Toilettenpapier und Kokosnussseife gekauft, um Dengue zu bekämpfen

Asunción: Im Antidengue-Plan, mit einem Etat von über 18 Millionen US Dollar in den Sektoren Gesundheit und UNDP, kam es wohl zu eklatanten Fehlplanungen. Es wurden biometrische Uhren, Toilettenpapier, Seife usw. gekauft, um Dengue zu bekämpfen.

Das Gesundheitsministerium und das Programm der Vereinten Nationen (UNDP) haben wohl Gelder, die sie zusammen verwalten, etwas zweckentfremdet.

Unter den mehr als 18 Millionen US Dollar, die im Rahmen eines Antidengue-Plans genutzt werden sollten, kam es zu Einkäufen, die biometrische Uhren und ein automatisiertes Schichtsystem für Krankenhäuser in der Verwaltung beinhalten. Sogar Sicherheitspersonal wurde unter dem Deckmantel der Mückenbekämpfung mit den Geldern bezahlt. Des Weiteren befinden sich darunter Posten wie Toilettenpapier, Kokosnussseifen, Stahlwolle, Toilettenbürsten usw.

Die Unterzeichner des Projekts sind der ehemalige Gesundheitsminister Antonio Barrios und Cecilia Ugaz von der UNDP. Das gesamte Budget wurde bereits ausgegeben, wie in einem Newsletter vom Gesundheitsministerium ersichtlich ist.

Das Schlimmste ist, dass für Dienstleistungen bezahlt wurden, die noch nicht In Betrieb sind. Zum Beispiel funktioniert die Software für das Schichtsystem in der Gesundheitsverwaltung immer noch nicht, aber der Anbieter hat im September 2016 schon die Rechnung erstellt und das Geld dafür erhalten.

Letztes Jahr, im September, gab der Gesundheitsverwalter für den Antidengue-Plan, Sergio Forte, bekannt, dass die “Generaldirektion für Technologie und Information heute das System der neuen Schicht Software als erstes im Nationalen Institut für Atemwegs- und Umweltkrankheiten (Ineram) installieren wird“.

Letzte Woche wurde der Direktor dieser Einrichtung, Dr. Felipe González, gefragt, ob die neue Software funktioniere. „Wir haben sie gerade erst installiert und müssen noch die entsprechenden Kontrollen machen, um es in Betrieb zu nehmen“, sagte er.

Im nächsten Krankenhaus, im Barrio Obrero, sagte der Direktor Hugo Valdez zu dem Thema folgendes: „Das ist nur eine Idee, wir haben unsere System noch nicht erneuert. Woher haben sie die Informationen?“.

Ein Sprecher aus dem Gesundheitsministeriums erklärte, dass das neue Schichtsystem keine spezifische irreguläre Tatsache sei, es gäbe aber technische Probleme mit Computern, die noch nicht entschlüsselt seien.

Wochenblatt / ABC Color

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10 Kommentare zu “Toilettenpapier und Kokosnussseife gekauft, um Dengue zu bekämpfen

  1. Irrenhaus-Beobachtungs-Institut

    “etwas zweckentfremdet.”

    Etwas ist gut ja..
    Aber ey, Seife und Klopapier ist Super gegen Dengue, Zika, Gelbfieber und Chikanguya oder wie das heisst…. mit dem Klopapier kann man sich alle Löcher zustopfen und sich vollständige einwickeln, und die Seife kann dazu verwenden dass die Mosquito von der einen umgebenden Klopapierhülle abrutschen und nirgends einen Andockpunkt finden,
    Wer hat eigentlich die Patentrechte dafür?

