Staatsanwaltschaft greift in Paso Yobai ein

Paso Yobai: Das Recht scheint sich in der Goldgräberstadt Paso Yobai, Departement Guairá, durchzusetzen. Staatsanwälte und Beamte von der Seam sowie Infona untersuchen ein Umweltverbrechen.

In etwa 15 Kilometer von dem Ort entfernt liegt das Dorf Tajy. Hier hat der Eigentümer Calixto Giménez 40 Hektar in seinem Besitz. 10 davon unterliegen dem Naturschutzgesetz. Giménez wohnt in Asunción und ist nicht immer vor Ort. Erst vor Kurzen prangerte er das Eindringen von angeblichen Goldgräbern an, die illegale Waldrodungen vornehmen würden.

Nun machten sich Beamte und Staatsanwälte von dem Umweltsekretariat Seam aus Villarrica sowie der Nationalen Forstbehörde Infona ein Bild vor Ort.

Der Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Auxiliadora Portillo, erklärte, dass sich die Anzeige von Giménez bestätigen würde. Es seien eine Menge von Bäumen gefällt und abtransportiert worden.

Ein Nachbar, der anonym bleiben möchte, berichtete, dass während der langen Ferienzeit Rodungen vorgenommen worden seien. In etwa vier LKW Ladungen mit Baumstämmen wären aus dem Grundstück abtransportiert worden. Wer aber nun die Täter waren konnte der Zeuge nicht näher bestimmen.

Giménez beschuldigt Goldgräber in der Gegend für das Umweltverbrechen. Sie wollten anscheinend nach der Abholzung hier ungehindert schürfen können.

In der Zone kommt es oft zu illegalen Rodungen, auch im Schutzgebiet Ybytyruzú. Sie Beamten der Seam vor Ort aus Melgarejo sollen angeblich oft “ein Auge zudrücken“.

Quelle: ABC Color

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2 Kommentare zu “Staatsanwaltschaft greift in Paso Yobai ein

  1. Theorietisch kann es doch kein Problem sein, die Hintermänner der weiterhin im ganzen Lande ungehinderten und blühenden illegalen Abholzung ausfindig zu machen. So dürfte jegliche Baumfällarbeit nur mit einer schriftlichen Sondergenehmigung der zuständigen Behörden erfolgen. Sämtliche Holztransporte können nur erfolgen unter Mitführung dieser Sondergenehmigung. An allen Polizeikontrollpunkten der Rutas erfolgen Kontrollen. Zusätzlich weitere Überraschungskontrollen zur Kontrolle der Polizeikontrollen. Die Sondergenehmigungen sind zentral mittels Laptop der Polizei abrufbar und müssen dort registriert werden. Organisatorisch und überwachungsmäßig kein Problem! Nur wer diese lückenlosen Kontrollen nicht will, wird sie politisch verhindern. Offensichtlich taugt die paraguayische Opposition auch nicht viel, denn sonst hätte sie diese brisante Thema schon längst auf die Agenda gesetzt. Oder will sie auch nicht? Und eine „grüne Jugend“ wie wir sie kennen gibt es auch nicht, oder sie haben die Sitzgewohnheiten ihrer Altvorderen schon übernommen?

  2. Oft sehe ich auf der Ruta 7 Km60 von Cuidad del Este aus wie Lkw Ladungen mit Einheimischen Hölzern an der dortigen Kontrolle halten und nach ein paar Minuten weiter Fahren aber vorher mit Papieren und Geld im Kontrollhäuschen verschwinden. Ein Schelm der Böses denkt. Viele Aufforstung Programme sind in PY mittlerweile aktiv doch noch immer überwiegt die illegale Abholzung durch Banditen. PY muss International deswegen mehr angeprangert werden,zum Beispiel durch Aufklärung der Tourismus Veranstalter die ein paarmal mehr das Ministerium Für Tourismus fragen sollten wo es noch Urwald und erhaltene Natur zu sehen gibt ,weil das den Touristen interessiert.Auch damit drohen PY nicht mehr wegen dieser illegalen Abholzung ins Veranstalter Programm aufzunehmen. Weis das es Wunsch Denken ist da hier auch nur der Finanz Aspekt zählt.

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