Staatsanwaltschaft klagt 14 der 17 Verdächtigen vom Curuguaty Massaker an

Asunción: Gestern wurden vom untersuchenden Staatsanwalt Jalil Rachid 14 der 17 Verdächtigen des Curuguaty Massakers angeklagt, drei weitere werden nicht mehr untersucht und sind somit frei.

Vorsätzliche Tötung, illegale Landbesetzung und Bildung einer kriminellen Vereinigung sind die Anklagepunkte der Staatsanwaltschaft. Eine parallele Untersuchung, präsidiert durch Domingo Laíno, wurde von den Ermittlern nicht beachtet.

Er unterstreicht den Aspekt, dass die Polizisten unbewaffnet an den Ort gingen, wo die Okkupanten des Grundstückes waren. Der Fakt der illegalen Landbesetzung bleibt bestehen, da auch keiner der Angeklagten rechtmäßiger Eigentümer der Ländereien ist.

Die Klage umfasst ebenso, „dass die Landbesetzer einen Plan ausgearbeitet hatten wourch jeder einzelne eine Aufgabe hatte. Die Absicht der Besetzer war es die Uniformierten bis zu einer Brücke zu locken, wo sie sie umringen konnten. Der Plan sah zudem vor dass die Polizisten an den besagten Ort zu Fuß kommen und nicht mit einem Fahrzeug. Deswegen wurden auch Nagelbretter vorbereitet, die jedoch nicht zum Einsatz kamen. An der Brücke, die nicht überquert werden sollte, wurden Stricke mit der paraguayischen Flagge befestigt.Die Festlegung der Standorte der Okkupanten beim Empfang der Ordnungskräfte war auch durchgeplant, Frauen und Kinder vor Ort zu haben, war strategisch wichtig“.

Laut der Staatsanwaltschaft war es die erste Linie aus Männern, die hinter der Brücke auf die Uniformierten wartete, die Zone 0, die von allen Seiten einsehbar war. In dieser Linie waren Rubén Villalba, Avelino Espínola, Andrés Riveros, Adolfo Castro und weitere die bewaffnet waren. Die Mehrheit von ihnen tarnte sein Gesicht mit Tüchern oder Farbe.

„Die Frauen und Kinder, unter ihnen Lucía Agüero, María Fany Paredes, Dolores López Peralta und Raquel Villalba hatten die Funktion sich im ersten Moment zu zeigen wenn die Polizisten in der Zone 0 eintreffen. Danach jedoch und noch vor dem Beginn des Schusswechsels flohen sie in ein nahe gelegenes Maisfeld. Dieser Fakt sollte die Polizisten darüber hinwegtäuschen, dass diese Räumung normal, wie alle anderen, ablaufen wird und keine Gefahr bzw. ein Angriff bevor steht“, erklärt die Staatsanwaltschaft.

Rachid meinte weiter, dass die zweite Linie eine höhergelegene war von der man einen guten Überblick über die Zone 0 hat. Zwischen hohem Gras waren immer Zweiergruppen von Gewehrschützen postiert. Während der eine stand und auf die Polizisten schoss, lud der am Boden hockende Schütze nach. Abwechselnd waren sie demnach aktiv. Auch diese Personen waren bis zur mit Tüchern getarnt und bemalt.

In der zweiten Reihe waren Luis Paredes, González, De Los Santos Agüero, Fermín Paredes González, Delfín Duarte, Ricardo Frutos Jara, Luciano Ortega, Arnaldo Ruiz Díaz, Francisco Ayala, Felipe Martínez Balmoris. Luis Olmedo Paredes, Adalberto Castro und weitere präsent.

Die Planung ging so weit, dass im einfachen Camp der Besetzer unter den Matratzen kleine selbstgebastelte Bomben angebracht waren. Diese sollten bei einer möglichen Revision explodieren.

Die Ausführung des Plans hatte den Tod von Unterkommissar Erven Lovera, den Offiziersinspektor Osvaldo Sánchez, der Unteroffiziere Jorge Alfirio Rojas Ferreira, Wilson David Cantero González, Derlis Ramón Benítez Sosa, Juan Gabriel Godoy Martínez sowie der Okkupanten Luciano Ortega, Adelino Espínola, die Gebrüder Luis Agustín und Fermín Paredes González, Ricardo Frutos Lara, Adolfo Castro, Nelson Ruiz Díaz, De Los Santos Agüero, Andrés Riveros García, Delfín Ugarte und Francisco Ayala zur Folge.

Konklusion:

Angeklagt wegen vorsätzlicher Tötung, Besetzung von fremden Eigentum und Bildung einer kriminellen Vereinigung sind:

Rubén Villalba, Felipe Martínez Balmori, Luis Olmedo Paredes, Adalberto Castro Benítez, Arnaldo Quintana, Néstor Castro, Lucía Agüero, María Fani Olmedo, Dolores López Peralta, Rilsy Raquel Villalba

Angeklagt wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung sowie illegaler Landbesetzung sind: Alcides Ramón Ramírez, Juan Carlos Tillería, Richard Ariel Barrios.

Aus dem Kreis der Verdächtigen wurden Miguel Ángel Correa, Marcelo Trinidad, Juan Alfredo Caballero ausgeschlossen.

(Wochenblatt / Abc)

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5 Kommentare zu “Staatsanwaltschaft klagt 14 der 17 Verdächtigen vom Curuguaty Massaker an

  1. Klingt für mich nach guter, alter und solider Polizeiarbeit.

    Bin ich schon gespannt, was die Schergen von Chavez sich werden einfallen lassen, um diese „armen entrechteten bolivarischen Mordbuben“ als Helden der Revolution dastehen zu lassen. Würg.

    1. Ach 9mm, hast einen kleinen Chavez Komplex? Fast in jedem deiner Kommentare sprichst du den Chavez an. Oder hat deine Platte vielleicht einen Sprung? Lass den Chavez jetzt doch endlich mal Chavez sein.

      1. richtig, man kann nicht alles dem Chavez oder Morales anhängen – aber dieses Mal liegt 9mm wohl nicht so sehr daneben. Paraguay ist nunmal Spielball zwischen Venezuela und den USA und Westeuropa, links gegen rechts und wir sind mittendrin. Wer da an Zufälle glaubt, sollte sich mal die Weltgeschichte ansehen. Da gab es höchst selten Zufälle und wenn doch, dann wurde mächtig nachgeholfen.

  2. ich bin nicht so ueberzeugt. Das es wirklich , die einsitzen, auch die Taeter sind. Es fehlen immer noch die Automatischen Waffen. Der kleine Berg, von alten Gewehren, die man im TV gesehen hat. Da kann man kein Dauerfeuer schiessen. Und die andere Sache ist, der Staatsanwalt ist ein Busenfreund der Familie Riquelme.
    Wo sind die Huelsen hin, die der EX-Abgeordnete Coleman,
    dem Staatsanwalt gab ? Viele Parteilose, haben eigene Ermittlungen angestellt, die wurden abgelehnt und nicht zur Kenntnis genohmen. Sie wurden als Politisch Motiviert , nicht anerkannt.

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