  2. iTelefon 5S SilberWeiß Apele

    Ja, aber das ist doch egal. Zumindest den Jefes. Wegen 18 Millionen US-Dollar, wegen dem sind sie morgen immer noch Jefe. Die Schuld trägt die nicht existente Schulbildung dieser Jefes. Sie habe ja nach bestem Wissen und Gewissen eingekauft. Woher sollen die den wissen – mit täglich Schule von 7-11 Uhr, abzüglich Recreo und Terere-Pause, plus fünf Stunden Telenovelas – was es für die Bekämpfung von Dengue braucht? Toilettenpapier, Kokosnussseifen, Stahlwolle, Toilettenbürsten usw. das ist doch alles richtig eingekauft und vertreibt die Mücken.

  3. An dumm-dreister Frechheit nicht mehr zu überbieten. Und das Beste: Sie empfinden keine Scham für ihre Handlungen. Hoffentlich kapieren das die Bürger und machen ihr Kreuzchen bei der Wahl an der richtigen Stelle, sonst ist ihnen wirklich nicht mehr zu helfen.

    1. Simplicus

      ” Hoffentlich kapieren das die Bürger ”

      hahahaha der witz ist wirklich gut. seit wann kapieren die irgendwas ?!?? wieso sollten diese bürger denn schlauer sein als ihre politiker frage ich mich.

  4. 511 Millionen Guaranies entsprachen am 1. September 2016
    bei einem Wechselkurs von 5.460 G – 1 US$ = 93.589,74 US$.
    Diese Firma, die unter anderem Software verkauft, fakturiert ihre
    Rechnungen HANDSCHRIFTLICH (wie allerdings auch viele
    andere Rechnungen von vielen anderen Firmen ebenfalls,
    an die Regierung, so ausgestellt werden). Wenn ich bei einem
    Ladengeschäft in Asunción z.B. ein paar Schrauben und Beilag-
    scheiben im Wert von exakt 4.450 Guaranies kaufe, be-
    komme ich eine AUSGEDRUCKTE Rechnung. Warum dies?????

    Und wie es lt. der abgebildeten Rechnung scheint, hat diese
    Firma vom 01. Januar 2016 bis zum 31. August 2016 lediglich
    115 Rechnungne erstellt, das wären umgerechnet auf einen
    Monat etwa 15 Rechnungen; bei 25 Arbeitstagen im Monat –
    wenn an Samstagen auch gearbeitet würde??? – das wären
    dann rein rechnerisch 0,6 bzw. o,7 Rechnugen pro Tag.
    Sollte da meinerseits ein Denkfehler vorliegen wäre ich für
    eine Korrektur dankbar.

    1. Hier gibt es Infos: http://vtg.com.py/ sagt nicht viel aus… das hier schon: https://www.contrataciones.gov.py/proveedor/vtg-s-r-l.html

      Representante Legal: Ovidio Enrique Torras Macchi, Esteban Manuel Gimenez Villalba, Ruben Dario Vera Lopez, Adan Rodrigo Araujo
      .
      Tamaño de Empresa: Sin categorizar
      .
      Tipo de Actividad: Bienes y Servicios
      .
      Auf der Seite sind alle Geschäfte mit den Behörden aufgelistet… was zum Stöbern.

  5. Übrigens kann Seife sehr wohl gegen Dengue eingesetzt werden und das sogar als Ursachenbehebung. Seife hebt die Oberflächenspannung des Wassers auf und Mückenlarven können sich zum Lufthohlen nicht mehr halten und ertrinken.

    1. aber die Mosquitos können nach einem ” Drink ” Parties feiern. Hans, ist schon richtig, Alkohol vertreibt die Plage halbwegs, aber eine Ernährung mit Obst und Gemüse, also eine Abwechslungsreiche Ernährung, bietet mehr Schutz, kann sein, das man gestochen wird, aber ob Dengue in Erscheinung tritt, zumindest die kritische Version, wage ich zu bezweifeln. Kann mir jemand einen ” Auswanderer ” nennen, der an Dengue gestorben ist? Ich kenne niemand, das soll nicht heißen, das wir nicht an Dengue erkranken können. Aber unser Immunsystem scheint auch nach Jahren Paraguay besser zu funktionieren als das von Paraguayern.

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