Strände verschwinden aufgrund illegaler Sandförderung

Itacurubi: Strände am Fluss Yhaguy, die als Naherholungsgebiete dienen, drohen zu verschwinden, weil illegal Sand abgebaut wird. Anwohner behaupten, dass Menschen, die sich dem Verkauf von Baumaterialien widmen, dafür verantwortlich seien.

Die Bewohner in der Gegend von Minas Cue im Bezirk von Itacurubi berichten, dass täglich mehrere Fahrzeuge in den Strandbereich am Yhaguy-Fluss einfahren würden, um den zur Vermarktung gewonnenen Sand abzutransportieren. Sie betonten weiter, dass diese Situation das Ökosystem, das den Wasserkanal umgibt, ernsthaft beeinträchtige.

Die Betroffenen klagen an, dass mit der Praxis, deren Leute für den Verkauf von Baumaterialien verantwortlich seien, ein großer Teil des Strandes verschwinde. Sie bedauerten, dass die örtliche Gemeinde und das Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung (Mades) nicht eingreifen.

Die Anwohner weisen darauf hin, dass hinter der illegalen Sandförderung Politiker in der Region stecken sollen, sodass keine Reaktion der Behörden erfolge.

In dem erwähnten Distrikt gibt es keine städtische Verordnung, die die Gewinnung von Sand aus dem Yhaguy-Fluss regelt, der mehr als 200 Kilometer lang ist und unter anderem die Städte Itacurubí de la Cordillera, Valenzuela, Primero de Marzo, San José Obrero und Caraguatay durchquert.

Auf der anderen Seite gab der Generalsekretär der örtlichen Kommune, Eusebio Torres, an, sie seien sich des Problems der Sandgewinnung in der Zone Minas Cue durchaus bewusst. Er fügte jedoch an, es sei ein soziales Problem, weil durch den Verkauf des Baumaterials einige Anwohner ihren Lebensunterhalt bestreiten würden. Torres betonte aber, dass sie mit den Stadträten an einem Verordnungsprojekt arbeiten, das diese Art von Aktivität regeln solle.

Das Gesetz 3329 der Wasserressourcen von Paraguay sieht jedoch den Schutz und die Erhaltung des Flusslaufs und seiner Nebenflüsse gemäß den geltenden Umweltgesetzen vor. Es verbietet auch die Ableitung von Abwässern oder das Einbringen von kontaminierten Abfällen in seinem Kanal und seinen Nebenflüssen.

Wochenblatt / ABC Color

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5 Kommentare zu “Strände verschwinden aufgrund illegaler Sandförderung

  1. Das ist leider Weltweit so, und zwar in Gigantischem Ausmaß mit eigens dafür gebauten Schiffen, die an den Küsten den Sand vom Meeresgrund absaugen und alles Leben darin zerstören. Der Sand rutscht nach und dann verschwindet auch der Sand an den Stränden.

  2. Man sieht sie überall, die LKWs, die mit Sand von Ufern und unbefestigten Wegen beladen werden.
    Und nein, es sind keine armen Leute, die sich damit „ihren Lebensunterhalt verdienen.“
    Welcher Arme besitzt denn einen LKW?
    Die illegalen Abräumer gehören entweder zu Firmen von (Lokal)Politikern oder sind enge Freunde von denen.
    Anzeigen bewirken nur, daß der Denunziant dem Beklagten mitgeteilt wird, damit der den unter Druck setzen kann.

  3. Sand wird weltweit zur Mangelware!
    https://www.scinexx.de/news/geowissen/droht-eine-globale-sand-krise/
    https://deutsch.rt.com/international/71620-journalist-beiser-sand-knapp/
    http://www.fr.de/wissen/klimawandel/umwelt/globale-ressourcen-der-sand-wird-knapp-a-1395750

  4. Wäre es nicht billiger, irgendwo auf einer abgeholzten Estancia eine Bohrung nieder zu bringen, um nach Bauland zu suchen, diesen zu erschließen und 20 Jahre später einen Badesee zu haben als die Natur zu vergewaltigen?

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