Stellvertretender Innenminister war vor 21 Jahren Geiselnehmer in Uniform

Asunción: Es gibt Sachen, die sind wirklich nur in Paraguay möglich. Wo noch würde ein ehemaliger Polizist, der einen Geldwechsler ausrauben wollte und über 9 Tage entführte, stellvertretender Innenminister werden? Er jedoch streitet dies ab.

Besser wir stellen uns nicht vor was passiert, wenn dem Innenminister Arnaldo Giuzzio etwas zustößt. Der Geldwechsel Jorge Rotela wurde im Dezember 1999 Opfer eines versuchten Raubes und Entführung durch den aktuellen Vizeminister für interne Sicherheit, Pablo Ríos. Er versicherte, dass ein Foto, was von seiner Festnahme gemacht wurde ihm das Leben rettete. Ríos bedrohte Rotelas Leben mehrfach.

Ríos entführte damals den Geldwechsel am brasilianischen Ende der Freundschaftsbrücke, um ihm 160.000 Real zu rauben. Ein Reporter der damaligen Zeitung Noticias hielt den Moment fest. Später wollte ihn Ríos nach Minga Guazú bringen, änderte jedoch seinen Plan und er wurde in die Agrupación Especializada überstellt, da man bei der Polizei mitbekam, dass er Rotela entführte.

„Meinem Bruder sagte man, dass man nichts von mir gehört habe, doch ich war gleich da um die Ecke gefangen. Ich wurde am 15. Dezember entführt und weggesperrt und erst am 24. Dezember wieder freigelassen“, sagte Rotela.

Ríos hingegen erklärte, dass die Festnahme nach einer Ermittlung zustande kam und in Zusammenarbeit mit den Brasilianern umgesetzt wurde, weil er nicht erklären konnte, woher er 160.000 Real hatte. Der Mann, der später in Asunción nach einem Freispruch in einem Prozess wegen Geldwäsche wieder gehen konnte, bekam sein Geld zurück. Dennoch bestreitet Ríos dass Rotela mehrere Tage in Ciudad del Este in Haft war.

Wochenblatt / Abc Color

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2 Kommentare zu “Stellvertretender Innenminister war vor 21 Jahren Geiselnehmer in Uniform

  1. Auch wenn es langsam langweilig wird das täglich „Müllabfackel, Shwuddi 120 dB, Leere-PolarBierBücksTürmchen“ etc. und es manche(n) PY-SonnenbrilliWilly und -Maya täglich frustriert sowas zu lesen auf Wochenblatt-Paraguay, aber ich kann es halt nicht anders schrieben, was wollens denn sonst lesen auf Wochenblatt-Paraguay, etwa: «Jo, hä, hä, Paragauy ist toll, die Korruption auch, da kann man mit dem Zweidollarschein vor dem korruptie Kindergartenpolizisten wedeln, braucht dafür nicht 40 Euro für Straßenverkehrszulassung auszugeben, kann man sich eingangs erwähnte Sachen leisten und besonders schön ist es Politiker mit dem im Artikel erwähntem Leistungsausweis zu haben, die dank Korruption nach Raubüberfall mit Geiselnahme nach zwei Tagen aus dem Gefängnis entlassen werden und dank diesem Leistungsausweis es zum Spitzenpolitiker bringen».
    Nicht einmal zuletzt erwähnten goldenen Zeiten im „300-Tage und Nächte-Müllabfackel zum Shwuddi 120 dB mit konsekutivem Leere-Bierbücksenbauens“ kann man trauen, denn dank hiesig Kindergartenpolizeijustizmethoden kann man nicht wissen welche Version nun stimmt, diejenigen unseres stellvertretenden Innenmisters oder diejenige dieses Geldwäschlers.
    So hat halt jeder seine Version von Geschichtchen von Geschehenem parat hierzulande, da kann hiesig Kindergartenpolizeijustiz auch keine Spuren sichern und Indizien festhalten, das ist halt noch wie zu Winnetous und Oldtschätterhands Zeiten, Fährten lesen ja, aber im Austausch gegen Feuerwasser und Glaskugeln verwischen sich dann die Spuren. Wenigstens haben die Insassen des Paragauys genau die Politiker mit entsprechendem Leistungsausweis, der sie dorthin gebracht hat, wo sie sind und freuen sich alles, dass sich nichts an den Herzen Südamerikas Zuständen ändert und alles beim Alten bleibt, jeder tun kann was er will.

  2. Moyses Comte de Saint-Gilles

    Die Polizeiakte wird in Paraguay per Gesetz jedes 5. Jahr geloescht.
    So kann es schon mal vorkommen dass ehemalige Tunichtgute dann 5 Jahre spaeter als Biedermeier auftauchen und wieder ihr Unwesen treiben.
    Nach dem Motto: jeder hat einen 2. Chance verdient.
    Fuer Leute mit Kontakten wird das Strafregister in Paraguay jedes 5. Jahr geloescht. Fuer „alemamm“ kann es allerdings vorkommen dass die Polizeiakte nie geloescht wird.
    Kreditrueckstaende bei Banken werden nie geloescht sondern das verfolgt dich auch noch bis ins Grab hinein.

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