen, wenn man Einwanderungswilligen ein paar Sachen aus dem Nähkästchen erzählt. Bitte begründen, wer, wo, was ein Schlaumeier sein soll (schon klar, mich, aber wer, wo, was sonst noch, denn du hast den Plural (Mehrzahl) benutzt?).

      3. Die Sicht von einigen Kommentatoren und -innen halte ich nicht für abschätzig sondern durchaus objektiv. Sie wohnen vielleicht unter Paraguayern und nicht in den Deutsch-Ghettos für Feriengäste wie Villarrica oder San Bernardino.

      4. Offenbar hat Paraguay 1 bis 2 gröbere Probleme zu bewältigen, welche nicht „im kleinen vor Ort“ zu verbessern sind.

      5. Persönlich akzeptiere ich das Land, es gefällt mir hier und ich bleibe hier, auch wenn die 1 bis 2 gröbere Probleme für mich/uns nicht von heute auf morgen lösbar sind (vielleicht wenn ich einmal zum Präsidenten gewählt werden sollte…)

      6. Trotz mangelnder Infrastruktur sowie Bildung, Vätterliwirtschafts-Management durch lic. Dilettanten, Korruption, Schattenwirtschaft, Rechtsunsicherheit und 1 bis 2 Problemen mehr gefällt es mir hier immer noch recht gut, sogar mehr als das, was bedeutet, dass ich nicht in die frustrierte Alpendemokratie zurück fliege und trotzdem meine schlauen und hoch politischen Kommentare nicht verbieten lasse, denn vielleicht sind auch „Neue“ angekommen oder möchten noch kommen.
      Diese können sich denken was sie wollen und sind vielleicht froh darum, wenn ihnen nicht das letzte Erstwohnsitz-Gaunerpack gegen teure Euros einen „Komfort nach Deutschen Standard“ anbieten, inkl. einlagigem PY-WC-Papier für 12 Cents die Rolle, um diese möglichst lang mit den „bekannten “Mängeln” in System und Alltagsleben in Paraguay“ zu unterhalten, bis man ihnen Einwanderungshelfer, Haus und weiß wer was sonst noch zu überhöhten Preisen inkl. Provision untergejubelt hat.

      7. Ja, ich habe auch noch anders zu tun als auf wochenblatt.cc Kommentare zu schreiben.

    2. @ Gast in Py:
      Stimmt genau! Sage ich seit Jahren schon.

      Aber meckern ist doch viel einfacher, als die Konsequenz zu ziehen.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.